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Friedensbotschaft der FARC-EP
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Aufständische für den Frieden
„Aufständische für den Frieden“ ist eine Dokumentation unter der Leitung von Guillermo Planel über die Friedensgespräche der FARC-EP und ihren Kampf für den Frieden in Kolumbien. In dem Doku-Film kommen verschiedene Vertreter der Friedensdelegation der FARC-EP zu Wort. Die Koproduktion ist auf Spanisch und dauert mehr als 82 Minuten.
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Das Ziel Kolumbiens darf nicht der Krieg sein
Eine Botschaft für den Frieden und Versöhnung senden die FARC-EP an Kolumbien
„Das Ziel von Kolumbien darf nicht der des Krieges sein“. Mit diesem Satz des Kommandierenden Jacobo Arenas luden die FARC-EP das gesamte Land ein, um sich im Prozess für den Frieden zu vereinigen. Diese Botschaft wurde durch den Kommandierenden Iván Márquez aus dem Palast der Konventionen in Havanna gesendet, dort wo die Friedengespräche ihren Sitz haben.
In dem Dokument rufen die FARC speziell die sich als Feinde des Friedensprozesses sehenden auf, um nach Havanna zu kommen „und durch eine respektvolle Debatte von Ideen und Visionen des Landes Einverständnis zeigen, mit dem Ziel der Brüderlichkeit, welches unser gemeinsames Land verdient.“
Die Einladung soll sich auf „alle Personen, Kollektive, Kommissionen, Politiker, Beamte und Parlamentarier, Inhaber und Direktoren der Medien, an die Regierung der Vereinigten Staaten, Geschäftsleute und Banker, Akademiker, soziale Organisationen und politische Bewegungen“ erstrecken.
An diejenigen, „die sich nicht auf der Suche nach dem Frieden durch den Weg einer politischen Lösung verpflichtet fühlen. Um Animositäten abzulegen, um Misstrauen und Bedenken zu klären und die Bemühungen zu einen, dafür dass Kolumbien in Gegenwart und Zukunft ein Szenario des guten Lebens für alle ist, jenseits der ideologischen, politischen und aller anderen Unterschiede, da wir alle unseres Vaterlandes sind“, betonte die Botschaft erneut.
Aber es bezieht sich auch auf die Skeptiker des Prozesses, an diejenigen der Unwissenheit „oder an den unglückliche Fehler zu denken, dass die Probleme und sozialen Unbehaglichkeit gelöst werden können durch das Ertrinken der Heimat in Blut. Oder weil sie sich aus einer vergeblichen Laune heraus an der Verlängerung der Konfrontation festhalten, um damit ihre Verantwortung zu verstecken, weil sie das Land in die Hölle des Krieges, Ausplünderungen und Elend stießen.“
Der Anruf ist, die Gleichgültigkeit liegen zu lassen und nicht zu erlauben, dass die Möglichkeit den Konflikt zu lösen, der unser Land ausgeblutet hat, aus den Händen zu geben. „Es wäre töricht, unsere Kinder und künftige Generationen würden es uns nicht verzeihen“, betont er.
Der Frieden ist eine kollektive Konstruktion, in der die ganze Gesellschaft verpflichtet ist „einen Weg des Dialogs, den wir anstreben, zu führen bis zur Unterzeichnung einer endgültigen Einigung, der die Türen der nationalen Versöhnung und des Friedens öffnet“, bekräftigt er.
Am Ende machte Iván Márquez die Ankündigung der Präsentation eines Konzeptpapiers, das die Vision von der FARC-EP enthält, die Diskussion über das Problem der Opfer des Konfliktes, entsprechend dem fünften Punkt der Agenda, in Angriff zu nehmen. In dem Dokument entwickelt die FARC-EP die 10 mit der Regierung vereinbarten Prinzipien, um das Thema zu diskutieren, welches durch eine gemeinsame Erklärung (Nummer 37) am 6. Juli 2014 veröffentlicht wurde.
Er sagte auch, dass in der Vorbereitung dieses Dokuments, die farianische Delegation „einen großen Aufwand gemacht hat, um die Visionen, Hoffnungen, Gefühle der vielen Menschen einfließen zu lassen, die sich vor kurzem in den Foren für die Opfer beteiligten, die in verschiedenen Teilen des Landes durchgeführt wurden und mit dem Nationalen Forum in der Stadt Cali endeten.“
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Hört Voz de la Resistencia!
In Zeiten wie diesen sind die Medien enorm wichtig für Informationen und zur Kommunikation mit der Außenwelt. So auch für die FARC-EP, die kolumbianische Guerilla, die seit mehreren Jahren auf verschiedenen medialen Wegen ihre Informations- und Kommunikationskultur betreibt. Kein Wunder also, dass die Medien und im Besonderen der Radiosender „Voz de la Resistencia – Die Stimme des Widerstandes“ der FARC-EP ein bevorzugtes Ziel der staatlichen Sicherheitskräfte sind. Die Bomben soll die Propaganda der Guerilla auslöschen, die die Bevölkerung mit einer anderen Sichtweise der politischen und sozialen Realität vertraut macht, während die staatlichen Monopole der Information wie RCN, Caracol oder El Tiempo gegen die Guerilla hetzen und ein neoliberales Kolumbien verkörpern. Von einer Medien- und Pressefreiheit kann in Kolumbien also nicht die Rede sein.
Bis Mitte der 1990er Jahre waren die medialen Möglichkeiten der FARC-EP sehr beschränkt. Es wurden zwar regelmäßig Bulletins und Zeitschriften, wie die Resistencia, herausgegeben, doch erst ab 1997/98 wurde auch die Form des Radios genutzt. So errichtete die FARC-EP ein bolivarisches Radio, einen Untergrundsender, der täglich für einige Stunden Programm aus den Bergen in verschiedene Landesteile sendete. Besonders im Norden in den Regionen Urabá und Antioqueño auf der Frequenz 105.9 FM, doch auch in der kolumbianischen Zentralkordillere und in Caquetá und Putumayo war und ist der Sender ein tagtägliches Medium.
Mit dem Sender informieren die FARC-EP nicht nur die Bevölkerung, sondern auch ihre Kämpfer und Kämpferinnen. Es werden Kommuniqués der Generalstäbe verlesen, über die Entwicklungen in den verschiedenen Landesteilen informiert, Nachrichten analysiert und politisch-kulturelle Programme kreiert. Die kleinen Radiosender senden meist von 5:30 Uhr bis 6:30 Uhr in der Früh, für eine Stunde am Mittag (13:00 bis 14:00 Uhr) und beenden ihr Tagesprogramm am Abend von 17:30 bis 19:30 Uhr. Oftmals werden nach wenigen Stunden oder spätestens nach einem Tag Ortswechsel vorgenommen, um die Ortung durch die staatlichen Sicherheitskräfte zu vermeiden. Das technische Equipment umfasst dabei nur wenige Rucksäcke einer kleinen Einheit, in der es Verantwortliche für das Programm, die Technik und vor allem für die Sicherheit der Guerilleros gibt.
