Kommuniqué zu den Kriegsvorfällen in Guaviare

Zu den fast 50 Toten, die sich bei Kämpfen zwischen verfeindeten Strukturen der FARC-EP ereignet haben, gibt es ein Kommuniqué des Generalstabs des Blocks, der unter dem Oberkommando von Calarcá steht. Nachfolgend dokumentieren wir Auszüge davon, welches am 28. Mai veröffentlicht wurde.

„Der Generalstab des Blocks Jorge Suárez Briceño der FARC-EP informiert über die Kriegsvorfälle im Departamento Guaviare: Am 26. Mai dieses Jahres befand sich eine Kampfkolonne von hundert Kämpfern der Front ISAÍAS CARVAJAL über Nacht in ihrem Lagergebiet in dem Dorf La Siberia, Koordinaten 02 Grad 47 Minuten 12,69 Sekunden N, 71 Grad 45 Minuten 51,69 Sekunden W, als sie von zweihundertfünfzig Kämpfern von Mordisco, direkt von ihm geführt, überfallen wurden.“

    „Im Verlauf des Verteidigungsplans durchbrachen die Guerillas der Front ISAÍAS CARVAJAL mit gleichzeitigem, kompaktem Feuer und Bewegung den Belagerungsring, verursachten die ersten Verluste beim Feind und unterstützten erneut die im Angriff engagierten Einheiten. Nach drei Stunden Kampf zog sich der Feind zurück, ließ fünfzig Tote auf dem Schlachtfeld zurück und nahm eine große Anzahl Verwundeter mit.“

    Laut dem Kommuniqué gab es auf Seiten der Einheiten von Calarcá nur 2 gefallene Guerillakämpfer und drei Verletzte. Es wird ein Beileid an alle Angehörigen der gefallenen Männer und Frauen gesendet. Es konnte zahlreiches Kriegsmaterial beschlagnahmt werden. Zudem noch ein Aufruf:

    „Wir erheben unsere Stimme: Es reicht! Es sollen nicht weiterhin unschuldige bewaffnete Caucanos fallen, die den Befehlen von Mordisco folgen – einem geistig abweichenden, ideologisch begrenzten Psychopathen. An die mittelmäßigen Kommandeure im Cauca: Beteiligen Sie sich nicht daran, junge Leute von dort ohne Erfahrung zu schicken, um Iván bei seinen taktischen Wahnsinnstaten in einem ungerechten Krieg zu unterstützen.“


    „Allen jungen Kämpfern der Ersten Front ARMANDO RÍOS raten wir, von diesem verlorenen Krieg Abstand zu nehmen, den ihre Kommandeure gegen uns begonnen haben. Allen, die sich unseren Taktischen-Kampfeinheiten ergeben, wird das Leben respektiert und sie werden ihren Familien übergeben, so wie wir es seit Beginn der Konfrontation getan haben. Wir laden die jungen Caucanos und aus den anderen Regionen ein, sich nicht auf Abenteuer von Verantwortungslosen einzulassen.“

    „Dem kolumbianischen Volk teilen wir mit, dass dieses verheerende Ereignis, vier Tage vor einer Wahl, nicht von uns begonnen wurde. Es handelte sich um einen Akt der legitimen Selbstverteidigung.“

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