Die heftigen Auseinandersetzungen in der Region Catatumbo in der Provinz Norte de Santander zwischen der 33. Front der FARC-EP, die zum Generalstab der Blöcke und Fronten unter dem Oberkommando von Calarcá stehen und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) dauern an. Dabei scheint es, als könne die FARC-EP an Boden gewinnen und die ELN aus ihren angestammten Territorien verdrängen.
Die neuen Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, zeigen aber auch den Ernst der Lage, in der die FARC-EP ihre Ankunft im Ort Filo el Gringo in der Gemeinde El Tarra ankündigen, mit der Absicht, die territoriale Kontrolle zu übernehmen, die derzeit noch der ELN gehören würde. Diese Ankündigungen und Kämpfe sind aber auch mit Einschränkungen und Vertreibungen für die lokale Bevölkerung verbunden.
„Hier sind wir in Filo El Gringo, mein Alter, schau dir die Gegend an, wir sind bereits im Dorf, alle sind zufrieden, alle voller Moral, alles läuft super, mein Alter“, sagt ein Mann zusammen mit anderen Personen, bewaffnet mit Gewehren und in Kleidung, die auf die Guerilla FARC-EP hinweist. Er soll damit an den unter dem alias Richard Suárez bekannten Kommandanten der 33. Front der FARC-EP berichten.
Ein weiteres Video zeigt ein Mitglied der FARC-EP im Gespräch mit der Bevölkerung von Puerto Palmas, in der Gemeinde Tibú, mit der Absicht, „sie zu grüßen und ihnen zu sagen, dass die FARC-EP präsent sind. Wir verstecken uns nicht in Tibú, wie uns die Paraelener [Wortkreation von Paramilitärs und ELN] nachsagen, nein, mein Herr. Dies ist ein klarer und eindeutiger Beweis dafür, dass wir keine Verbündeten irgendeiner staatlichen Sicherheitskraft sind.“
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Schwere Kämpfe in Catatumbo
Die FARC-EP, Zentraler Generalstabs (EMC), unter dem Oberkommando von Iván Mordisco haben in einem Kommuniqué die Entscheidung bekannt gegeben, einen einseitigen Waffenstillstand umzusetzen. Diese Maßnahme gilt nach Angaben der Guerilla vom 23. Dezember 2025 bis zum 7. Januar 2026. Es wurden bereits allen Einheiten auf nationaler Ebene die Anweisung erteilt, offensive militärische Operationen auszusetzen. Wir dokumentieren das Kommuniqué unten.
Andererseits kündigte die FARC-EP unter dem Oberkommando von Calarcá am selben Sonntag einen unbefristeten Waffenstillstand in ihren bewaffneten Aktionen gegen die Staatsgewalt an. Die Ankündigung erfolgte per Video durch den Sprecher Jhon Mendoza, bekannt als alias Jhon Mechas. Darin wird erläutert, dass die Maßnahme keine vollständige Einstellung ihrer Aktivitäten bedeutet, da sie keine Auseinandersetzungen mit anderen bewaffneten Gruppen einschließt.
Mendoza stellte klar, dass diese Entscheidung auf einer eigenen Bewertung des nationalen und internationalen Kontexts beruht und dass sich die Organisation das Recht auf Selbstverteidigung vorbehält. Die Einstellung der Feindseligkeiten beschränkt sich auf offensive Angriffe gegen die Streitkräfte, die Polizei und andere Sicherheitsorgane des Staates. Er selbst ist Kommandant der 33. Front der FARC-EP.
Der Sprecher warnte zudem, dass diese Aussetzung weder eine Annäherung an rivalisierende Akteure noch den Verzicht auf Konflikte mit anderen kriminellen Organisationen in den Gebieten bedeutet, in denen sie präsent sind. Mendoza gehört wie der Oberkommandierende Calarcá zum sogenannten Generalstab der Blöcke und Fronten, die sich in Friedensgesprächen mit der Regierung befinden.
