Garantien für die Opposition

Seit dem März dieses Jahres werden paramilitärische Bedrohungen und Aktionen, vor allem Ende März im Zusammenhang mit dem bewaffneten Streik durch Paramilitärs, in verschiedenen Departements wie Chocó, Antioquia, Córdoba, Sucre, Atlántico, Huila, Magdalena oder Bolívar festgestellt. Paramilitärische Gruppen wie die selbsternannten Autodefensas Gaitanistas de Colombia richten Bedrohungen per Telefon, Flugblätter oder Graffitis an die Bevölkerung und linke Aktivisten, verbrennen Autos, verüben Mordanschläge und versuchen ein Klima der Angst zu schüren.

Die Águila Negras, eine paramilitärische Gruppe, rief zur Teilnahme an den Märschen der rechten Uribisten auf, den Anhängern des ehemaligen Präsidenten Uribe. Dabei verhöhnten sie den Friedensprozess und beschimpften Guerilleros der FARC-EP als Terroristen. In den großen Städten Kolumbiens versammelten sich teilweise Zehntausende Konservative und Rechte zeitglich zu den besorgniserregenden paramilitärischen Aktivitäten.

An diesem Wochenende fand unter anderem der Agrargipfel der sozialen Bewegungen in Huila im Süden von Kolumbien statt. Aufgrund von Drohungen nahmen die Vertreter aus den Departements Caquetá und Putumayo nicht am alternativen Agrargipfel teil. Dies zeigt deutlich die Atmosphäre von Terror, Einschüchterungen und Drohungen gegen die linke Opposition. Der signifikante Anstieg von paramilitärischer Bedrohung hat nichts mit allgemeiner Kriminalität zu tun, sondern ist ein Affront gegen den sozialen Rechtsstaat, die friedliche Koexistenz und grundsätzlich gegen den Friedensprozess im Land.

Im Chocó, gab es eine Landung von rund 1000 Paramilitärs in Riosucio und anderen Gemeinden. Die Regierung und die staatlichen Sicherheitskräfte kennen die Präsenz der paramilitärischen Gruppe genau. Doch sie ließen dem Terror freien Lauf, ein Bauer wurde in Riosucio ermordet und mehrere Fahrzeuge angezündet. In Quibdó entging die frühere Senatorin und kolumbianische Friedensaktivistin Piedad Córdoba nur knapp einem Mordanschlag. Der Chocó gilt als Hochburg von paramilitärischen Gruppen. Zuletzt gab es einige Militäraktionen gegen den Clan Úsuga.

„Mit großer Besorgnis lehnt die Friedensdelegation der FARC-EP den Versuch der Aggression gegen die Sprecherin der sozialen und politischen Bewegung Marcha Patriótica und Kämpferin für den Frieden Piedad Córdoba Ruiz ab, welches am 1. April in der Stadt Quibdó geschah und eine bedrohliche landesweite paramilitärische Offensive krönte. Das Wachstum der paramilitärischen Aktionen gegen Zivilisten und unbewaffneten politischen und sozialen Führer, wirft einen Schatten über die materiellen Fortschritte im Friedensprozess mit den Aufständischen und gegen den Willen des Friedens für alle Kolumbianer“, so die FARC-EP in einer Erklärung.

In der Erklärung listen sie mit Zahlen das Anwachsen der paramilitärischen Aktionen auf. Während die Regierung das Problem leugnet, breitet sich der Paramilitarismus im Land aus und gewinnt die Kontrolle über ländliche und städtische Territorien. Darüber hinaus fordert die FARC-EP, „das Abkommen zur Auflösung des Paramilitarismus, noch am Entstehen am Tisch in Havanna, eine dringende Unterzeichnung und Umsetzung erfordert. Analog dazu rufen wir auf, dass die internationale Gemeinschaft einen wirksamen Beitrag leisten muss, um das Blutvergießen und die Angst, die der Paramilitarismus bei den kolumbianischen Menschen generiert zu beenden und eine wirksame Aufsicht über dieses Phänomen und die zunehmenden Anzeigen im Land durchzuführen.“

Garantías para la oposición

Guarantees for the opposition

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FARC beglückwünschen Friedensprozess des ELN

