Kommuniqué der FARC: Beschränkungen für diplomatische Gremien, die Gebiete der Wiedereingliederung zu besuchen, verstoßen gegen die in den Abkommen vorgesehene Friedenskonsolidierung
Es wurde die Nachricht bekannt, dass einige Botschaften einen Brief von dem kolumbianischen Außenministerium erhalten haben, in dem einige Einschränkungen platziert werden, um die Regionalen Räume der Ausbildung und Wiedereingliederung (ETCR) zu besuchen. Der politische Rat der Alternativen Revolutionären Kraft des Volkes (FARC) lehnt solche Einschränkungen ab und hält sie für ein neues Hindernis für die Umsetzung des Friedensabkommens und den Prozess der wirtschaftlichen und sozialen Wiedereingliederung der ehemaligen Guerilla-Gemeinschaft.
Die Beschränkung der Begleitarbeit für die internationale Gemeinschaft verstößt gegen den Geist des Friedensabkommens. Einige Länder sind Bürgen oder Begleiter des Friedensprozesses seit der Phase der Verhandlung gewesen. Andere haben die Umsetzung mit erheblicher politischer und finanzieller Hilfe unterstützt. Die selbe Vereinbarung, im Punkt 6.4, betrachtet die internationale Begleitung als einen „Beitrag dazu zu leisten, die Garantien für die Umsetzung der Abkommen zu stärken“ und „die gemeinsame Anstrengungen stützen dabei, um eine erfolgreiche Umsetzung zu erreichen.“ (S. 214).
Die diplomatische Unterstützung war so gewesen, dass wir sagen können, dass ohne sie nicht der Wiedereingliederungsprozess möglich wäre. Dank internationaler Unterstützung wurden Initiativen ergriffen, um wirtschaftliche Alternativen für die Wiedereingliederung anzubieten.
Von Instanzen wie den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und mehreren akkreditierten Botschaften in Kolumbien wurden wichtige Mittel investiert, um die vom kolumbianischen Staat bei der Umsetzung hinterlassenen Lücken zu schließen und die Friedensinitiativen des farianischen Kollektivs zu stärken.
Beispiel für diese Kooperationsmaßnahmen: Der Europäische Friedensfonds hat 125 Millionen Euro für Investitionen bereitgestellt. Die Vereinten Nationen haben über den Fonds für die Festigung des Friedens auch Mittel in Höhe von 85 Millionen Dollar erhalten, mit denen mehr als 70 Projekte zum Nutzen von Opfern, Gemeinschaften und ehemaligen Kämpfern finanziert werden konnten.
Darüber hinaus wurden mit Mitteln aus Schweden in Höhe von rund 250.000 US-Dollar 28 Projekte der Sofortmaßnahmen finanziert, die sich auf die Lebensmittelautonomie der ETCR konzentrierten. Mit der Finanzierung von 670.000 US-Dollar durch Frankreich, Norwegen und Schweden wurden 37 Projekte der ETCR und den Wiedereingliederungsräumen unterstützt. Mit Mitteln aus Norwegen über 100.000 US-Dollar werden 10 Projekte von Frauen unterstützt, die sich in der Wiedereingliederung befinden. Und aus dem Multidonante-Fonds wurden 22 kollektive produktive Projekte der Wiedereingliederung mit Mitteln in Höhe von 4.700 Millionen Pesos kofinanziert.
Die Präsenz der internationalen Gemeinschaft und der Kooperationsagenturen in den ETCR zu verhindern, ist Teil der politischen Strategie, das Friedensabkommen zu zerreißen. Präsident Iván Duque kann keinen Wahlkampf für die Regierungspartei und die Auflösung des Friedensabkommens fordern. Es ist nicht wahr, dass Duque die Umsetzung des Friedensabkommens einhält, wie er in Europa erklärte.
Die ETCR sind grundlegende Szenarien für den Aufbau von Frieden und Versöhnung. Dort verwirklicht die farianische Gemeinschaft produktive Projekte, Bildungsaktivitäten und Lebenspläne in der Zivilgesellschaft an der Seite der Gemeinden. Es sind Räume, die Bürgern sowie nationalen und internationalen Institutionen offen stehen, wie jeder andere Punkt der kolumbianischen Geographie.
