Morde und Aufarbeitung nah beisammen

Der ehemalige Guerillakämpfer der sich entwaffneten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP), Daniel Jiménez, wurde in der kolumbianischen Gemeinde Puerto Guzmán, Provinz Putumayo, trotz des Friedensaufrufs der Partei FARC, die aus der ehemaligen Guerilla heraus entstand, auf der Suche nach Garantien für die persönliche Sicherheit der ehemaliger Kämpferinnen und Kämpfer getötet.

Der Mord ereignete am Sonntag, dem 16. Februar, um 21 Uhr. Sein Leichnam wurde in die Gemeinde Curillo in der Provinz Caquetá überführt. Man teilte auch mit, dass er durch mehrere Schüsse von unbekannten Männern starb. Seit Anfang des Jahres gibt es eine Gewaltwelle in der südlichen Provinz Putumayo, ursächlich durch das Vordringen von paramilitärischen Gruppen gegen die hier stark präsente und sich neu bewaffnete Guerilla FARC-EP.

Fast 190 ehemalige Guerilleras/os wurden bereits nach der Friedensunterzeichnung ermordet. Den Morden steht die Aufarbeitung des Konfliktes gegenüber, der gerade läuft. So gab es in Bogotá den langersehnten Auftritt von Mitgliedern des ehemaligen Führungsgremiums der alten FARC-EP vor der Wahrheitskommission, dem sogenannten Sekretariat. Diese Aussagen sind der Beitrag zur Aufarbeitung des Konfliktes. Hierzu gibt es mehrere Runden zu verschiedenen thematischen Bereichen.

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