Kommuniqué an die Presse
Das Sekretariat des Zentralen Generalstabs der FARC-EP teilt mit:
Dass wir in der Zeit vom 18. bis 21. Dezember 2025 ein Plenum des Zentralen Generalstabs der FARC-EP abgehalten haben, des höchsten Leitungsorgans unserer Organisation in den Zeiträumen zwischen den Konferenzen. Dieses Plenum tagte unter der Losung: „Mit Marulanda und einem ermächtigten Volk, gegen den Imperialismus und für den wahrhaftigen Volkskampf auf dem Weg zum Sozialismus.“
Dass wichtige Dokumente und Beschlüsse für die Entwicklung des revolutionären Kampfes verabschiedet wurden, die ab diesem Zeitpunkt umgesetzt werden, ebenso wie eine Neustrukturierung der Generalstäbe einiger Blöcke sowie des Zentralen Generalstabs, EMC, der FARC-EP vorgenommen wurde.
In einer umfassenden Übung der Kameradschaft und des demokratischen Zentralismus, unter Analyse der aktuellen Lage, wird unser Engagement bekräftigt und bestätigt, weiterhin Schulter an Schulter mit dem kolumbianischen Volk für die Verwirklichung seiner tiefsten Sehnsüchte zu kämpfen. Für den Aufbau einer Welt frei von Faschismus, Imperialismus und dem Terrorismus des großen transnationalen Kapitals gegen die Völker der Welt. Wir bekräftigen unser Kampfversprechen für den Aufbau einer Welt der Gerechtigkeit und Selbstbestimmung gegen den Imperialismus sowie für kontinentale und weltweite Solidarität gegen Unterdrückung und Völkermord.
Abschließend teilen wir mit, dass wir unseren Einheiten im gesamten nationalen Territorium den Befehl erteilt haben, die offensiven militärischen Operationen gegen die öffentlichen Sicherheitskräfte vom 23. Dezember 2025 bis zum 7. Januar 2026 auszusetzen, mit dem Ziel, dass kolumbianische Familien diese Zeit ohne die mit einer bewaffneten Konfrontation verbundenen Ängste miteinander verbringen können. Wir behalten uns das Recht auf Selbstverteidigung vor.
Sekretariat des Zentralen Generalstabs Berge und Städte Kolumbiens, 21. Dezember 2025
Volk und Würde: Manuel Marulanda lebt, der Kampf geht weiter!
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Waffenstillstand zum Jahreswechsel
Nachdem die ELN bereits landesweit in ihren territorial beherrschten Gebieten einen bewaffneten Streik ausgerufen hat und medial Beachtung fand, sorgte nun auch die Front Carolina Ramírez des Zentralen Generalstabs der FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco für einen bewaffneten Streik. Durch eine über WhatsApp verbreitete Audionachricht jener Front, die im Disput mit dem Generalstab der Blöcke und Fronten unter dem Oberkommando von Calarcá Córdoba steht, wurde nun offenbar das Ende des bis Jahresende geltenden bewaffneten Streiks bekannt gegeben, der seit dem 9. Dezember angeordnet worden war. Ein bewaffneter Streik wird genutzt, um das öffentliche Leben zum Erliegen zu bringen. Es werden Geschäfte geschlossen, der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt und somit das öffentliche Leben wie in einer Ausgangssperre stillgelegt. Damit wird nicht nur Macht in einer Region demonstriert, sondern ein bewaffneter Streik wird auch vollzogen, um militärisch Profit zu schlagen. So können Truppenbewegungen des Feindes besser kontrolliert oder unterbunden werden bzw. eigene Bewegungen durchgeführt werden.
Durch die Beendigung des Streiks wird erwartet, dass in den Provinzen Caquetá und Putumayo, die im Süden Kolumbiens liegen und stark von Dschungel und Flüssen geprägt sind, wieder Normalität einkehrt. Insbesondere auf den Flüssen der Provinzen hofft man nun, dass der Verkehr wieder aufgenommen wird. Das aktuelle Problem wird jedoch der niedrige Wasserstand der Nebenflüsse sein, die aufgrund der starken Trockenperiode sehr wenig Wasser führen, sodass Boote kaum navigieren können. Größere Schiffe müssen weiterhin im Hafen bleiben und auf das Einsetzen der Regenfälle warten. Seit dem 9. Dezember war die Navigation auf strategisch wichtigen Flüssen wie dem Orteguaza, dem Caguán und dem Caquetá sowie auf mehreren Nebenflüssen des Putumayo ausgesetzt worden. Laut der verbreiteten Nachricht wurde die Entscheidung zur Aufhebung der Maßnahme mit dem Argument getroffen, die Gemeinden nicht weiter negativ zu belasten, insbesondere in dieser wichtigen Zeit für Handel und Versorgung.
