Am Abend des gestrigen Samstags, dem 20. Juni, wurde der Tod von Iván Jacob Idrobo Arredondo, besser bekannt unter seinem Kampfnamen „Marlon“, bei einem Militäreinsatz bestätigt. Er war Anführer der Front Jaime Martínez und hoher Kommandant des Westblocks Kommandant Jacobo Arenas des Zentralen Generalstabs der FARC-EP unter dem Oberkommando Iván Mordisco. Damit wurde, sollte sich der Tod bestätigen, eine der höchsten Kommandanten des Zentralen Generalstabs der FARC-EP und des kolumbianischen Südwestens ausgeschaltet. Der Militäreinsatz mit Spezialkommandos fand in der Region Naya zwischen den Provinzen Cauca und Valle del Cauca statt. Mit seinem Tod verlieren die FARC-EP und der Westblock einen erfahrenen Kommandanten.
Er gehörte der ehemaligen 6. Front Hernando González Acosta der alten FARC-EP an, die sich 2016 im Zuge eines Friedensvertrages entwaffnete. Er wurde Teil der sich neu gruppierenden FARC-EP und Mitglied der Mobilen Kolonne Jaime Martínez und der Front Franco Benavides. Er war diejenige Person, die die Gründung des neuen Zentralblocks Isaías Pardo ankündigte und zuletzt Führungsposition im Westblock der FARC-EP innehatte. Kurz vor der Stichwahl und eine seitens der FARC-EP in diesem Kontext angekündigten Waffenruhe wird nun eine militärische Antwort der Guerilla erwartet. Die Sichtwahl findet an diesem Wochenende statt und eigentlich wollte die Guerilla mit positivem Beispiel auf Gewalttaten verzichten, um den Wahlprozess nicht zu beeinflussen. Dem kamen nun die staatlichen Sicherheitskräfte zuvor.
