Frieden in Cauca weiter nicht in Sicht

Die Angriffe der Guerilla und Kämpfe in der Provinz Cauca reißen nicht ab. Immer wieder werden Kämpfe aus verschiedenen Regionen der südwestlichen Provinz gemeldet. Zum einen führen die Staatlichen Sicherheitskräfte Operationen gegen den Block Kommandant Jacobo Arenas der FARC-EP mit seinen Fronten durch, auf der anderen Seite greift die Guerilla militärische Anlagen oder die Patrouillen an. So griffen Guerillakämpfer der Front Jaime Martínez am Mittag des gestrigen Mittwochs militärische Einrichtungen in der Gemeinde Morales, Provinz Cauca, an. Sie haben dabei über 30 Minuten lang mittels Gewehrfeuer, Sprengstoffen und Drohnen gleichzeitig die Polizeistation und eine wenige Meter entfernte Militärbasis attackiert. Fünf Personen der staatlichen Sicherheitskräfte wurden dabei verletzt.

Zuvor gab es bereits Kämpfe im ländlichen Gebiet der Gemeinde Caloto, bei dem Soldaten mit Sprengsätzen angegriffen wurden, die ebenfalls mittels Drohnen abgeworfen wurden. Nach Angaben indigener Behörden des Sektors ereignete sich der Vorfall im ländlichen Raum etwa 45 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, wo Truppen des Bataillons für Landoperationen Nr. 12 in Kämpfe mit der Front Dagoberto Ramos verwickelt wurden. Hier sind mindestens drei Soldaten verletzt worden. Aktuell scheint es keinen Ausweg aus dem bewaffneten Konflikt zu geben, auch wenn die FARC-EP zuletzt in einem Kommuniqué Ende April die Notwendigkeit nach einer Lösung des politischen und bewaffneten Konfliktes betonte.

„Die FARC-EP haben im Laufe der Geschichte gezeigt, dass unser Ansatz und auch immer unser Ziel die politische Lösung des sozialen und bewaffneten Konflikts ist. Die Eliten und die jeweils amtierenden Regierungen haben darauf bestanden, die FARC-EP auf eine kriminelle Bande zu reduzieren und unsere Stellung als politisch-aufständische Kraft mit Verwurzelung in den Territorien und einem nationalen Programmvorschlag zu leugnen. Wenn unsere politische Natur ignoriert wird, verschließt der Staat die Türen zum Dialog und vertieft die Spirale der Gewalt, in deren Strudel immer wieder Zivilisten geraten“, heißt es da in dem Kommuniqué des Zentralen Generalstabs der FARC-EP, welches im Zuge des fehlerhaften Angriffs der Guerilla in Cajibío herausgegeben wurde, bei dem 22 Menschen getötet worden sind.

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