Mit dem Auseinanderbrechen der FARC-EP in den Block Jorge Suárez Briceño, die sich unter Calarcá in einem Friedensprozess mit der Regierung Petro befinden, und dem Amazonas-Block Manuel Marulanda Vélez, wozu die Front Carolina Ramírez gehört, ist ein offener Konflikt in Caquetá und Putumayo um die territoriale Herrschaft ausgebrochen. Hinzu kommen Akteure wie das Zweite Marquetalia unter dem Oberkommando von Iván Márquez und auch die Guerillakoordination mit den Bolivarischen Grenzkommandos. Die Grenzkommandos befinden sich mit weiteren aufständischen Gruppen ebenso in einem Friedensprozess mit der Regierung. Auch hier erfolgte ein Auseinanderbrechen vom ursprünglich alliierten Zweiten Marquetalia aufgrund der Friedensgespräche. Caquetá und Putumayo sind geografisch schwer durch den Staat zu kontrollieren, zudem sind es große Anbaugebiete von Koka. Die geostrategisch wichtige Lage im Süden zu Brasilien, Ecuador und zum Pazifik macht sie für die Akteure bedeutsam.
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Bewaffneter Streik auch durch FARC-EP
Die Offensive des Westblocks des Zentralen Generalstabs der FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco gegen die staatlichen Sicherheitskräfte geht weiter. Nun wurde im Ort Buenos Aires im Norden der Provinz Cauca unter anderem die Polizeistation, das Gericht und die Agrarbank massiv angegriffen. Dabei kam es zu längeren Schusswechseln und auch Sprengstoffangriffe der Front Jaime Martínez. Berichte der lokalen Bevölkerung berichten von stundenlangen Kämpfen. Derzeit geht man von mindestens zwei getöteten Polizisten aus. Dies zeigt, dass die Offensive der Guerilla weiterhin Bestand hat und zu den größten ihrer Art gehört. Es gibt kaum noch sicherere Orte für die staatlichen Sicherheitskräfte, die auch in den zu Festungen ausgebauten Basen und Polizeistationen angegriffen werden. Leidtragend ist die lokale Bevölkerung.
Die Kämpfe waren so stark, dass dutzende Familien sich gezwungen sahen, das Stadtgebiet zu verlassen. Die Ombudsstelle (Defensoría del Pueblo) prangerte Drohungen der Guerilla an, mit denen die Bevölkerung zur Flucht aus dem Stadtkern gezwungen werden sollte. Sie warnte zudem davor, dass sowohl improvisierte als auch hochexplosive Sprengsätze auf den Zufahrtsstraßen nach Buenos Aires installiert worden seien, die inzwischen blockiert sind. Pablo Peña, der Bürgermeister von Buenos Aires, erklärte, seine Gemeinde sei „praktisch besetzt“. Armee und Polizei trafen später ein und lieferten sich Gefechte mit der Guerilla. Weiteres Militär wurde in die Region entsendet, die als Hochburg der Guerilla gilt. Die Angriffe reihen sich in eine Vielzahl von Aktivitäten ein, über die wir ebenso berichteten.