In einem Kommuniqué begrüßt die Gorilla FARC-EP den Beginn der Friedensgespräche zwischen ELN und der kolumbianischen Regierung. „Die Delegation des Friedens der FARC-EP beglückwünscht den Beginn der öffentlichen Etappe des Dialogs zwischen der Regierung Kolumbiens und der Armee der nationalen Befreiung, ELN.“ Seit 2014 verhandeln beide Parteien über die Aufnahme der Gespräche und deren Umsetzung. Die FARC-EP betont, dass dies der Weg zu einem echten und umfassenden Frieden sein wird. Schon zuvor forderten die beiden Kommandeure, Timoleón Jiménez und Nicolás Rodríguez Bautista, einen Prozess des Dialogs und Verhandlungen mit dem kolumbianischen Staat mit Hinblick auf „zwei Verhandlungstische, aber einen Prozess.“ Mehrere Male unterstrichen sie ihre die Bemühungen für politische und soziale Veränderungen.

Direktlink zum Video

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Manuel lebt in jedem von uns

Manuel Marulanda - 26. März: Tag des Rechts auf Rebellion

Manuel Marulanda – 26. März: Tag des Rechts auf Rebellion

Heute vor 8 Jahren, am 26.März 2008, starb Manuel Marulanda Vélez, Oberkommandierender der FARC-EP. Er war Gründer der aufständischen Bewegung, nachdem er die Gewalt und Repression der 1950er Jahre, die Militärdiktatur und die Zweiparteiendiktatur der Oligarchie erlebt hatte. Er starb fast Achtzigjährig eines natürlichen Todes in der Guerilla, in der er für seine Prinzipien und Bestrebungen kämpfte, nämlich Frieden und soziale Gerechtigkeit.

Heute, acht Jahre später, verhandeln in Havanna auf Kuba die FARC-EP und die kolumbianische Regierung genau für eben genanntes. Manuel Marulanda Vélez ist ein Kämpfer für den Frieden gewesen. Mit ihm verhandelte die Guerilla in den 1980er Jahren mit der Regierung unter Betancur für eine politische Lösung, musste jedoch ansehen, wie Tausende der linken Partei Unión Patriótica ermordet wurden. Trotzdem wurde er nicht müde, um über Frieden zu reden. Weitere Verhandlungen fanden ab 1998 in El Caguan mit der Regierung Kolumbiens statt. Auch diese scheiterten an einer Zuspitzung der Gewalt und paramilitärischem Terror.

Heute erinnern wir friedlich an Manuel Marulanda Vélez. Er lebt weiterhin in uns. Der 26. März wurde zum universellen Tag des Rechts der Völker auf Rebellion. So bekräftigen die FARC-EP ihre Loyalität auf die ideale und die Arbeit von Manuel. Und wir wiederholen die Parole, die an seinem Grab geboren wurde: Wir haben geschworen zu siegen… Und wir werden siegen!

Kommuniqué des Zentralen Generalstabs der FARC-EP (Spanisch)

Kommuniqué des Zentralen Generalstabs der FARC-EP (Englisch)

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John Kerry in Gesprächen mit FARC-EP

john kerry

Nach einem Treffen des US-amerikanischen Politikers John Kerry mit Sprechern der Friedensdelegation der FARC-EP und der Delegation der kolumbianischen Regierung gibt es positive Signale im Friedensprozess. Alle beteiligten trafen sich in Havanna, Kuba, wo Kerry praktische Hilfe bei der Umsetzung des Friedensprozesses verkündete. So sollen es Sicherheit für diejenigen geben, die ihre Waffen niederlegen, ohne jedoch konkreter zu werden. Hinzu kommt umfangreiche finanzielle Unterstützung bei Investitionen im Postkonflikt und eine Zusammenarbeit bei der Minenräumung auf dem Land.

Kerry, der Präsident Obama auf die kubanische Insel begleitete, nutzte bei dem Treffen die Gelegenheit, sich mit dem Friedensprozess ohne jegliche Presse auszutauschen. Im Fokus der FARC-EP stand auch ihre Anerkennung als politische Kraft. So sagte die FARC-EP in einem Kommuniqué: „Es gibt guten Grund zur Annahme, dass die Vereinigten Staaten nun in den Umständen sind, in der FARC-EP einen zuverlässigen Partner bei der kontinentalen Friedenssicherung zu sehen und wir hoffen, dass wir daher als politische Kraft für den Ausbau der Demokratie und des sozialen Fortschritts in Kolumbien anerkannt werden.“ Außerdem lobte die Guerilla in einem Brief die Arbeit des Sonderbeauftragten für die Friedensgespräche im State Department, Bernard Aronson, bei der Vermittlung und Friedensbildung.