Nationaler Politischer Rat
Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes – FARC
Mit einem erneuten Mord an einem ehemaligen Guerillakämpfer der FARC in Nari
Der Nationale Rat des Volkes, die höchste Führungsinstanz der Alternativen Revolutionären Kraft des Volkes, einberufen zur Dringlichkeitssitzung durch den Parteipräsidenten, um die ernste Sicherheitslage zu analysieren, die unsere Militanz als Ganzes beeinträchtigt und die das Leben von 133 ehemalige Guerillakämpfern sowie 34 ihrer Verwandten gefordert hat sowie elf weiteren Verschwunden und schließen die mehr als 600 Landsleute, die wegen ihrer Führungsrolle in ihren Gemeinden ermordet wurden, hinzu kommen die ständigen Bedrohungen in den Gebieten und die Vertreibung von Tausenden von Landsleuten, erklärt:
Die schlechten Nachrichten bezüglich der systematischen Ermordung von FARC-Leuten reißen nicht ab. Nun wurden wieder zwei ehemalige Guerillakämpfer im Prozess der Wiedereingliederung,
Die politische Gewalt in Kolumbien nimmt weiter zu. Nicht nur die Bedrohungen und Morde an sozialen Aktivisten vor allem durch paramilitärische Strukturen sind sprunghaft angestiegen, sondern auch die Morde an sich im zivilen Wiedereingliederungsprozess befindlichen FARC-Kämpfern hört nicht auf.
Die Frente Fuerza Unida del Pacífico (FUP), zu deutsch Front der Vereinigten Kraft des Pazifiks, gibt in einem Video seine Entstehung bekannt. Zu dieser neuen Struktur würden insgesamt 400 Personen gehören, die wiederum in 3 Fronten mit Stützpunkt in der Region Naya organisiert sind. Diese Region befindet sich an der Pazifikküste der beiden Regionen Cauca und Valle del Cauca.
Mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, das höchste Amt der Provinz Caquetá in Form des Gouverneurs Álvaro Pacheco, mit siebeneinhalb Jahren Haft zu verurteilen, gerät die sogenannte Para-Politik erneut in die Schlagzeilen. Als Para-Politik wird die Zusammenarbeit von paramilitärischen Organisationen und der Politik bezeichnet. Diesmal traf es die im Caquetá stark vertretene Liberale Partei. Es belebt auch den Geist der Parapolitik in einer Region, die sehr stark vom Konflikt betroffen war.
Öffentliche Erklärung der politischen Partei FARC aus der Provinz Córdoba
Zahlreiche Organisationen versammelten sich am 27. Mai in Caracas in Venezuela an der Plaza Manuel MarulandaVélez, um den 55. Jahrestag der FARC-EP zu feiern. Dieser Feiertag wurde sonst auch in Kolumbien groß von der ehemals aufständischen Organisation gefeiert, diesmal gab es jedoch nur mehrere Nachrichten aus der Führungsriege in den sozialen Kanälen. Nur einige ehemalige Kommandierende um Iván Márquez äußersten sich in einem Kommuniqué.
Lateinamerika, in unserem Falle Kolumbien, feiert den „Bicentenario“, das 200. Jubiläum der Unabhängigkeit und Gründung vieler lateinamerikanischen Republiken, also auch Kolumbien durch Simón Bolívar. Kolumbien feiert und ehrt den Unabhängigkeitstag vor 200 Jahren, als der Befreier „Libertador“ Simón Bolívar die spanischen Kolonisatoren vertrieb und fünf Ländergebiete befreite: Kolumbien, Venezuela, Ekuador, Peru und Bolivien.
Der Abgeordnete Benedicto González kritisiert in mehreren Mitteilungen auf seinem Twitter-Account den Vorsitzenden der FARC-Partei Timochenko für seinen Brief gegen Iván Márquez. Darin macht er deutlich, dass dies nur die Meinung des Vorsitzenden der Partei ist und keine Meinung der Direktive der FARC-Partei. In dem Brief greift Timochenko den bei der Basis beliebten und sich derzeit an einem unbekannten Ort aufhaltenden Iván Márquez für dessen Sprache in einem Brief an die Basis der FARC an. Benedicto González ist der erste aus der Führungsriege der FARC-Partei, der Timochenko für seinen Führungsstil und sein Auftreten kritisiert.
Es ist Zeit, unsere Stimmen gegen die menschliche Armseligkeit des Systems zu erheben, das vom Uribismus und der US-Botschaft angeführt wird, gegen den Friedenstraum von Millionen von Menschenseelen, die mehr als ein halbes Jahrhundert bewaffneter Konfrontation beenden wollten.