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Offensive im Westen geht weiter
Der Konflikt zwischen den beiden revolutionären Flügeln der FARC-EP, also zwischen dem Zentralen Generalstab unter dem Kommando von Iván Mordiso und dem Generalstab der Blöcke und Fronten unter dem Kommando von Calarcá Córdoba, ist allseits bekannt. Im Osten Kolumbiens bekämpfen sich hier der Amazonasblock von Mordisco mit dem Ostblock Jorge Briceño Suárez von Calarcá Córdoba um die territoriale Herrschaft, vor allem in der Provinz Guaviare. Im Jargon des untenstehenden Kommuniqués wird hierbei der Struktur um Calarcá als paramilitärische Gruppe bezeichnet und ihr die politische Intention als revolutionäre Bewegung abgesprochen. Beide jedoch versuchen auf ihre Art und Weise ihren Anspruch auszubauen. Der Generalstab der Blöcke und Fronten ist seit geraumer Zeit in einem Friedensprozess mit der Regierung unter Petro. Beide Seiten bedienen sich dabei aber Angriffen auf den vermeintlichen politischen Gegner, also Milizionäre oder Sympathisanten. Auch der mediale Kampf findet statt, wie dieses Kommuniqué vom 12. Dezember dokumentiert. Wir dokumentieren es ebenfalls in deutscher Übersetzung:
Solidarität ist ein revolutionäres Prinzip
Nicht einmal die kriminellsten Regierungen in der Geschichte Kolumbiens wagten es, unsere indigenen Schwesterngemeinschaften der Nukak Maku anzugreifen – Völker, die sich im Übergang zur Zivilisation befinden. Die FARC-EP hatte es vorausgesagt: Der Hass von Gustavo Petro auf den kolumbianischen Aufstand würde ihn dazu bringen, Verbrechen gegen die enteignete Klasse und soziale Führungspersönlichkeiten zu begehen. Die Aktionen der öffentlichen Sicherheitskräfte gegen die Indigenen in der Provinz Guaviare machen dies deutlich: Wenn die Völker protestieren, werden sie von der Guerilla instrumentalisiert; wenn die Guerilla sie verteidigt, sind wir Terroristen.
Die Lakaien der Oligarchie, wie Frau Viviana Vargas Ávila und Gabriel Rondón, kriminalisieren den sozialen Protest und unterstützen die Aggression gegen die Gemeinschaften – angeblich in Erfüllung der Vorgaben der „Regierung des Wandels“, in der sich nur die Epoche geändert hat, nicht aber die Kriminellen.
Wenn die Armen eine Stimme hätten und die internationale Justiz wirksam wäre, würden wir Gustavo Petro und seine Handlanger vor den Internationalen Strafgerichtshof begleiten, damit sie sich zusammen mit Netanyahu und Donald Trump für die Massaker an Kindern in der Welt und den Völkermord an der proletarischen Klasse verantworten.
Wir brauchen nicht, dass Lakaien der Oligarchie uns den Status von Revolutionären verleihen, denn sie sind die Feinde der proletarischen Klasse, der wir uns entgegenstellen. So, Frau Viviana, unsere Anerkennung erhalten wir von den Millionen Kolumbianern, die erst nach dem Mittagessen frühstücken, von den Landlosen, den Obdachlosen und von jenen indigenen Völkern, die Sie – so glauben wir – aus dem Fernsehen kennen, als die öffentlichen Sicherheitskräfte sie angriffen.
Wir wissen, dass Sie gezielt daran arbeiten, mittels Ablenkungsmanöver sich der Verantwortung der Regierung und ihrer Handlanger für die Schaffung paramilitärischer Gruppen zu entziehen, die sich als Aufständische ausgeben. Und wir fragen Sie, Frau Viviana: Wenn Sie in Guaviare waren, haben Sie von dem Massaker an den fünf Bauern aus Puerto Cumare, San José del Guaviare, am 2. Dezember 2024 erfahren? Von den Morden an sozialen Führungspersönlichkeiten, der Vertreibung und dem Verschwindenlassen, begangen von der paramilitärischen Gruppe Calarcá Córdoba, die Sie fördern? Haben Sie erfahren, dass während Ihres Treffens in Campo Hermoso, San Vicente del Caguán, vom 17. bis 20. November Bauern in der Ortschaft Yermales von San José del Guaviare ermordet wurden? Sind Sie über die mehr als zweimonatige Wirtschaftsblockade gegen die indigenen und bäuerlichen Gemeinschaften des Bajo Caguán und des Bajo Caquetá informiert? Haben Sie erfahren, dass beim Treffen der Delegationen der paramilitärischen Gruppe und der Regierung von Gustavo Petro am 23. und 24. August 2025 in El Diamante fünf Bauern innerhalb derselben Veranstaltung ermordet wurden? Oder ist das ein Geheimnis unter Kumpels?