Weiterhin bat die aufständische Friedensdelegation die USA um Hilfe zur Eindämmung der paramilitärischen Gewalt, eines der größten Hindernisse für den Frieden, weil inmitten des Friedensprozesses „ungestraft das Leben der Verteidiger der Menschenrechte und soziale Führer ein Ende gesetzt wird.“ Derzeit wird mit der kolumbianischen Regierung ein bilateraler Waffenstillstand, die Niederlegung der Waffen und Demobilisierung sowie die Wiedereingliederung von Guerilleros in die Gesellschaft verhandelt. Abgeschlossen sind bereits die Punkte einer ländlichen Agrarreform, politische Partizipation, Bekämpfung von illegalen Drogen und die Wiedergutmachung der Opfer.

Grüße der FARC-EP an John Kerry (Spanisch)

Grüße der FARC-EP an John Kerry (Englisch)

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Nachrichten der aufständischen Bewegung

Nachrichten der aufständischen Bewegung vom 20. März

Schlagzeilen:

  1. Am vergangenen 17. März erlebte man in Kolumbien einen intensiven von Protesten in Ablehnung des Wirtschaftsmodells, welches die Regierung implementiert.
  2. Der Staatsterrorismus in Kolumbien übersteigt die Zahlen der Diktaturen im Cono Sur in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts.
  3. Frauen des Marcha Patriótica beginnen Mahnwache in Kirche von San Francisco in Bogotá, in der Form des Protestes gegen die jüngsten Morde gegen soziale Anführer des Landes.
  4. In Kolumbien endet die Erste Phase der Pädagogik für den Frieden, die von der PPP in Kolumbien mit ihren Aufständischen durchgeführt wurde.
  5. Ankunft von neuen Mitgliedern der Friedensdelegation der PPP aus Kolumbien in La Habana, Kuba.

Außerdem unsere Programmabschnitte Viral, Sportminute und rebellische Kunst. Artikel und Nachrichten (Video)

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Mit der Friedenspädagogik zum Ende des Krieges

„Wir informieren Sie, dass wir die erste Phase der Pädagogik des Friedens in Guerillalagern im Land abgeschlossen haben. Von Havanna aus, zu verschiedenen Zeiten, mit der Unterstützung des IKRK und der Garantenländer Kuba und Norwegen verließen sechs Missionen der Friedensdelegation in die Gebiete der aufständischen Blöcke um sich mit der Kommandoebene und der Guerilla-Basisüber den Stand des Friedensprozess, die Fortschritte und Schwierigkeiten sowie die transzendentalen nächsten Schritte auf dem Weg zur Schlussvereinbarung auszutauschen.“

„Die gesamte Guerilla FARC, ihre Kämpfer, Milizionäre, die soziale Basis und Tausende von Freunden, halten fest zusammen an der politischen Lösung und dem Ende des Krieges, sind von der Hoffnung gefangen und unterstützen von ganzem Herzen der Friedensprozess, der in Havanna stattfindet.“

Weiter heißt es in dem Kommuniqué der Friedensdelegation der FARC-EP, dass der Generalstab der Guerilla die Initiative von Präsident Santos begrüßt, sie in dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen. Ebenso anerkennt die FARC-EP die Bemühungen von Armee und Polizei die Pädagogik des Friedens in Ruhe durchführen zu können. „Niemand mehr als die Kämpfer wollen Versöhnung für das Land, auf der Grundlage der Achtung und eines würdigen Lebens, von dem die Mehrheit träumt.“

Das Militär und Polizei wird unsere Hand mit dem Ölzweig des Friedens und der Brüderlichkeit verlängern. Wir können nicht weiter in den Einsatzgebieten zu töten, wenn Versöhnung das Herz des Landes berührt, und dies der Weg der Irreversibilität kümmern dieser Waffenstillstand zu finden in der Tat bereits bilateral ist, soweit nicht sie kämpfen erneut übermittelt. Die kolumbianische Volk, das große und gut ist, wird mit aller Kraft unterstützen, ist die Annäherung zwischen jetzt Versöhnung Kämpfer zu erreichen bestimmt.

Im Rahmen der wichtigen Arbeit der Pädagogik kann man sagen, „dass etwas Gutes in Kolumbien passiert.“ Trotzdem verweisen sie wiederum darauf, dass der schmutzige Krieg beendet und der Paramilitarismus bekämpft werden muss. Zuletzt trafen Kolumbiens soziale Bewegungen eine Welle der Gewalt der paramilitärischen Einheiten.