Ein großer Bestandteil des Programms sind Dokumente und Kommuniqués der FARC-EP, sowie ihrer Organisationen wie dem Movimiento Bolivariano (Bolivarische Bewegung) und der Kommunistischen Untergrundpartei Kolumbiens (PCCC). Wie in der Geschichte der Guerilla haben auch spezielle Tage einen wichtigen Standpunkt im Programm. Dazu zählen der Gründungstag (27. Mai), der Tag des heroischen Guerilleros (8. Oktober), der Internationale Frauentag (8. März), der Internationale Tag der Arbeit (1. Mai) oder auch der Tag des Angriffs auf das Hauptquartier der FARC-EP (9. Dezember). Doch auch die interne Information, Verhaltensweisen und Regeln des Umgangs der Guerilla mit der Bevölkerung, werden regelmäßig für beide Seiten verlesen. Und zu allerletzt gibt es natürlich auch Musik der Guerilla. Heute, in den Zeiten des Internets, gibt es ein regelmäßiges Programm von Radio Bolivariano – Voz de la Resistencia, welches jederzeit an jedem Ort abrufbar ist und wie hier gerne weiter empfehlen.
Hört Voz de la Resistencia! Für die Kontrainformation!
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Frauen in den Spezialkräften der FARC-EP
Kurzdokumentation (Spanisch – 5:20 Minuten) eines Kampftrainings der Ausbildungsschule Efraín Guzmán (ehemaliger Mitbegründer der Guerilla und Mitglied des Sekretariats der FARC-EP) von Guerilleros und Guerilleras des militärischen Blocks Martín Caballero, die zeigen soll, dass auch zahlreiche Frauen an den Ausbildungskursen der Guerilla und Spezialkräfte teilnehmen.
Dokumentation vom Bolivarischen Sender „Voz de la Resistencia“ – Stimme des Widerstandes
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FARC-EP werden sich Militärs nicht unterordnen
Die FARC-EP haben in zahlreichen Bekundungen und Kommuniqués ihren Unmut über das Vorpreschen der Regierung unter Juan Manuel Santos zur Bildung eines militärischen Übergangskommandos kundgetan. Sie verstehen dieses Konstrukt als ein Unterordnen der aufständischen Bewegung unter den der staatlichen Sicherheitskräfte. Dieser Punkt ist nicht akzeptabel für die FARC-EP, so der Kommandierende und Verhandlungsführer der Delegation der FARC-EP, Iván Márquez. „Die Gespräche entwickeln sich zwischen zwei gleichen Parteien, wo es keine Gewinner oder Verlierer gibt.“ Der Punkt zur Bildung eines militärischen Übergangskommandos ist allein auf die Initiative der Regierung angeregt worden.
Im Gegenteil dazu hatte Pablo Catatumbo vorgeschlagen, ein „Guerilla-Kommando der Normalisierung“ zu bilden. Darin sollte unter anderem die Rolle der Streitkräfte und ihre verfassungsgemäße Rolle und die Verteidigung der nationalen Würde und in ihren Grenzen analysiert werden. Zusätzlich sollte ergründet werden, wie die Anti-Guerillaeinheiten der Armee im ganzen Land demobilisiert werden können, da es für sie im Falle eines Friedensvertrages keine Notwendigkeit mehr geben würde. In den Erklärungen der Guerilla heißt es, mit dem militärischen Übergangskommando versuche die Regierung die Punkte der Allgemeinen Vereinbarung zwischen Regierung und FARC-EP zu umgehen und sich nur darauf zu konzentrieren, dass es einen Waffenstillstand und eine Waffenabgabe seitens der Guerilla gibt. Der Friedensprozess müsse jedoch integral und simultan verlaufen und dürfe sich nicht nur auf eine faktische militärische Niederlage der Guerilla beziehen.
Die FARC-EP hatte ebenfalls vorgeschlagen, für die Schaffung einer Kommission zur Untersuchung des paramilitärischen Phänomens zu sorgen. Die Welt solle wissen, warum der Paramilitarismus mit all seinen Erscheinungsformen, wie seine Entwicklung war, wie er operierte, gefördert und finanziert wurde. Zudem sind Teile des Phänomens noch am Leben und müssten untersucht werden. Die Kommission sollte sich aus nationalen und internationalen Persönlichkeiten zusammensetzen. Die Reaktion der FARC-EP bezieht sich auf die jüngsten Äußerungen von Präsident Juan Manuel Santos, der sagte, dass die Streitkräfte mit der Sicherstellung der „Demobilisierung“ und „Entwaffnung“ der Aufständischen beauftragt seien. Eine Reform der staatlichen Sicherheitskräfte hingegen sei nicht verhandelbar, so der Präsident.
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FARC-EP grüßen Teilnehmer des Forums von Sao Paolo
„Wir haben immer die Teilnahme der internationalen Gemeinschaft in der politischen Lösung des Konfliktes positiv wahrgenommen“ Kommandant Alfonso Cano
In einem Kommuniqué der Internationalen Kommission der FARC-EP von dieser Woche werden die Teilnehmer des zwanzigsten Forums von Sao Paolo gegrüßt. Das Forum, welches den Namen des Gründungsortes trägt, ist ein Treffen von linken Bewegungen und Parteien, das dieses Jahr in La Paz (Bolivien) stattfindet. Der Beginn des Forums ist für den heutigen Tag vorgesehen.
„Die Compañeras und Compañeros Teilnehmenden des XX. Treffens des Forums von Sao Paolo, FSP, bekommen als Repräsentanten der Parteien und politischen und sozialen Bewegungen im Kampf und in der Errichtung von populären alternativen zum Neoliberalismus, Kapitalismus und Imperialismus einen bolivarischen Gruß der FARC – Volksarmee.“
Die aufständische Bewegung sieht sich als Teil der Linken des Kontinentes, als Teil des Widerstandes der Menschen und als Antriebskräfte und deswegen „sind wir anwesend in diesem Treffen und bekräftigen unsere Übereinstimmung mit dem Slogan `Die Armut und die imperialistische Gegenoffensive vernichten, das Gute Leben erobern, für die Entwicklung und die Integration in Unserem Amerika´, ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum Aufbau einer gerechten Gesellschaft für alle.“
Der Feind wird es nicht schaffen, die Kräfte des Volkes zu und der Linken zu splitten, so das Kommuniqué der Internationalen Kommission der FARC-EP. Es wird an die Einheit der Linken und an die Solidarität, unter anderem mit den linken Volksregierungen, appelliert. Sie verweisen auf die eigenen Fortschritte bei dem Aufbau eines Landes mit sozialer Gerechtigkeit, einem würdevollen Leben, Arbeit, Demokratie und Souveränität, in dem sie schon drei Abkommen und weitere Vereinbarungen im Rahmen der Friedensgespräche abgeschlossen haben.