Die FARC-EP haben sich seit ihrer Siebten Konferenz im Jahr 1982 als proletarische Armee zur Verteidigung der Volksinteressen konstituiert. Als Armee des Volkes werden wir nicht zögern, die Würde der arbeitenden und enteigneten Klasse unseres Vaterlandes zu verteidigen.
Den indigenen Gemeinschaften, den Bauern und insgesamt der proletarischen Klasse bekräftigen wir unser Engagement und unsere Bereitschaft: Unsere Waffen, Kämpfer und Ressourcen werden stets zur Verteidigung ihrer Interessen bereitstehen.
Volk und Würde! Manuel Marulanda lebt, der Kampf geht weiter!
Amazonasblock Manuel Marulanda Vélez Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee (FARC-EP)
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Der Guerillakampf untereinander im Osten Kolumbiens
Viral und medial aufmerksam ging ein Video und Nachrichten über die öffentliche Verabschiedung eines getöteten Guerillakämpfers in der Provinz Huila. So starb bei dem koordinierten Angriff auf die Polizeistation in Tesalia ein Guerillero des Zentralblocks Isaías Pardo am vergangenen 5. Dezember ein Kämpfer der FARC-EP. Am Freitag hatten mehr als 30 Kämpfer die Polizeistation angegriffen und lieferten sich ein Feuergefecht. Nun wurde mit einer Karawane, Feuerwerkskörpern und verbotenen Corridos, Lieder der aus der lokalen Musik, der Leichnam des Sprengstoffexperten und Guerilleros verabschiedet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Guerilla in der Region verankerte Kämpfer in der Öffentlichkeit ehrt.
Die Karawane der Guerilla bewegte sich dabei zwischen den Gemeinden Tesalia und Iquira im Westen der Provinz Huila, an der Grenze zur Provinz Cauca. Hier sind vor allem die Front Ismael Ruiz und etwas südlicher die Front Hernando González Acosta vom Zentralblock, während auch die Front Dagoberto Ramos aus dem Westblock hier in der Region präsent ist. Alle gehöre zum Zentralen Generalstab der FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco. Der getötete Guerillakämpfer war unter dem alias El Flaco bekannt und stammte mit seinen 21 Jahren aus der Nachbarregion Páez, Provinz Cauca, Generell ist die Guerilla hier stark präsent und die öffentliche Ehrung zeigt, dass eine starke Verankerung in der Bevölkerung vorhanden ist.
Der Verstorbene soll mehrere Schusswunden erlitten haben und wurde, nachdem er verletzt worden war, von seinen Kämpfern aus der Zone fortgebracht, um ihn medizinisch zu versorgen. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen starb er einige Stunden später. Über soziale Netzwerke wurde ein Video bekannt, das zeigt, wie die FARC-EP sich von El Flaco verabschiedeten. Mehrere Guerilleros fuhren auf einem Lastwagen, der mit der kolumbianischen Flagge und weißen Luftballons geschmückt war. Auf der Ladefläche waren die Guerillakämpfer und genau dort befand sich auch der Sarg. Dahinter waren mehrere vorbeifahrende Motorräder zu sehen. Am Straßenrand standen unzählige Bewohner.
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Verabschiedung eines Guerilleros in der Öffentlichkeit
Die aufständische Bewegung FARC-EP, konkret der Zentrale Generalstab unter dem Oberkommando von Iván Mordisco, hat in den letzten Tagen zahlreiche Angriffe auf Polizeistationen verübt. Dabei sind mehrere verletzte Personen zu beklagen, darunter auch Zivilisten. Der aktuellste Angriff erfolgte vom Zentralblock Isaías Pardo in der Nacht zum Sonntag, dem 7. Dezember, mit Gewehrsalven auf die Polizeistation des Ortes El Limón in der Gemeinde Chaparral, Provinz Tolima. Bereits am Samstagmorgen gab es durch die Zündung einer Bombe auf einem Motorrad in der Nähe der Polizeistation von, Provinz Cauca, durch den Westblock Kommandant Jacobo Arenas 15 Verletzte. Hierfür ist die Front Carlos Patiño verantwortlich, die immer wieder Angriffe auf die staatlichen Sicherheitskräfte ausübt.