Erklärung auf Spanisch

Erklärung auf Englisch

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Land für den Frieden (Terrepaz)

terrepaz

Eine der großen Herausforderungen in naher Zukunft ist der Strukturwandel in dem vom bewaffneten und sozialen Konflikt am stärksten betroffenen Gebieten im ländlichen Raum. Hier fehlten die Investitionen des Staates und es entwickelte sich ein Netz von Armut und Korruption heraus.

Die aufständische Bewegung FARC-EP schlug dazu die Schaffung von speziellen Gebieten für den Frieden vor, die mehrere Faktoren beinhalten. Zum einen sollen diese Gebiete in den Regionen liegen, in der die aufständische Bewegung über Jahre mit der Bevölkerung verwachsen ist. Diese Gebiete, Terrepaz genannt, sollen exemplarisch für die in den Friedensverhandlungen bearbeiteten Punkte einer Agrarreform, Umgang mit illegalen Drogenpflanzungen oder Reintegration von ehemaligen Guerilleros in das zivilgesellschaftliche Leben stehen. In diesen Gebieten sollen die verschiedenen politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fragen im Kleinen getestet und als Vorbild für andere Regionen dienen. Gemäß der Reform für eine ländliche integrale Entwicklung sollen die Terrepaz mit der höchsten Priorität versehen werden.

Die aufständische Bewegung erhofft sich mit einem zukünftigen Friedensabschluss finanzielle Mittel für notwendige Investitionen akquirieren zu können. Somit könnte nicht nur die landwirtschaftliche Entwicklung gefördert werden, sondern auch die Infrastruktur ausgebaut sowie in Bildung, Gesundheit und Umweltschutz investiert werden. Bisher haben in den vom Staat verlassen Gebieten die FARC-EP und lokale Organisationen versucht, das soziale Leben zu organisieren. Oftmals in Eigenhand entstanden Verkehrswege und Schulen, stellten die FARC-EP Kredite den Bauern zur Verfügung, führten die Gerichtsbarkeit durch und boten durch Gesundheitsbrigaden eine medizinische Betreuung an. Mit einem Friedensabkommen soll der Staat und die internationale Gemeinschaft nun mehr in die Verantwortung genommen werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Friedensgerichtsbarkeit, die in jenen Gebieten umgesetzt werden soll. Die im Rahmen des Abkommen über ein „umfassende System der Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Nicht-Wiederholung“ vereinbarten Punkt können hier zur Geltung kommen. Es sind schließlich jene Gebiete, in der Guerilleros, Militärs und lokale Bevölkerung zusammenleben. Im Fokus stehen das Leid der Opfer und deren Wiedergutmachung. Sie sollen von der integralen Landreform profitieren. Aber auch die Guerilleros erhalten hier die Möglichkeit, sich über spezielle Förderungen in das zivilgesellschaftliche Leben zu integrieren.

Eine Frage wird die Aufarbeitung von Verbrechen im Kontext des bewaffneten Konfliktes sein. Bisher ist davon auszugehen, dass Verurteilte und aktuelle Guerilleros unter eine Amnestie fallen, sobald es um ihr natürliches Recht auf Widerstand geht. Dies bedeutet, dass die Verurteilung zur Rebellion und des Terrorismus aufgehoben werden. Bei Handlungen wie Entführung oder Mord wird abzuwarten sein, inwieweit eine Zusammenarbeit bezüglich einer Aufklärung stattfinden wird. Hier gibt es derzeit Ideen für eine symbolische Strafe. Im Übrigen fallen unter die Gerichtsbarkeit nicht nur Guerilleros, sondern auch Angehörige der staatlichen Sicherheitskräfte und staatliche Repräsentanten. Diese sind ebenfalls ein Teil des bewaffneten Konfliktes und genauso verantwortlich für Verbrechen gegen die Zivilgesellschaft.

Die Terrepaz sind also besondere Gebiete der ländlichen und nationalen Entwicklung. Mit ihnen kann ein alternatives Modell im ökonomischen, ökologischen und politischen Bereich entstehen, in der zumindest auf regionaler Ebene die Ursachen des Konfliktes wie eine ungerechte Landverteilung, fehlende politische und wirtschaftliche Partizipation oder Machtmissbrauch der Eliten beseitigt werden. Die Terrepaz sind die territoriale Dimension des Friedensabkommens. In ihnen entwickelt und setzt man zukünftig spezielle Programme und Projekte um. Derzeit gibt es Überlegungen, zu einer besseren Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Steuervorteile zu vereinbaren und durch eine bestimmte Fiskal- und Wirtschaftspolitik größere Investitionen anzuregen wird. Dies soll mit einer permanenten Mitbestimmung der lokalen Bevölkerung passieren.

