Guerilla legt Waffen nieder

Nach mehr als zwei Jahren des Friedensprozesses mit der kolumbianischen Regierung haben 86 Guerilleros und 13 Guerilleras der Nationalkoordination Bolivarische Armee (CNEB) am Nachmittag des 18. Juni ihre Waffen niedergelegt und sich in den Prozess der zivilen Wiedereingliederung begeben. Die Transition zum zivilen Leben haben die 99 Männer und Frauen dieser aufständischen Organisation in Valle del Guamuez, Provinz Putumayo, vollzogen, wo eine temporäre lokale Zone (ZUT) eingerichtet wurde. Anwesend waren neben Regierungsvertretern auch die lokalen Gemeinschaften der Region.

Die CNEB ist eine Struktur, die sich aus der Guerillakoordination des Pazifiks im Südwesten und der Struktur der Bolivarischen Grenzkommandos (Comandos de Frontera) unter dem Kommando von Geovanni Andrés Rojas, bekannt als Araña, zusammensetzt. Der Kommandant konnte selbst nicht aktiv an diesem Prozess teilnehmen, da er derzeit inhaftiert ist und einen Auslieferungsbefehl hat. Aber in einer Videobotschaft hörten die 99 Guerillakämpfer seine Botschaft und die Bitte, das Engagement für den Frieden fortzusetzen. Seine Kämpfer gaben ihm persönlich den 100. Platz in der Wiedereingliederungszone im Süden Kolumbiens.

Wie vereinbart, werden diejenigen, die am Prozess der Wiedereingliederung teilnehmen, in diesem Bereich ohne Waffen und ohne Uniformen in einem Umfeld bleiben, das Sicherheitsbedingungen und institutionelle Begleitung während des Transitionprozesses gewährleisten soll. Dort erhalten sie Unterstützung für ihre Integration in die Gesellschaft und für die Umsetzung von Initiativen, die es ihnen ermöglichen, wirtschaftliche und soziale Möglichkeiten zu schaffen. Das Gesetz wurde von den Verhandlungsführern als ein grundlegender Schritt betrachtet, um Vertrauen zwischen den Parteien aufzubauen und Engagement für die Suche nach einer politischen Lösung des Konflikts zu zeigen.

Die Grenzkommandos – Bolivarische Armee waren eine Abspaltung der dissidentischen FARC-EP und schlossen sich einst mit dem Zweiten Marquetalia unter dem Oberkommando von Iván Márquez zusammen. Nach Unstimmigkeiten wegen der Fortführung von Friedensgesprächen, welche von den Grenzkommandos befürwortet werden, spalteten sich diese vom Zweiten Marquetalia ab und firmierten mit der Guerillakoordination des Pazifiks zur Nationalkoordination Bolivarische Armee unter dem Oberkommando von Walter Mendoza, der das Friedensabkommen mit der Regierung begleitete. Sie sind vor allem in Putumayo und Caquetá aktiv.

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