So auch am Freitag, den 5. Dezember, als eine Ladung Sprengstoff mittels Drohne auf Höhe der Panamericana in der Nähe der Polizeistation von Patía gezündet wurde. Auch hierbei gab es verletzte Personen. Verantwortlich zeigte sich ebenfalls die Front Carlos Patiño des Westblocks. Ein folgenreicher Angriff ereignete sich in der Nacht des 5. Dezembers durch die Front Ismael Ruiz des Zentralblocks bei einem Angriff auf die Polizeistation Tesalia, Provinz Huila. Der Angriff erfolgte mit Bombenzylindern, Sprengstoff und Langstreckenwaffen und wurde von rund 30 Guerillakämpfern inmitten des Ortes durchgeführt. Videos zeigen das konsequente Vorgehen der Guerilla und ein Feuergefecht, dass rund 30 Minuten dauerte. Anschließend zogen sich die Guerillakämpfer wieder zurück.
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Angriffe auf Polizeistationen
In einem Kommuniqué vom 4. Dezember gedenkt die aufständische Bewegung Zweites Marquetalia unter dem Oberkommando von Iván Márquez ihrer beiden in der Guerilla und Bevölkerung sehr anerkannten Kommandanten El Paisa und Edinson Romaña, die im Dezember 2021 hinterrücks ermordet wurden. Im Kommuniqué wird deutlich, dass beide nicht nur durch ihre militärische Funktion, sondern vor allem durch politische Arbeit in der Bevölkerung glänzten. Tatsächlich wird dadurch deutlich, dass die Guerilla in ihrer politisch-militärischen Arbeit in den Regionen, wo sie präsent waren, durch zahlreiche politische und soziale Tätigkeiten auffielen. Anbei die wichtigen Fragmente aus dem Kommuniqué:
Vier Jahre sind seit dem Tod der Guerillakommandanten Óscar Montero, El Paisa, und Edinson Romaña, Mitglieder des Segunda Marquetalia[1], vergangen, die von den Rebellen und dem Volk, das stets ihren Anweisungen folgte, sehr geschätzt wurden. El Paisa fiel einem Hinterhalt zum Opfer, der von den US-Geheimdiensten, der kolumbianischen Geheimpolizei (DIPOL) und einer Guerillagruppe[2], die vom Weg abgekommen war, gelegt worden war. Der erste Vorfall ereignete sich am 4. Dezember 2021, der zweite am 7. desselben Monats. Heute gedenken wir ihrer in der Gewissheit, dass die Kraft ihrer Ideen, die sich für eine neue Heimat mit Menschenwürde und Frieden einsetzen, diesen schönen Kampf für soziale Gerechtigkeit und Frieden in Kolumbien weiter vorantreiben und leiten. Wegen ihrer Kühnheit und Tapferkeit wurden sie von der Rechten des Landes respektiert und gefürchtet, während das Volk, das sie noch immer in seinem Herzen trägt, ihnen mit Liebe und Dankbarkeit gedenkt. Der Paisa, der als Kommandant der Kolonne Teófilo Forero glänzte, wird noch immer von den einfachen Menschen vermisst, denen er stets seine aufrichtige Solidarität entgegenbrachte. Er half ihnen, kleine Produktionsbetriebe aufzubauen, die die Familien- und Gemeinschaftswirtschaft stärkten. Er half vielen armen Familien in El Pato[3], der historischen Region des Guerillawiderstands von Manuel, mit Zementsäcken, Sandladungen und anderen Materialien, um das Aussehen ihrer Häuser zu verbessern. Er baute Gemeinschaftsbrücken, um die Überquerung des Flusses Pato zu erleichtern, verbesserte mit ergänzenden Arbeiten Grundschulen und optimierte mit einer Flotte von schweren Baumaschinen die Straßen und Gemeindewege. Er organisierte Genossenschaften, interessierte sich für die Stromversorgung der Einwohner der Region El Pato und versuchte, die Regierung Santos dazu zu bewegen, in Guayabal präsent zu sein, mit dem Hauptziel, das erste Büro für Landtitel in dieser historischen Region der bäuerlichen Rebellion zu eröffnen. Er förderte sogar den Wassersport auf dem turbulenten Fluss Pato. Ähnlich war die Führungsrolle von Édinson Romaña, der im Zweiten Marquetalia liebevoll als El Gabán bekannt war und in den Llanos seine Flügel ausbreitete, um die Bevölkerung zu schützen und ihr zu helfen, ihre produktiven Unternehmungen voranzubringen. Wie bei El Paisa ließ die Armee aufgrund seiner gewagten und entschlossenen Militäroperationen ihre Wachsamkeit ihm gegenüber nicht nach. In den Territorialgebieten von Tumaco und El Diamante[4] förderte er den Anbau von Ananas, Aloe, Mais und Sorghum. Mit seinen Guerilla-Ingenieuren baute er eine Brücke, die die Entfernung zwischen Uribe und Mesetas um mehrere Kilometer verkürzte. Am Morgen des 7. Dezember 2021 wurde er während eines Gesprächs mit einem Besucher von einem feindlichen Kommando angegriffen, das von denselben Behörden angeführt wurde, die auch am Tod von Óscar Montero El Paisa beteiligt waren.