In den Friedensgebieten wird sich die FARC-EP sich von einer politisch-militärischen Bewegung hin zu einer zivilen Bewegung transformieren. Bei der Beendigung des Friedensprozesses wird sich zeigen, inwieweit die Friedensgebiete Terrepaz als kleine exemplarische Beispiele nicht nur bei der Demobilisierung erforderlich sind, sondern auch den Friedensprozess umsetzen.

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Paramilitarismus mordet in Kolumbien

Während sich in Kuba die Friedensgespräche zwischen der Guerilla FARC-EP und der kolumbianischen Regierung dem Ende neigen, mordet in Kolumbien der Paramilitarismus weiter. Auch, wenn der Optimismus nicht abgelegt werden sollte, so drücken wir unser Unverständnis über das Nichtagieren der staatlichen Behörden aus. Wenn sich die Guerilla FARC-EP in einem friedlichen Akt im Rahmen der Friedenspädagogik mit der Bevölkerung trifft, um die Fortschritte im Friedensprozess zu besprechen, wird von Seiten der Regierung und ihrer Medien Entsetzen und Angst verbreitet. Wenn jedoch innerhalb der letzten 10 Tage vier Anführer der sozialen Bewegungen getötet oder in der südlichen Provinz Putumayo neun Personen ermordet werden, dann fehlt der Aufschrei.

Vier Tote Anführer der sozialen Bewegung, ein junger Mensch der Kommunistischen Jugend (JUCO) aus Soacha, ein indigener Anführer aus Cauca, eine Anführerin der Bauernbewegung aus Cauca, sowie ein lokaler Bauernführer aus El Bagre in Antioquia, das ist das Ergebnis einer systematischen Ausschaltung der sozialen und politischen Opposition. Die Ermordung von neun Personen durch Paramilitärs in Putumayo, nach dem Flugblätter von Paramilitärs in Puerto Asís aufgetaucht sind, ist die deutliche Sprache von sozialen Säuberungen. Tägliche Bedrohungen und Einschüchterungen im ganzen Land zeugen von einem Problem, dass der Staat dies nicht nur in den Griff bekommt, sondern wie Untersuchungen belegen, ein Teil dessen ist.

Wie bitte, soll Frieden garantiert werden, wenn andere Meinungen, kritische Ansichten und oppositionelle Politik gegen das neoliberale Ausbeutungssystem nicht zugelassen und systematisch bekämpft werden? Welche Maßnahmen hat die Regierung bisher ergriffen, um unabhängige soziale und politische Bewegungen zu schützen? Wie soll den Guerilleras und Guerilleros erklärt werden, dass sie ihre Waffen abgeben sollen, ihre Sicherheit aber akut gefährdet ist? Wieso hungern Tausende im Norden Kolumbiens und leben Bauern, Afro´s und Indigene unterhalb der Armutsgrenze, obwohl Kolumbien ein reiches Land ist? Wieso gibt es 10.000 politische in einem Land, dass sich eine demokratische Fassade gibt? Ist es gerecht, wenn 0,4% der Bevölkerung mehr als 44% des Landes besitzen?

Der Paramilitarismus und auch die strukturelle Gewalt in Kolumbien sind nicht zufällig, sondern Bestandteil des politischen und wirtschaftlichen Systems. Sie sind Teil des Neoliberalismus, in der eine Elite aus Politik und Wirtschaft die Fäden der Macht in der Hand hält und die Linke aktiv bekämpft wird. Präsident Santos stellt sich im Zuge der Friedensgespräche gerne als der Heilsbringer dar. Doch warum verharmlost er dann den Paramilitarismus als gewöhnliche Kriminalität? Wie sieht sein demokratisches Kolumbien und wie sieht sein Frieden aus, den er predigt? Das ist nicht unser Frieden, denn Frieden gibt es nur, wenn grundsätzliche Veränderungen im System stattfinden und der Paramilitarismus an seinen Wurzeln, in Politik und Wirtschaft, bekämpft wird.

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Kommuniqué: Grüße an die kolumbianische Frau

8marzoAn diesem 8. März, Internationaler Frauentag, wollen die FARC-EP alle kolumbianische Frauen grüßen und mit großer Zuneigung umarmen.

