Partei Comunes wird verschwinden

Sandra Ramírez, ehemalige Guerillera und Lebensgefährtin vom ehemaligen Oberkommandierenden der alten FARC-EP, konnte für die linke Partei Comunes nicht die erforderliche Grenze erreichen, um als Partei anerkannt zu bleiben. Die Partei Comunes ging nach einem Namenswechsel aus der Partei FARC hervor, die sich im Zuge des Friedensabkommens aus dem Jahr 2016 gründete. In diesen Wahlen zeigt sich nun deutlich, dass die eh schon marginalisierte Partei damit keine Rolle mehr spielen wird. Schon zuvor spielte sie bei Wahlen keine Rolle, konnte aber in der Öffentlichkeit eine vergleichsweise gute Präsenz erzielen. Doch in den Jahren zuvor gab es immer wieder Streitereien und auch den Rückzug der Basis.

Die Kongressabgeordnete Sandra Ramírez versuchte, sich in einer gemeinsamen Liste mit Fuerza Ciudadana wiederwählen zu lassen – ein Versuch der Partei der ehemaligen FARC-Mitglieder, ihren rechtlichen Status als Partei zu behalten. Bisher hat sie jedoch nur etwa 0,55 % der Stimmen erreicht. Bei den beiden letzten Wahlen hatten sie wie eine traditionelle Partei teilgenommen und aufgrund des Punktes der politischen Partizipation im Friedensabkommen zehn garantierte Sitze im Kongress erhalten. Die garantierten Sitze im Kongress und im Senat waren im Friedensabkommen für zwei Legislaturen vereinbart worden.

Die Partei Comunes prangerte mutmaßliche Unregelmäßigkeiten an: Behinderungen beim Zugang zu Wahllokalen, Identitätsdiebstahl bei Wählern, Stimmzettel ohne Unterschriften sowie fehlendes Wahlmaterial. Die Koalition warnte, dass diese Situationen in Bogotá, Caquetá, Cauca, Antioquia, Bolívar und Atlántico aufgetreten seien. Doch nach Ansicht viele Wahlbeobachter verliefen die Wahlen normal. Die Mindestzahl an Stimmen, die eine Partei benötigt, um an der Verteilung der Sitze teilzunehmen, entspricht 3 % der gültigen Stimmen. Wenn eine Partei diese nicht überschreitet, bleibt sie außerhalb des Kongresses.

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