[1] gemeint ist das Zweite Marquetalia – Bolivarische Armee, die sich als Gruppe von ehemaligen Kommandanten der FARC-EP im August 2019 neu gründeten [2] gemeint ist hier die FARC-EP um den mittlerweile getöteten Kommandanten Gentil Duarte, die im politischen und territorialen Konflikt miteinander standen [3] El Pato ist die Region entlang des Flusses Pato in der östlichen Kordillere zwischen den Provinzen Caquetá und Huila, diese Region war immer eine Bastion der bäuerlichen Selbstverwaltung und eine Hochburg der Guerilla [4] gemeint sind hier die Wiedereingliederungszonen, die im Rahmen des Friedensprozesses von 2016 entstanden sind
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Zweites Marquetalia gedenkt ihrer Kommandanten
Viel wurde in den letzten beiden Wochen über den vermeintlichen Skandal geschrieben, dass sich Kommandierende der FARC-EP, darunter Calarcá Córdoba, mit Geheimdienstmitarbeitern und Militärs getroffen haben. Noticias Caracol veröffentlichte den Inhalt von Computern und USB-Sticks, die während einer Kontrolle von Fahrzeugen der FARC-EP beschlagnahmt wurden. Darauf waren mutmaßliche Informationsaustausche mit General Juan Miguel Huertas zu sehen, der derzeit Leiter des Personalkommandos ist – einem Bereich, der für die Ernennung, Entlassung und Versetzung von Militärangehörigen zuständig war. Mittlerweile ist er abgesetzt worden. Auch Inhalte von Gesprächen mit Wílmar Mejía, einem Beamten der Nationalen Geheimdienstbehörde waren darauf. Man witterte nun Geheimnisverrat und Infiltrierung der Guerilla in Mitarbeiter der staatlichen Sicherheitsorgane. Im Fokus steht dabei Alexander Díaz, bekannt als Calarcá Córdoba, ein Kommandant der FARC-EP, der aktuell mit dem Generalstab der Blöcke und Fronten (EMBF), einer Fraktion der FARC-EP, seit 2023 in Friedensgesprächen mit der Regierung von Gustavo Petro steht.
Doch wer ist dieser Alexander Díaz alias Calarcá Córdoba? Wir schauen einen kurzen Blick auf seine politisch-militärische Laufbahn. Calarcá trat 1998 im Alter von nur 16 Jahren der FARC-EP bei, als Mitglied der 40. Front. Diese operierte vor allem in der Provinz Meta und war Teil des Ostblocks der FARC-EP. Der Ostblock galt als einer der stärksten Blöcke der FARC-EP in jener Zeit. Darin war Calarcá am Anfang für städtische Einsätze und Geheimdiensttätigkeiten verantwortlich. Im Zuge des Friedensabkommens der alten FARC-EP mit der Regierung unter Santos im Jahr 2016 trat auch Calarcá in den Friedensprozess ein. Seine anfängliche Demobilisierung und Prozess der Wiedereingliederung setzte er in einer Wiedereingliederungszone in Meta durch. Doch wie Calarcá mehrfach erklärte, verließ er den Prozess und kehrte unter dem Kommando von Miguel Botache Santillana, bekannt als Gentil Duarte, zurück zur Guerilla, die sich mit der 1. Front Armando Ríos und ihr weiterfolgende Strukturen neu formierte. Gentil Duarte strukturierte den Zentralen Generalstab (EMC), der jetzt unter der Führung von Iván Mordisco steht.