Unsere weiblichen Guerilla-Kämpferinnen, die Frauenmilizen, Mitglieder der Kommunistischen Partei und Freunde, unermüdliche Kämpferinnen und soziale Transformatorinnen, die in allen Bereichen von einem neuen Land träumen und es aufbauen.

Die Hausfrauen, unabhängige Frauen, Fachfrauen, Studentinnen, Arbeiterinnen und Mitarbeiterinnen, Arbeitslose, Künstlerinnen und Intellektuelle, Bäuerinnen, Afrokolumbianerinnen, Indigene, informelle Arbeiterinnen, Sexarbeiterinnen, Großmütter, Mütter, Mädchen und für diejenigen, die ihren eigenen Weg des Lebens angenommen haben.

Für die Millionen von Frauen, die auf mehreren Ebenen und in den Schützengräben, auf dem Land und in den Städten, für den Aufbau eines neuen Landes und für die kommenden Generationen kämpfen.

Wir wollen, dass dieser 8. März, vor den Toren eines endgültigen Friedensabkommens, der Raum für eine persönliche und kollektive Reflexion über die Rolle sein wird, welche die Frauen spielen und spielen sollten beim Aufbau eines neuen Kolumbiens.

Frauen haben eine historische Rolle im laufenden Prozess der Versöhnung. Die große mobilisierende weibliche Kraft ermöglichte die Schaffung der Unterkommission der Geschlechter bei den Gesprächen, eine Tatsache, die die Welt nie zuvor gesehen hat. Es konnte auch nicht anders sein, da 40 Prozent unserer Truppe aus Frauen besteht, die jede für sich alles gibt für eine bessere Zukunft und für unser Land, die Schulter an Schulter mit ihren männlichen Kameraden im Kampf arbeiten.

Als FARC-EP sind wir stolz, eigenen Agenden mit verschiedenen kolumbianische Frauenorganisationen geschaffen zu haben. Wir hörten ihre Geschichten, Meinungen, Kritik und Vorschläge vor der Erstellung unserer minimalen Vorschläge. Dank ihnen hat der Friedensprozess eine geschlechtsbezogene Perspektive angenommen, die einen wichtigen Ausgangspunkt für den Aufbau einer Gesellschaft ohne Diskriminierung, Gewalt oder jede andere Art von Gewalt bedeuten wird.

Wir sollten betonen und vertiefen die Ablehnung und die Beschwerden für jede Art von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt, ob sie im Kontext des Konflikts passiert oder außerhalb. Die FARC-EP verurteilt Gewalt gegen Frauen und bekundet ihre Solidarität mit den Opfern dieser Geißel. Wir sind empört über die wachsende Zahl der Morde und Einschüchterung gegen weibliche Führungspersonen der sozialen Organisationen durch die paramilitärischen Gruppen, wie die jüngsten öffentliche Bedrohungen durch die Águilas Negras, verstärkt durch die Gleichgültigkeit von Staat und Medien. Dies zeigt die Unnachgiebigkeit der Feinde des Friedens gegen einen gerechten Vorschlag für den sozialen Wandel, der von den Frauen angetrieben wird.

Wir sehen mit Freude und Optimismus den Fortschritt der weiblichen Stimmengewaltigkeit. Wir arbeiten, weil die Unterzeichnung des Abkommens endgültig der Anfang eines Landes frei von männlicher Gewalt und Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Herkunft oder Rasse sein wird. Diese Vereinbarung sollte eine echte Anerkennung der Rechte von Frauen als politische Subjekte erreichen ihre bewusste und massive politische Teilhabe, sowie die Stärkung ihrer Führung in allen Bereichen des Kampfes bedeuten. Ohne die Beteiligung von Frauen wird es keinen Frieden noch sozialen Wandel geben.

Sekretariat des Zentralen Generalstabs der FARC-EP

8. März 2016

Kommuniqué auf Spanisch

Kommuniqué auf Englisch

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Kommuniqué: Die Route des Friedens

Durch ein Kommuniqué, vorgetragen vom Kommandierenden Iván Márquez, ratifiziert die FARC-EP ihr Engagement für eine endgültige Einigung im Rahmen der Friedensverhandlungen weiterzuarbeiten und ihr es erlaubt, den komplexen Prozess des Beendigung des Konfliktes zu beginnen und konkrete Schritte in Richtung der Verwirklichung des Abkommens zu erreichen, mit dem Verständnis, dass dies nicht nur sind guten Absichten und Versprechen auf dem Papier sind.