„Das Forum von Sao Paulo kennt unseren politischen Willen und die Entschlossenheit, den Frieden zu erreichen, es weiß, dass wir kämpfend gegen die militärische Aggression gegen das Volk geboren wurden. Es weiß, dass wir kein bewaffneter Apparat sind, es weiß, dass die Waffen noch nie das Ende der FARC-EP selbst gewesen sind und es weiß, dass der Frieden für uns ist viel mehr ist als das Schweigen der Waffen, denn dieser ist nur möglich, wenn wir die wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Gründe als Ursprung der Konfrontation lösen.“
„Unser Widerstand ist im Wesentlichen politisch, und wenn wir es mit der Waffe in der Hand tun, dann als Reaktion auf die Gewalt, die von der Oligarchie in Übereinstimmung mit den imperialen Mandatsträgern auferlegt wird. Selbst inmitten der Gespräche in Havanna töten die Feinde des Friedens, diejenigen die vom Krieg verdienen, weiter, sperren ein, vertreiben und bedrohen jene, die mit Würde und Mut Widerstand leisten.“
Im Kommuniqué gedenken sie jenen Frauen und Männern, die im letzten Jahr ermordet worden sind. Als Beispiele nennen sie Personen vom Marcha Patriótica, vom Congreso de Los Pueblos, von den sozialen und populären Bewegungen, Indígenas oder die Afro-Gemeinden. Außerdem zeigen sie Einverständnis mit der Proklamation des Plenums der CELAC-Gemeinschaft vom Januar 2014 in Kuba, als verlautbart wurde, dass „der Frieden Kolumbiens der Friedens des Kontinents ist.“
Deshalb brauchen die Friedensgespräche in Havanna die Unterstützung des Forums von Sao Paolo.
„Wir laden Sie ein, Männer und Frauen mit der Vision eines Großen Vaterlandes, sich in ihren Ländern, in Unserem Amerika und in der Welt nach ihren Möglichkeiten solidarisch zu zeigen.“ Dies kann sowohl auf der Straße, als auch auf institutioneller Ebene geschehen und soll ein Beitrag auf dem Weg zu diesem edlen Ziel sein, so die FARC-EP.
Dem schließen wir uns als Kolumbien Info an. Erfolg für die Arbeit des Forums von Sao Paolo in La Paz und Grüße an die Internationale Kommission und alle politisch-militärischen Strukturen der FARC-EP!
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Guerilleros als Opfer des sozialen und bewaffneten Konflikts: Cristian
Cristian und seine Familie lebten in dem Dorf Costa Rica welches sich in der Gemeinde von San Juan de Arama im Departement Meta befindet. Dort verbrachte er seine Kindheit bis zum Alter von 12 Jahren.
Im Jahr 1990 waren sein Vater und sein Onkel von der Gemeinde San Juan de Arama in Richtung des ländlichen Dorfes Costa Rica mit dem Motorrad unterwegs, als sie von acht Mitgliedern der Nationalen Polizei, die in jenem Moment in Zivil gekleidet waren, abgefangen. Die Mitglieder der staatlichen Sicherheitskräfte raubten den Onkel und den Vater von Cristian aus, Geld aus dem Verkauf von mehreren Ladungen Mais und später durchsiebten sie sie mit 12 und 10 Schüssen. Inmitten des Alkoholrausches erzählten die Polizisten das Verbrechen in einem Bordell, als sie den Gelderlös aus dem Raub ausgaben. Auf diese Weise bekamen die Bevölkerung und dann die Familie von Cristian mit, wer die Urheber und was das Motiv für den Mord waren.
Einige Tage später ging die Familie von Cristian zur Polizeistation in San Juan de Arama, um den entsprechenden Vorfall zur Anzeige zu bringen. Aber die Reaktion des Leitenden der Polizeistation war erzürnt und eine groteske Bedrohung, mit den Worten von Cristian: „Das Beste was sie tun können ist ihre Koffer und ihre vier Anhängsel zu nehmen und von hier zu verschwinden, denn wenn sie hier in der Nähe immer noch anzutreffen wären, dann werden wir alle töten.“
Aufgrund einer solchen Bedrohung, und ohne Zweifel, sie würde von den Mitgliedern der staatlichen Sicherheitskräfte wahrgemacht werden, Cristian und seine Familie waren gezwungen, aus der Region zu verschwinden. Sie verließen ihre Finca und ihr Haushaltsvermögen, um ihr Leben zu schützen und sie gingen direkt nach Villavicencio, der Hauptstadt von Meta. Dort wurden Cristian, er war der älteste von vier Brüdern, und seine Mutter mit der schwierigen wirtschaftlichen Situation konfrontiert und zu gleicher Zeit litten sie unter dem Verlust ihrer Lieben. Ein Verlust vor allem deshalb, weil die Täter ungestraft bleiben würden und weil bis heute keine Gerechtigkeit getan wurde. Aus Angst vor Repressalien und Drohungen hat die Familie nie weiter versucht, eine entsprechende Anzeige dieses staatlichen Verbrechens in den Händen der Mitglieder der Nationalen Polizei anzustrengen.
Acht Jahre später, als Cristian 20 Jahre seines Lebens zählte, trat er der FARC-EP zusammen mit einem Cousin bei. Hier begannen neue Episoden von Gewalt und Verbrechen gegen seine Familienmitglieder.
Im Jahr 2001 reisten die Tante Judith und eine Cousine von Cristian in einem Bus, der von Acacias nach San Martin (Meta) fuhr, und sie Opfer einer einer Straßensperre von der paramilitärischen Gruppe „Los Centauros“ wurden. Mit einer Liste in der Hand mussten sie den Bus verlassen, sie wurden schikaniert und der Zusammenarbeit mit der Guerilla bezichtigt. Sie wurden schließlich gefoltert, ihre Brüste abgeschnitten und zuletzt erschossen. Die Leichen wurden in den Müllhalde von Acacias gefunden und als seine Familienmitglieder dort hinfuhren um die Leichen in die Leichenhalle der Gemeinde unterzubringen, wurden sie verschiedenen Problemen ausgeliefert und ohne weiteres die gesamte Familie beschuldigt, Kollaborateure der Aufständischen zu sein. Die Familien wurden wieder bedroht und in Alarmzustand versetzt, keine Anzeigen von eines der Verbrechen durchzuführen, im Gegenzug für die Erhaltung ihres Lebens und der persönlichen Unversehrtheit.
Kürzlich, im Jahr 2013, als Cristian bereits ein fester Bestandteil der FARC-EP war, wurde er von Meldestellen der kolumbianischen Armee kontaktiert, um ihn dazu zu bewegen, Mord und Auslieferung von Dutzenden seiner Mitstreiter durchzuführen. Der Staat, mit dem Mittel des schmutzigen Krieges, drohte ihm mit dem Mord und der Gefährdung des Lebens seiner engsten Familienmitglieder. Seine Mutter und seine Brüder wurden unterdessen auch kontaktiert, um Cristian zu überzeugen, eine verräterische Aktion gegen die Organisation zu realisieren. Dazu sollte er einen Mikrochip in das Lager des Kommandanten der Front einzuführen. Cristian ergab sich nicht dem starken Druck. Im August dieses Jahres fand die letzte Kommunikation mit der Mutter von Cristian statt. Bis dahin stiftete die Armee seine Familie per Telefon weiter an. Zum heutigen Tag ist nichts über das Schicksal seiner Angehörigen bekannt.
Berge von Kolumbien, 24. August 2014
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Guerilleros als Opfer des sozialen und bewaffneten Konflikts: Norbey
Am Anfang des Jahres 2000 überfielen Paramilitärs unter dem Kommando von Martin Llanos, begleitet und in direkter Form unterstützt vom Bataillon 21 Vargas, stationiert in Granada (Meta) die Gemeinde El Castillo im Departement Meta. Die Gemeinde machte aus, dass die Militärs die offizielle Kleidung gegen die von den Paramilitärs ausgetauscht hatten, um kriminelle Massaker an der Zivilbevölkerung durchzuführen, die vermeintliche Kämpfer oder Unterstützer der Guerilla zu sein schien. Sie ließen auch ihre offiziellen Waffen außen vor und benutzten AK-47-Gewehre, um die Opfer zu ermorden.
