Jagd auf den Oberkommandierenden der FARC-EP

Eine am Sonntag von der Gerichtsmedizin veröffentlichte Mitteilung schloss aus, dass alias Iván Mordisco, der Oberkommandierende des Zentralen Generalstabs der FARC-EP, zu den Toten gehörte, die nach den Bombardierungen des Militärs in der Provinz Vaupés am vergangenen Donnerstag gefunden wurden. Insgesamt wurden sechs Leichen identifiziert, vier Frauen und zwei Männer, alle zwischen 18 und 26 Jahren alt. Zwei weitere Leichen konnten nicht identifiziert werden.

Militärische Quellen bestätigten, dass eine kombinierte Luft- und Bodenoperation eingeleitet wurde, um die Fluchtwege zu schließen, über die Iván Mordisco entkommen könnte. Ebenso konnte durch Geheimdienstinformationen festgestellt werden, dass der Anführer der Dissidenten schwer verletzt ist und seine engsten Vertrauten in der Region nach medizinischer Hilfe suchen. Bei der Operation wurden zudem Kriegswaffen, Sprengstoffe, Feldausrüstung, technische Geräte und weitere mit der Struktur verbundene Gegenstände beschlagnahmt.

Die angegriffene Struktur und das Lager der Guerilla gehörten zum Sicherheitsring von Iván Mordisco, erklärte Verteidigungsminister Pedro Sánchez. Unter den Neutralisierten soll sich laut einem Bericht auch alias Lorena, die Lebensgefährtin des Oberkommandierenden, befinden. Geheimdienstinformationen zufolge bewegte sich der Anführer der FARC-EP ständig zusammen mit seiner Lebensgefährtin und seinem Sicherheitsring entlang des Flusses Apóris, der den Amazonasraum an der Grenze zwischen Kolumbien, Peru und Brasilien verbindet.

Den Erkenntnissen zufolge meidet Mordisco laut den Sicherheitskräften die Orte Ricaurte, La Pedrera, Puerto Caimán und La Libertad – abgelegene Regionen fernab der Zivilisation. Hier ist teilweise undurchdringlicher Regenwald. In den vergangenen Monaten haben die Streitkräfte zahlreiche Operationen durchgeführt, um den Oberkommandierenden zu töten. Wir berichteten mehrmals in Artikeln darüber.

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