Um das zu tun, so ist es notwendig, einen Konsens über die nächsten Schritte zu erreiche, zusammenzuarbeiten und einen Zeitplan zu erstellen. Solche Aufgaben sollten nicht in den Händen von nur einer der Parteien liegen. Alle Maßnahmen, die durch Unilateralismus gekennzeichnet sind, führen nicht zum Ziel. Das ist der Grund, warum wir uns in verschiedenen Äußerungen zu den staatlichen Initiativen wie der Speziellen Gerichtsbarkeit, der Volksabstimmung und anderen „Vorschlägen“ widersetzen.

Iván Márquez deutet an, dass es wichtig sei, einen Mechanismus, möglichst bilateral und so schnell wie möglich, zu der Ratifizierung und Gegenzeichnung der Vereinbarungen zu erreichen. Damit soll die breiteste mögliche Beteiligung der kolumbianischen Bevölkerung garantiert werden, um die Vereinbarungen zu schützen und genügend rechtliche und politische Sicherheit zu haben. Dies betreffe im besonderen Themen wie der Waffenstillstand und die Beendigung der Feindseligkeiten, die Abgabe der Waffen, der Abbau des Paramilitarismus und der Wechsel der FARC-EP zu einer legalen politischen Bewegung.

Schließlich äußerte die FARC-EP ihre Hoffnung, dass die Kolumbianer in diesem Jahr 2016 auf ein Protokoll zum Frieden zählen können, welches es ihnen ermöglicht, weit und breit zu verkünden: Der Krieg ist vorbei! Der Krieg ist vorbei!

Kommuniqué auf Spanisch

Kommuniqué auf Englisch

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In Erinnerung an Raúl Reyes

Raúl Reyes bei den Friedensgesprächen in Caguán

Raúl Reyes bei den Friedensgesprächen in Caguán

Raúl Reyes, sein Name des revolutionären Kampfes, sein richtiger Name: Luis Edgar Devia Silva. Am 30. September 1948 wurde er in La Plata, Huila, geboren, aber seine Familie floh vor der „Violencia“, der Gewalt in den 1950er Jahren nach Florencia in Caquetá. Dort studierte er Agronomie und Tierhaltung. Er arbeitete bei CICOLAC der Firma Nestlé, später in der Provinz Valle del Cauca und kehrte als Personalchef nach El Doncello/Caquetá zurück.

Seit seiner Kindheit arbeitete er in der Landwirtschaft um seine Familie zu unterstützen. Er bearbeitete die Berghänge um Pflanzungen anzulegen, trieb die Maultiere nach oben und besorgte Brennholz. Diese Aktivitäten, wechselten sich ab mit seinem Studium und der Lehre des Schreibens und Lesens gegenüber den Arbeitern.

Seine Eltern waren in der Kommunistischen Partei, in der Raúl früh beigetreten war. Seine Mutter war befreundet mit dem historischen Kommunistenführer Gilberto Vieira. Nach dem Tod der Frau Aura durch einen Herzinfarkt und weil der Vater die Familie verließ, übernahm Raúl das Amt der Unterstützung seiner Brüder und Schwestern. Er war das älteste von 7 Kindern und sorgte dafür, dass sie ordentlich aufwuchsen und ihre Schule reibungslos absolvierten.

In El Doncello diente er als Stadtrat für die Demokratische Front im Jahr 1980. Es kam zur politischen Verfolgung wegen seiner revolutionären Aktivitäten und schließlich auch zum Gefängnis. 1982 ging er in die Berge Kolumbiens, wo er sich in das nationale Sekretariat der FARC-EP einfügte, in dem er mehrere Aufgaben übernahm und unter anderem verantwortlich war für die internationale Kommission und für die Leitung der Friedensgespräche von Caguán. Am 1. März wurde er bei einem Angriff aus der Luft auf ein Lager der Guerilla in der Provinz Sucumbíos an der Grenze zu Ecuador getötet. Dort war er beschäftigt Kontakte mit Persönlichkeiten herzustellen und bei der Suche nach Lösungen für humanitären Austausch mitzuwirken.

Die Erinnerung an Raúl Reyes lebt noch in den Köpfen und den Herzen der Guerilla und seiner Sympathisanten! Immer anwesend Genosse!