Bei ihrem Vormarsch durch das Territorium hinterließen sie Tod und Verwüstung. Norbey war bis dahin 13 Jahre alt und arbeitete auf der Finca, gelegen in der Ortschaft La Floresta, die Don Gabriel Quiguanás gehörte. Dort bekamen sie die Nachricht mit, dass die Paramilitärs in der Ortschaft La Esperanza waren, die ihnen am nächsten war. Mit der bevorstehenden Ankunft der Paramilitärs ging Norbey am Morgen von der Farm wo er arbeitete zum Haus seiner Mutter. Noch am selben Tag kamen die blutrünstigen Männer unter dem Kommando von Martin Llanos in der Finca von Quiguanás an. Dort wurde die gesamte Familie, mit Ausnahme von zwei Brüdern, geschlagen und eingesperrt. Einen von ihnen folterten sie in dem sie den Lauf einer Waffe durch den Darm einführten, den anderen, genannt Edier Quiguanás, schlugen sie und wenig später erschossen sie ihn dann.
Nachdem er dort wo seine Mutter war, deren Haus war das letzte im Dorf La Floresta bevor der Dschungel anfing, ging er zum Haus seiner Tante, welches das war, wo er in der Regel lebte. Als er dort war, erfuhr er, dass die paramilitärische Gruppe in das Haus seiner Mutter gekommen war, mit dem Vorwurf, sie sei eine Unterstützerin der Guerilla und sie habe 10 Minuten, um das Haus zu verlassen. Sie nahm nur das mit, was sie in der kurzen Zeit möglich war. Wie es für eine Frau natürlich ist, nahm sie mit was sie konnte, darunter ihre sieben kleinen Kindern, um schließlich in Richtung ihrer Schwester zu flüchten (die Tante von Norbey).
Nach drei Tagen ging Norbey zum Haus seiner Mutter, welches er total ausgebrannt wiederfand. Er sah auch einige Tiere, die sich retten konnten, darunter eine kleine Ente, deren Schwanz war halb verkohlt war. Inmitten der Trauer dachte er: Wie könnten sie das alles bezahlen? Sie waren bescheiden lebende Bauern, die Kaffee anbauten. Er beschloss sofort, sich der Guerilla anzuschließen, aber in die Reihen ließ man ihn nicht aufgrund seines jungen Alters. Also traf er die Entscheidung, seine Mutter und seine sieben Brüder und Schwestern in ihrer Vertreibung in die Hauptstadt zu begleiten. Sie realisierten dies nur mit dem wenigen Geld und ein paar Kleidern, die sie vor dem Feuer und der Zerstörung ihres Zuhauses zu retten vermochten.
Als sie sich auf dem Weg nach Bogotá machten, kamen sie über Puerto Esperanza vorbei, einem kleinen Ort, wo sie notwendige Lebensmittel kaufen wollten. Dort trafen sie nur auf 3 Personen, denn der Rest der Dorfbewohner floh vor einem paramilitärischen Einmarsch. Diese Leute sagten ihnen, dass sie dem Cousin Luis von Norbey, der als Rinderzüchter in der Region arbeitete, sein Gesicht und seinen Körper mit Säure verbrannt und ihn später in einem blutigen Schauspiel getötet hatten. Die entsetzte und erschütterte Familie konnte nichts Weiteres tun, als weiter zu ziehen in ihrer Vertreibung.
Nach der Ankunft in Bogotá war alles schwierig, weil sie mit Nichts in das Haus eines entfernten Verwandten ankamen. In den folgenden Tagen gingen sie zu einer staatlichen Institution für die Gewährung der Beihilfe für die Opfer der Vertreibung. Hier erhielten sie ein paar Matten, einige Reinigungsmittel und eine Hilfe, um den Hunger für mindestens 15 Tage zu stillen.
Kurz Zeit später kontaktierte Norbey einen ihrer Onkel, der in La Uribe (Meta) arbeitete. Er empfahl ihm, dass er dort hingehen könnte um in der Region im Kokaanbau zu arbeiten. Er war dort für etwa ein Jahr, aber die Ermordung von zwei seiner Landarbeiterkollegen zwischen Julia und Mesetas (Meta) und die anschließende Präsentation als Guerilleros, die im Kampf getötet wurden (Verbrechen von der Armee verübt), forderten ihn erneut heraus nach Bogotá zu fliehen.
Am 8. Dezember 2001 kam er nach Bogotá, wo er mit dem Liebhaber der Mutter anfing, mit einem Pferdefuhrwerk, die Abfälle der Hauptstädter zu sammeln und zu recyceln. Diese Arbeit hielt er bis zum März 2002 aufrecht, ein Zeitpunkt in der ihm seine Mutter ausreichend Geld gab, um in das Departement Vichada zu gehen, um dort mit einem Cousin zu arbeiten. Im September schickte er seiner Mutter das Geld, das er sich geliehen hatte und trat anschließend in die Reihen der FARC-EP mit einem Alter von 15 Jahren ein. Mit der Entscheidung und in den Worten von Norbey, wurde er von der harten wirtschaftlichen und sozialen Lage getrieben, in welcher die Familie und all die Verwandten litten, genau wie der Rest des ganzen Landes, die auch Opfer der Gewalt des Staates und seiner paramilitärischen Kräfte wurden… So war es die einzige Form der Verteidigung. Norbey sagt, dass seine ganze Familie ein Opfer des kolumbianischen Staates aufgrund ihres revolutionären Kampfes ist und bestätigt, dass 17 Familienmitglieder als Teil der Guerilla im Kampf getötet wurden, Er erinnert sich nur an einige Namen von ihnen: Arnulfo, Ricardo, Wilington, Armando, die seine Onkel waren; Danilo, Wilder, Esteban, Alberto, Omerli, John Jairo, die seine Cousins waren und Edilson, sein Bruder.
Berge von Kolumbien, 22. August 2014
Bei ihrem Vormarsch durch das Territorium hinterließen sie Tod und Verwüstung. Norbey war bis dahin 13 Jahre alt und arbeitete auf der Finca, gelegen in der Ortschaft La Floresta, die Don Gabriel Quiguanás gehörte. Dort bekamen sie die Nachricht mit, dass die Paramilitärs in der Ortschaft La Esperanza waren, die ihnen am nächsten war. Mit der bevorstehenden Ankunft der Paramilitärs ging Norbey am Morgen von der Farm wo er arbeitete zum Haus seiner Mutter. Noch am selben Tag kamen die blutrünstigen Männer unter dem Kommando von Martin Llanos in der Finca von Quiguanás an. Dort wurde die gesamte Familie, mit Ausnahme von zwei Brüdern, geschlagen und eingesperrt. Einen von ihnen folterten sie in dem sie den Lauf einer Waffe durch den Darm einführten, den anderen, genannt Edier Quiguanás, schlugen sie und wenig später erschossen sie ihn dann.
