Die kolumbianische Armee hat weitere Militäroperationen und Bombardierungen von Lagern der Guerilla durchgeführt, obwohl es in der Vergangenheit laute Kritik an diesem Vorgehen gab. Immer wieder sterben dabei auch unschuldige Menschen oder Minderjährige, weil nicht klar ist, wer sich in den Lagern aufhält. Neben der Regel, dass auch unter 18-jährige Personen in der Guerilla aktiv sein können und sich somit in den Lagern aufhalten, haben auch Personen aus der lokalen Bevölkerung Kontakt zur Guerilla. Die Bombardierung von Lagern führt häufig zu Toten nicht nur unter der Guerilla.
Dieses Mal traf es ein Lager der Struktur Martín Villa vom Block Amazonas der FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco im ländlichen Gebiet von El Retorno, Provinz Guaviare. Der auch sogenannte Zentrale Generalstab der FARC-EP kämpft in dieser Region gegen den Generalstab der Blöcke und Fronten der FARC-EP unter dem Oberkommando von Calarcá. Mehrere Personen sollen festgenommen worden sein, von Toten ist bisher nichts bekannt. Häufig gehen Militäroperationen und Bombardierungen mit Menschenrechtsverletzungen einher, die lokale Bevölkerung verurteilt häufig Militäreinsätze und die Präsenz von staatlichen Sicherheitskräften in ihren Territorien.