Mehr Bilder als PDF-Dokument hier…

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Politische Mobilisierung der Guerilla überall im Land

Farc TreffenDie politische Mobilisierung der aufständischen Bewegung FARC-EP läuft mittlerweile im ganzen Land auf Hochtouren. Nicht, dass die FARC-EP dies zum ersten Mal seit langer Zeit durchführen – nein, die Mobilisierung läuft alltäglich in den von ihr unter Einfluss stehenden Gebieten. Doch die Intensität nimmt spürbar zu, mit dem Fortschreiten des Friedensprozesses auf ein Ende hin. Und der Prozess der Mobilisierung gewinnt sogar noch an ungeahnte Stärke, seit dem die Regierung erstmals öffentlich die Gefahr eines Auftretens der Guerilla mit der lokalen Bevölkerung betont. Dies hat zur Folge, dass sich die Menschen noch mehr für die Sichtweise der aufständischen Bewegung interessiert.

Also hat der Medienskandal zum Auftreten von einigen Hundert FARC-EP-Kämpfern bei einem Treffen im Rahmen der „Friedenspädagogik“ zwischen Kommandierenden der Guerilla und der lokalen Bevölkerung in der nördlichen Provinz La Guajira durchaus etwas Gutes. Zwar verhängte die kolumbianische Regierung ein Reiseverbot für die Kader der FARC-EP, doch dies wird nicht zur Folge haben, dass keine Treffen zwischen Einheiten der Guerilla und der Bevölkerung zum Stand des Friedensprozesses, zu den politischen Zielen und zur Zukunft des Landes überall im Land geben wird. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist das Signal für die politisch-militärischen Kräfte der aufständischen Bewegung, ihre Arbeit aufgrund des Interesses noch zu steigern.

Bereits zuvor gab es große Treffen zwischen Kommandierenden der FARC-EP und der lokalen Bevölkerung in Caqueta, Putumayo, Nariño und Cauca. Besonders Punkt 3 der Agenda der Friedensgespräche steht dabei im Fokus der Aufklärung. Hierbei geht es um recht komplexe Themen wie einem bilateralen Waffenstillstand bis hin zu institutionellen Anpassungen des Staates bei der Umsetzung von Vereinbarungen und bei der Friedensbildung. Weiterhin sind Themen wie das ernste Problem der Beseitigung der paramilitärischen Gruppen, schließlich hat die Landbevölkerung darunter am meisten zu leiden, und die Freilassung der politischen Gefangenen der Guerilla als wichtig zu erachten.

Für einen endgültigen Friedensabschluss bedarf es auch Diskussionen und Vereinbarungen nicht nur zur Niederlegung der Waffen, sondern vor allem zur Reintegration der Guerillakämpfer in das zivile, politische, soziale und wirtschaftliche Leben. Das Interesse aller ist hier enorm groß. Im Fokus der Aufklärung stehen besonders die Regionen, in der die FARC-EP über Jahrzehnte nicht nur präsent ist, sondern sie Teil des Alltags sind. Kein Wunder also, dass nicht nur Propaganda wie Broschüren, Flyer und Handbücher in den Häusern zu finden sind, sondern es regelmäßige Treffen gibt.

Einige der Treffen richten sich nicht nur an die Gesamtheit der Bevölkerung. Oftmals gibt es spezielle Treffen mit Führungspersonen der Zivilgesellschaft, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen als Multiplikatoren weiter in die Zivilgesellschaft und in die politischen und sozialen Bewegungen tragen. Für die verschiedenen Regionen sollen teilweise eigene Lösungsansätze im Rahmen des Friedensprozesses und zukünftige Investitionen durch freiwerdende finanzielle Ressourcen gesucht und gefunden werden. Es ist das Ziel, jede Region nach den eigenen Bedürfnissen weiter zu entwickeln, ohne dass die politischen und wirtschaftlichen Eliten auf ihre korrupten Strukturen zurückgreifen können.

Es ist klar, dass viele Treffen, und natürlich diejenigen, an denen Kommandierende teilnehmen, von Einheiten der FARC-EP beschützt werden. Schließlich gibt es noch keinen Friedensabschluss und vor allem keine Lösung des Problems der Paramilitärs, die nicht scheuen, nicht nur die Guerilla anzugreifen, sondern auch die politische und soziale Opposition im Land als Ganzes. Die Elite hat Angst vor dem Machtverfall und will mittels ihrer Medien Angst unter der Bevölkerung schüren. Gerade in Bezug auf den bevorstehenden Generalstreik am 17. März kommt ihr jedes Mittel recht, um Guerilla und politischen Protest im Allgemeinen zu delegitimieren.

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