Nachdem er dort wo seine Mutter war, deren Haus war das letzte im Dorf La Floresta bevor der Dschungel anfing, ging er zum Haus seiner Tante, welches das war, wo er in der Regel lebte. Als er dort war, erfuhr er, dass die paramilitärische Gruppe in das Haus seiner Mutter gekommen war, mit dem Vorwurf, sie sei eine Unterstützerin der Guerilla und sie habe 10 Minuten, um das Haus zu verlassen. Sie nahm nur das mit, was sie in der kurzen Zeit möglich war. Wie es für eine Frau natürlich ist, nahm sie mit was sie konnte, darunter ihre sieben kleinen Kindern, um schließlich in Richtung ihrer Schwester zu flüchten (die Tante von Norbey).
Nach drei Tagen ging Norbey zum Haus seiner Mutter, welches er total ausgebrannt wiederfand. Er sah auch einige Tiere, die sich retten konnten, darunter eine kleine Ente, deren Schwanz war halb verkohlt war. Inmitten der Trauer dachte er: Wie könnten sie das alles bezahlen? Sie waren bescheiden lebende Bauern, die Kaffee anbauten. Er beschloss sofort, sich der Guerilla anzuschließen, aber in die Reihen ließ man ihn nicht aufgrund seines jungen Alters. Also traf er die Entscheidung, seine Mutter und seine sieben Brüder und Schwestern in ihrer Vertreibung in die Hauptstadt zu begleiten. Sie realisierten dies nur mit dem wenigen Geld und ein paar Kleidern, die sie vor dem Feuer und der Zerstörung ihres Zuhauses zu retten vermochten.
Als sie sich auf dem Weg nach Bogotá machten, kamen sie über Puerto Esperanza vorbei, einem kleinen Ort, wo sie notwendige Lebensmittel kaufen wollten. Dort trafen sie nur auf 3 Personen, denn der Rest der Dorfbewohner floh vor einem paramilitärischen Einmarsch. Diese Leute sagten ihnen, dass sie dem Cousin Luis von Norbey, der als Rinderzüchter in der Region arbeitete, sein Gesicht und seinen Körper mit Säure verbrannt und ihn später in einem blutigen Schauspiel getötet hatten. Die entsetzte und erschütterte Familie konnte nichts Weiteres tun, als weiter zu ziehen in ihrer Vertreibung.
Nach der Ankunft in Bogotá war alles schwierig, weil sie mit Nichts in das Haus eines entfernten Verwandten ankamen. In den folgenden Tagen gingen sie zu einer staatlichen Institution für die Gewährung der Beihilfe für die Opfer der Vertreibung. Hier erhielten sie ein paar Matten, einige Reinigungsmittel und eine Hilfe, um den Hunger für mindestens 15 Tage zu stillen.
Sie fanden nichts anderes als jenes und Norbey begann im Verkauf von Obst und Gemüse zu arbeiten welches sie auf einem Karren durch die Straßen der Hauptstadt schob. In der Zwischenzeit verdiente sich die Mutter ein paar Pesos, in dem sie fremde Wäsche wusch. Nach 3 Monaten und dem Unbehagen, welches die Familienmitglieder wegen der vielen jungen Kinder verursachten, musste sie sich umschauen, um eine Hütte zu mieten, in der sie sich niederlassen konnte.
Kurz Zeit später kontaktierte Norbey einen ihrer Onkel, der in La Uribe (Meta) arbeitete. Er empfahl ihm, dass er dort hingehen könnte um in der Region im Kokaanbau zu arbeiten. Er war dort für etwa ein Jahr, aber die Ermordung von zwei seiner Landarbeiterkollegen zwischen Julia und Mesetas (Meta) und die anschließende Präsentation als Guerilleros, die im Kampf getötet wurden (Verbrechen von der Armee verübt), forderten ihn erneut heraus nach Bogotá zu fliehen.
Am 8. Dezember 2001 kam er nach Bogotá, wo er mit dem Liebhaber der Mutter anfing, mit einem Pferdefuhrwerk, die Abfälle der Hauptstädter zu sammeln und zu recyceln. Diese Arbeit hielt er bis zum März 2002 aufrecht, ein Zeitpunkt in der ihm seine Mutter ausreichend Geld gab, um in das Departement Vichada zu gehen, um dort mit einem Cousin zu arbeiten. Im September schickte er seiner Mutter das Geld, das er sich geliehen hatte und trat anschließend in die Reihen der FARC-EP mit einem Alter von 15 Jahren ein. Mit der Entscheidung und in den Worten von Norbey, wurde er von der harten wirtschaftlichen und sozialen Lage getrieben, in welcher die Familie und all die Verwandten litten, genau wie der Rest des ganzen Landes, die auch Opfer der Gewalt des Staates und seiner paramilitärischen Kräfte wurden… So war es die einzige Form der Verteidigung. Norbey sagt, dass seine ganze Familie ein Opfer des kolumbianischen Staates aufgrund ihres revolutionären Kampfes ist und bestätigt, dass 17 Familienmitglieder als Teil der Guerilla im Kampf getötet wurden, Er erinnert sich nur an einige Namen von ihnen: Arnulfo, Ricardo, Wilington, Armando, die seine Onkel waren; Danilo, Wilder, Esteban, Alberto, Omerli, John Jairo, die seine Cousins waren und Edilson, sein Bruder.
Norbey erzählt diese Geschichte an die Erinnerung, welche an seine Familie gewidmet ist und all die Bauern, die von den in Granada (Meta) stationierten Soldaten des 21. Bataillons Vargas gefoltert, getötet und in Alto Arari vertrieben worden sind und die mit den paramilitärischen Gruppen paktierten.
Berge von Kolumbien, 22. August 2014
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Das ungesehene Kolumbien
Dieses Video, von Unai Aranzadi aus dem Baskenland, ist eine der besten, wenn nicht sogar das beste Videos über die Realität in Kolumbien. Es zeigt genau das, wie es der Titel sagt: Ein Kolumbien, welches für die meisten Menschen unsichtbar ist. Das Kolumbien der „falsos positivos“, der Armen und der Opfer, die kein Recht haben, angehört zu werden. Die Unsichtbaren.
Wir veröffentlichen das Video hier, weil wir denken, dass es ein Muss für jeden ist, der es vorzieht, sich nicht vom Medien-Mainstream beeinflussen zu lassen.
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Beteiligung von Militärs am Friedensprozess
Nach den Opfergruppen des über 50jährigen bewaffneten Konflikts nehmen nun auch die staatlichen Sicherheitskräfte in Form des Militärs und der Polizei an den Gesprächen teil. Beobachter sehen dies als einen weiteren wichtigen Schritt zum Beenden des Bürgerkrieges in Kolumbiens zwischen der Guerilla und der Regierung.
Diesen Freitag betonten die Verhandlungsteilnehmer aus der Friedensdelegation der FARC-EP die Wichtigkeit, auch die Militärs und die Polizei in den Prozess der Gespräche miteinzubeziehen. Auf gleicher Augenhöhe sollen wichtige Punkte wie ein bilateraler Waffenstillstand und die Bedingungen an einem zukünftigen Ende der Friedensverhandlungen besprochen werden. Tatsächlich ist die Teilnahme der Militärs ein weiteres bedeutendes Ereignis, nachdem schon die Opfergruppen ihren Platz in den Gesprächen gefunden haben.
In den letzten Jahrzehnten waren die Militärs eine nicht zu unterschätzende politische Kraft in Kolumbien. Von ihnen hing es in den letzten Jahrzehnten ab, wie die Friedensverhandlungen verliefen. In den 1980er Jahren unter der Regierung von Belisario Betancur und auch später unter der Regierung von Andrés Pastrana (1998-2002) spielten sie eine mächtige Rolle, die sie immer wieder auszunutzen wussten. Da gleicht es aktuell einem Vorteil, weil der derzeitige Präsident Juan Manuel Santos zuvor Verteidigungsminister war. Demzufolge kennt er das Befinden und die Dimension des Einbindens der Streitkräfte genau.
Schon die Beteiligung der Opfergruppen und die erste abgeschlossene Runde mit einer Delegation aus verschiedenen Opfern wurde als ein großer Erfolg in der kolumbianischen Öffentlichkeit gefeiert. Wie zuvor schon auf dem Portal „Kolumbieninfo“ angemerkt, ist die Vielfalt und Repräsentation der verschiedenen Opfergruppen von Bedeutung. So nahmen in der ersten Delegation fünf Opfer der FARC-EP, vier Opfer von staatlicher Gewalt, zwei Opfer des Paramilitarismus sowie ein Opfer aller Opfergruppen teil. Dabei kam es in Havanna, dem Ort des Friedensprozesses, teilweise zu emotionalen Szenen zwischen den Beteiligten.
Zu der Beteiligung der Militärs sagte Verhandlungsführer der FARC-EP Iván Márquez, dass es ein unbestreitbarer Wert ist, dass zum ersten Mal bei Friedensgesprächen die Streitkräfte aktiv als Vertreter teilnehmen und sie sich als gleichberechtigte Partner in den Diskussionen und im Austausch der Fragen des Friedensprozesses sehen. Er betonte in einem Kommuniqué, dass jetzt der Moment gekommen sei, um militärische Themen anzusprechen. An den Gesprächen nehmen hochrangige Vertreter aus den Generalstäben der Armee und ebenfalls aus der Polizei teil.
Die Verlautbarungen der FARC-EP zu den oben angesprochenen Themen, aber auch zur Bildung einer Historischen Kommission des Konfliktes und ihrer Opfer, wurden heute zu einem Zeitpunkt angesprochen, an dem die Guerilla und die Regierung ihren 27. Verhandlungszyklus beenden. Derzeit werden die Opfer des Konfliktes als fünfter Punkt der Agenda der Friedensgespräche in Havanna/Kuba behandelt.
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Zivilstreiks und Proteste in Kolumbien
Eine kurze Zusammenfassung zu den zivilen Streiks und Protesten in den verschiedenen Regionen Kolumbiens.
Konnten die Agrarproteste und der Streik in diesem Jahr von Ende April und Anfang Mai noch einmal schnell beendet werden, auch weil Santos seine Kräfte mit den sozialen Bewegungen im Wahlkampf vereinen wollte, zeigte sich schon kurze Zeit später wieder die alte Sorge, dass Santos seine Versprechen nicht einhalten würde. Neben den Anklagen der Anführer aus den Agrarprotesten zu den Brechen der Versprechungen demonstrieren nun zusätzlich die Einwohner und Bauern aus verschiedenen Regionen Kolumbiens, um auf die soziale und politische Situation aufmerksam zu machen. Zivile Streiks gibt es derzeit in Putumayo, Nariño und Cauca im Südwesten des Landes sowie im Norden des Landes La Guajira und Urabá. Der Widerstand in Kolumbien gegen das neoliberale Politik- und Wirtschaftssystem ist erneut aufgeflammt und die Ubikation der Proteste zeigt deutlich, dass diese in Regionen stattfinden, die ländlich geprägt sind, eigentlich reich an natürlichen Ressourcen, aber fehlende Investitionen, Armut, Ungleichheit und Militarisierung für die Unzufriedenheit sorgen. Hier können wir uns wieder den Zusammenhang zu den Forderungen der FARC-EP und einer politischen und sozialen Verankerung in den jeweiligen Regionen hervorrufen. Nur mit Frieden und tiefgreifenden ökonomischen, politischen und sozialen Veränderungen kann der Frieden erreicht werden.
Urabá
In dieser Region gibt es einen Streik der Bananenarbeiter und Bauern aufgrund der verschlechterten Arbeits- und Lebensbedingungen. So wurde der Lohn der Arbeiter auf den Bananenplantagen gekürzt. Viele Arbeiter haben sogar ausstehende Löhne, einige von bis zu 11 Wochen, bei den multinationalen Konzernen wie Unibán und Banacol. Ingesamt sollen sich die Schulden auf 2.200.000 Millionen Dollar summieren. Hinzu kommen grundlegende Mängel in der Region wie fehlende Elektrizität. Kein Wunder also, dass Tausende von Menschen auf die Straßen gingen und teilweise Blockaden errichteten. Die staatlichen Sicherheitskräfte reagierten mit Repression was zu 24 Verletzten, einem 23jährigen Toten in Mutatá und zu mehreren Festnahmen führte.
Nariño und Cauca
In acht Gemeinden des pazifischen Nariño (El Charco, La Tola, Olaya Herrera, Santa Bárbara de Iscuande, Mosquera, Barbacoas, Magüi Payán und Roberto Payán) und drei Gemeinden des pazifischen Cauca (Guapi, Timbiquí und lópez de Micay) konzentrierten sich die Proteste im Südwesten des Landes. Hier wurde von afrokolumbianischen und bäuerlichen Organisationen zu einem zivilen Streik aufgerufen, der sich besonders gegen die korrupte Politik richtet. Doch der Streik soll auch eine konstituierende Verfassung und mehr Demokratie und Bürgerbeteiligung fordern. Im sozialen Bereich werden Punkte wie Gesundheit, Infrastruktur, Wohnraum und Bildung thematisiert. Grundtenor ist ein Frieden mit sozialer Gerechtigkeit und ein Ende der Militarisierung zu fordern. Die Regierung reagierte mit der Sperrung der Telekommunikation auf die Proteste, an denen sich mehr als 240.000 Menschen in der Region beteiligten.
Putumayo
Seit dem 11. August befinden sich 52 Gemeinden in einem zivilen Streik in der südlichen Provinz Putumayo. Der Streik richtet sich unter anderem gegen die Erweiterung der Lizenzen für erdölfördernde Konzerne und die Beschneidung der Rechte der lokalen Bevölkerung. Mit der Erdölförderung kommen nicht nur zusätzliche Umweltverschmutzungen, sondern auch eine aggressive Militarisierung der Region hinzu. Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, die Militärdoktrin und die Vernichtung von illegalen Pflanzenkulturen führen zu weitreichenden Vertreibungen der Bevölkerung. Deswegen sind die Forderungen klar: Aufhebung der Lizenzen zur Erdölförderung, Beendigung der Besprühungen von Pflanzungen und die Achtung der Menschenrechte.
La Guajira
Die Situation in La Guajira ist ein katastrophales Szenario. In der Provinz gibt es 37.000 unterernährte Kinder und es ist chronisches Problem. 30% der Kinder unter 5 Jahre sind unterernährt und zwei Kinder sterben täglich aus Mangel an Pflege, Durst oder Hunger. Es ist unglaublich, dass in einem scheinbar reichen Land Regionen existieren, die so arm sind wie La Guajira, obwohl hier eine der bedeutenden Minen für Kohle in der Welt existiert. Hinzu zu den negativen Folgen der Bergbau- und Energiepolitik der Regierung kommt eine Dürre, die bereits 23.000 Stück Vieh getötet hat. Diese Krise verdeutlicht die Auswirklungen von einer tiefen Ungleichheit im Land zwischen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und dem fehlenden Wohlstand der Bevölkerung, dem fehlender Zugang zu angemessenen Ressourcen oder einer Infrastruktur, und dem umweltzerstörerischen Folgen des Bergbaus, wie der Mine Cerrejón. Dies führte zu einem großen Zivilstreik, der nun seit Mitte August anhält und der unter anderem eine Entwicklung der Infrastruktur, soziale Investitionen, lebenssichernde Projekte und Unterstützung im Agrar- und Tourismussektor fordert. Auch hier folgte eine Repressionswelle, die nach nur zwei Tagen bereits 10 Verletzte und unzählige Festnahmen nach sich zog.
Die Politik des Honig ums Maul schmieren von Präsident Santos mit den populären und sozialen Bewegungen scheint mit den landesweiten Protesten nun endgültig vorbei zu sein. Nachdem Santos im Wahlkampf noch auf das große Thema Frieden bei den politischen und sozialen Bewegungen setzen konnte zeigt sich nun, dass die zweite Amtszeit von Santos keine leichte sein wird. Aufgrund tiefgreifender sozialer und politischer Probleme gibt es landesweit Proteste und Zivilstreiks, die Santos mit Repression Militarisierung bekämpft. Wieder einmal steht dabei die Kritik an der Politik der sogenannten Bergbau-Lokomotive als Zugpferd in der nationalen Wirtschaft im Mittelpunkt. Der Bergbau- und Energiesektor hauptsächlich für soziale Ungleichheit, Umweltverschmutzungen und Militarisierungen in vielen Regionen verantwortlich. Die Gewinne des ressourcenreichen Landes gehen nicht etwa in die Infrastruktur und soziale Projekte, sondern in die Kassen der nationalen und internationalen Oligarchie. Das einige Linke im Zuge des Friedensprozesses der kolumbianischen Regierung mit der FARC-EP und des Anbiederns an populäre Themen gedacht hatten, Santos könne einen neuen Weg bzw. eine neue Politik verkörpern, hat sich spätestens nun und mit der Benennung seines Regierungskabinetts erledigt.
Konnten die Agrarproteste und der Streik in diesem Jahr von Ende April und Anfang Mai noch einmal schnell beendet werden, auch weil Santos seine Kräfte mit den sozialen Bewegungen im Wahlkampf vereinen wollte, zeigte sich schon kurze Zeit später wieder die alte Sorge, dass Santos seine Versprechen nicht einhalten würde. Neben den Anklagen der Anführer aus den Agrarprotesten zu den Brechen der Versprechungen demonstrieren nun zusätzlich die Einwohner und Bauern aus verschiedenen Regionen Kolumbiens, um auf die soziale und politische Situation aufmerksam zu machen. Zivile Streiks gibt es derzeit in Putumayo, Nariño und Cauca im Südwesten des Landes sowie im Norden des Landes La Guajira und Urabá. Der Widerstand in Kolumbien gegen das neoliberale Politik- und Wirtschaftssystem ist erneut aufgeflammt und die Ubikation der Proteste zeigt deutlich, dass diese in Regionen stattfinden, die ländlich geprägt sind, eigentlich reich an natürlichen Ressourcen, aber fehlende Investitionen, Armut, Ungleichheit und Militarisierung für die Unzufriedenheit sorgen. Hier können wir uns wieder den Zusammenhang zu den Forderungen der FARC-EP und einer politischen und sozialen Verankerung in den jeweiligen Regionen hervorrufen. Nur mit Frieden und tiefgreifenden ökonomischen, politischen und sozialen Veränderungen kann der Frieden erreicht werden.
Urabá
In dieser Region gibt es einen Streik der Bananenarbeiter und Bauern aufgrund der verschlechterten Arbeits- und Lebensbedingungen. So wurde der Lohn der Arbeiter auf den Bananenplantagen gekürzt. Viele Arbeiter haben sogar ausstehende Löhne, einige von bis zu 11 Wochen, bei den multinationalen Konzernen wie Unibán und Banacol. Ingesamt sollen sich die Schulden auf 2.200.000 Millionen Dollar summieren. Hinzu kommen grundlegende Mängel in der Region wie fehlende Elektrizität. Kein Wunder also, dass Tausende von Menschen auf die Straßen gingen und teilweise Blockaden errichteten. Die staatlichen Sicherheitskräfte reagierten mit Repression was zu 24 Verletzten, einem 23jährigen Toten in Mutatá und zu mehreren Festnahmen führte.
Nariño und Cauca
In acht Gemeinden des pazifischen Nariño (El Charco, La Tola, Olaya Herrera, Santa Bárbara de Iscuande, Mosquera, Barbacoas, Magüi Payán und Roberto Payán) und drei Gemeinden des pazifischen Cauca (Guapi, Timbiquí und lópez de Micay) konzentrierten sich die Proteste im Südwesten des Landes. Hier wurde von afrokolumbianischen und bäuerlichen Organisationen zu einem zivilen Streik aufgerufen, der sich besonders gegen die korrupte Politik richtet. Doch der Streik soll auch eine konstituierende Verfassung und mehr Demokratie und Bürgerbeteiligung fordern. Im sozialen Bereich werden Punkte wie Gesundheit, Infrastruktur, Wohnraum und Bildung thematisiert. Grundtenor ist ein Frieden mit sozialer Gerechtigkeit und ein Ende der Militarisierung zu fordern. Die Regierung reagierte mit der Sperrung der Telekommunikation auf die Proteste, an denen sich mehr als 240.000 Menschen in der Region beteiligten.
Putumayo
Seit dem 11. August befinden sich 52 Gemeinden in einem zivilen Streik in der südlichen Provinz Putumayo. Der Streik richtet sich unter anderem gegen die Erweiterung der Lizenzen für erdölfördernde Konzerne und die Beschneidung der Rechte der lokalen Bevölkerung. Mit der Erdölförderung kommen nicht nur zusätzliche Umweltverschmutzungen, sondern auch eine aggressive Militarisierung der Region hinzu. Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, die Militärdoktrin und die Vernichtung von illegalen Pflanzenkulturen führen zu weitreichenden Vertreibungen der Bevölkerung. Deswegen sind die Forderungen klar: Aufhebung der Lizenzen zur Erdölförderung, Beendigung der Besprühungen von Pflanzungen und die Achtung der Menschenrechte.
La Guajira
Die Situation in La Guajira ist ein katastrophales Szenario. In der Provinz gibt es 37.000 unterernährte Kinder und es ist chronisches Problem. 30% der Kinder unter 5 Jahre sind unterernährt und zwei Kinder sterben täglich aus Mangel an Pflege, Durst oder Hunger. Es ist unglaublich, dass in einem scheinbar reichen Land Regionen existieren, die so arm sind wie La Guajira, obwohl hier eine der bedeutenden Minen für Kohle in der Welt existiert. Hinzu zu den negativen Folgen der Bergbau- und Energiepolitik der Regierung kommt eine Dürre, die bereits 23.000 Stück Vieh getötet hat. Diese Krise verdeutlicht die Auswirklungen von einer tiefen Ungleichheit im Land zwischen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und dem fehlenden Wohlstand der Bevölkerung, dem fehlender Zugang zu angemessenen Ressourcen oder einer Infrastruktur, und dem umweltzerstörerischen Folgen des Bergbaus, wie der Mine Cerrejón. Dies führte zu einem großen Zivilstreik, der nun seit Mitte August anhält und der unter anderem eine Entwicklung der Infrastruktur, soziale Investitionen, lebenssichernde Projekte und Unterstützung im Agrar- und Tourismussektor fordert. Auch hier folgte eine Repressionswelle, die nach nur zwei Tagen bereits 10 Verletzte und unzählige Festnahmen nach sich zog.
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Die FARC-EP genießen den Rock ‘n Roll und grüßen Rock im Park
Die Friedensdelegation der FARC-EP grüßt in einem Kommuniqué vom 15. August die Teilnehmer des Rockfestivals „Rock al Parque – Rock im Park“ in Bogotá in Kolumbien.
Rock im Park 2014 – Botschaft für den Frieden
„Mit tiefer Emotion grüßt die Friedensdelegation der FARC-Volksarmee die Teilnehmer des größten kostenlosen Rockfestivals von Kolumbien und Lateinamerika und erkennt das 20jährige Bestehen an, die Förderung der Kultur und der Musik als wesentliche Faktoren des Lebens und der Vielfalt.“
„Während der vielen Auflagen, Jahr für Jahr, Rock im Park als Geburtsort des nationalen Rocks, sah man unzählige und unvergessliche Bands wie Kraken, Polikarpa y Sus Viciosas, Ultrágeno, La Pestilencia, 1280 Almas, Aterciopelados unter anderen, die mit ihren Texten die Unzufriedenheit mit den Ungerechtigkeiten und dem Inbegriff der Verhaltensweisen einer sich einrichtenden ausschließenden Gesellschaft zum Ausdruck brachten.“
„Wir bekräftigen unsere Unterstützung, Anerkennung und Bewunderung für alle kulturellen Ausdrucksformen, die Räume für den Aufbau einer gerechteren Gesellschaft ohne Armut, ohne Ungleichheit schaffen, wo es keine Stigmatisierung gibt und keinen triftigen Grund, um Diskriminierungen zu befürworten.“
„Die Kraft, die von diesen Events ausgeht, die urbane Musik wie Rock, Metal, Punk, Ska, Reggae fördern, sollte direkt anklagend mit dem Wunsch nach einer Demokratie in Vielfalt sein, um so eine Emanzipation zu erreichen, die tausend Mal durch die kolumbianische Oligarchie gebrochen worden ist. Die den großen Wirtschaftsmonopolen der Welt erlaubt unsere Kultur zu schädigen, unsere Folklore, unsere Überzeugungen und die sich unser Gemeinwohl unseres Territoriums an sich reißen und somit unsere Souveränität Schritt für Schritt zerbrechen.“
„Der Geist dieses 20jährigen Geburtstages von Rock im Park muss das Interesse junger Menschen für ihr Land wecken und die Beziehung desselben mit der universellen Kultur.“
„Rock war schon immer ein wichtiger Bestandteil der Rebellion, die in der Regel mit dem Konzept von unterwürfigen Gesellschaften bricht. Im kolumbianischen Fall ist es ein Instrument der Erkundung mit einem Regime, das die Möglichkeiten der politischen Beteiligung und des gute Lebens der Mehrheit verschließt. So verwandelte sich unsere „republikanische“ Geschichte in einen Strudel von Gewalt, Blut, Tod, der allein mit entschlossenes Handeln der Menschen aufgehalten werden kann und vor allem mit der Entstehung von kreativen Jugendlichen.“
„Innerhalb dieses Rahmens von Ideen, müssen wir sagen, dass der Frieden in unserem Land nicht von den Eliten erreicht wird. Als Hauptbestandteil sollte also ein souveränes Volk die Schlüsselrolle bei der Schaffung von sozialer Gerechtigkeit spielen, was die wahre Grundlage für die Versöhnung ist. Und in diesem haben auch die Rocker das Wort.“
Es lebe Rock im Park!!
Es lebe die Aufsässigkeit des Volkes!!
Friedensdelegation der FARC-EP
Rock im Park 2014 – Botschaft für den Frieden
„Mit tiefer Emotion grüßt die Friedensdelegation der FARC-Volksarmee die Teilnehmer des größten kostenlosen Rockfestivals von Kolumbien und Lateinamerika und erkennt das 20jährige Bestehen an, die Förderung der Kultur und der Musik als wesentliche Faktoren des Lebens und der Vielfalt.“
„Während der vielen Auflagen, Jahr für Jahr, Rock im Park als Geburtsort des nationalen Rocks, sah man unzählige und unvergessliche Bands wie Kraken, Polikarpa y Sus Viciosas, Ultrágeno, La Pestilencia, 1280 Almas, Aterciopelados unter anderen, die mit ihren Texten die Unzufriedenheit mit den Ungerechtigkeiten und dem Inbegriff der Verhaltensweisen einer sich einrichtenden ausschließenden Gesellschaft zum Ausdruck brachten.“
„Wir bekräftigen unsere Unterstützung, Anerkennung und Bewunderung für alle kulturellen Ausdrucksformen, die Räume für den Aufbau einer gerechteren Gesellschaft ohne Armut, ohne Ungleichheit schaffen, wo es keine Stigmatisierung gibt und keinen triftigen Grund, um Diskriminierungen zu befürworten.“
„Die Kraft, die von diesen Events ausgeht, die urbane Musik wie Rock, Metal, Punk, Ska, Reggae fördern, sollte direkt anklagend mit dem Wunsch nach einer Demokratie in Vielfalt sein, um so eine Emanzipation zu erreichen, die tausend Mal durch die kolumbianische Oligarchie gebrochen worden ist. Die den großen Wirtschaftsmonopolen der Welt erlaubt unsere Kultur zu schädigen, unsere Folklore, unsere Überzeugungen und die sich unser Gemeinwohl unseres Territoriums an sich reißen und somit unsere Souveränität Schritt für Schritt zerbrechen.“
„Der Geist dieses 20jährigen Geburtstages von Rock im Park muss das Interesse junger Menschen für ihr Land wecken und die Beziehung desselben mit der universellen Kultur.“
„Rock war schon immer ein wichtiger Bestandteil der Rebellion, die in der Regel mit dem Konzept von unterwürfigen Gesellschaften bricht. Im kolumbianischen Fall ist es ein Instrument der Erkundung mit einem Regime, das die Möglichkeiten der politischen Beteiligung und des gute Lebens der Mehrheit verschließt. So verwandelte sich unsere „republikanische“ Geschichte in einen Strudel von Gewalt, Blut, Tod, der allein mit entschlossenes Handeln der Menschen aufgehalten werden kann und vor allem mit der Entstehung von kreativen Jugendlichen.“
„Innerhalb dieses Rahmens von Ideen, müssen wir sagen, dass der Frieden in unserem Land nicht von den Eliten erreicht wird. Als Hauptbestandteil sollte also ein souveränes Volk die Schlüsselrolle bei der Schaffung von sozialer Gerechtigkeit spielen, was die wahre Grundlage für die Versöhnung ist. Und in diesem haben auch die Rocker das Wort.“
Es lebe Rock im Park!!
Es lebe die Aufsässigkeit des Volkes!!
Friedensdelegation der FARC-EP
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