Calarcá setzte sich erneut an den Tisch der Friedensgespräche mit dem EMC. Im März 2024 jedoch ordnete Präsident Gustavo Petro die Beendigung des Waffenstillstands mit der abtrünnigen Gruppe des Zentralen Generalstabs (zu der auch Mordisco und Calarcá gehörten) an, nach dem Angriff von Mordisco auf Toribío, bei dem die indigene Bürgermeisterin Carmelina Yule ums Leben kam. Die Haltung dieser bewaffneten Struktur zu diesem Waffenstillstand – Mordisco wollte die Gespräche abbrechen, während Calarcá im Prozess bleiben wollte – spaltete die Gruppe. Seitdem existieren zwei Abspaltungen: der Zentrale Generalstab (EMC) unter Mordisco, der den Prozess verließ, und der Generalstab der Blöcke und Fronten (EMBF), der in den Dialogen blieb. Dessen Kommando, auch wenn sie konföderiert ist, wird aber hauptsächlich von Calarcá getragen. Derzeit konzentriert sich die Macht von Calarcá auf den Block Jorge Suárez Briceño, der in Caquetá, Guaviare und Meta operiert. Der EMBF ist ebenfalls in mehreren Regionen des Landes präsent, hat jedoch vor allem in Catatumbo (mit Schwerpunkt in Tibú), im Norden, Nordosten und im Bajo Cauca von Antioquía sowie im Süden von Bolívar territoriale Kontrolle.
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Calarcá Córdoba als Kommandant der FARC-EP
Bei Kämpfen, die in der Region Catatumbo in der Provinz Norte de Santander zwischen der 33. Front der FARC-EP und der ELN ausgebrochen sind, gab es mehrere tote Personen. Bereits am gestrigen Donnerstag sind Kämpfe im ländlichen Gebiet der Gemeinde El Tarra registriert worden, was die lokale Bevölkerung verunsicherte. El Tarra ist ein Gebiet, wo die FARC-EP sehr präsent ist. Schon seit Anfang des Jahres gibt es starke Konflikte zwischen beiden Guerillaorganisationen um Einfluss, wobei die ELN die FARC-EP angegriffen hatte. Bei den aktuellen Kämpgen soll es mindestens sieben Tote gegeben haben, zudem zahlreiche Verletzte. Unter den Toten befindet sich ein angeblicher Kommandant der ELN in der Region, bekannt unter Kampfnamen El Cuyo. Dies deutet darauf hin, dass der Zusammenstoß die Führungsstruktur der Guerilla in diesem Gebiet beeinträchtigen könnte.
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Erneute Kämpfe mit Toten in Catatumbo
Breitet sich die aufständische Bewegung des Zweiten Marquetalia – Bolivarische Armee in der Provinz Huila weiter aus oder nicht? Dies ist gerade die Debatte in der südkolumbianischen Provinz, nachdem erneut Banner der Guerillaorganisation aufgetaucht sind. So sind sechs Banner im ländlichen Gebiet der Gemeinde Campoalegre aufgetaucht, die auf das Zweite Marquetalia unter dem Oberkommando von Iván Márquez hinweisen. Gerade die Randregionen dieser Provinz sind für die Guerilla strategisch wichtig, so gibt es im Westen die Präsenz des Zentralen Generalstabs mit dem West- und Zentralblock unter dem Oberkommando von Iván Mordisco und im Osten zur Provinz Caquetá und Meta die Präsenz des Generalstabs der Blöcke und Fronten unter dem Oberkommando von Calarcá vor allem mit dem Block Jorge Suárez Briceño. Bereits seit 2020 operiert in der Gemeinde Algeciras das Zweite Marquetalia, dass jedoch Rückschläge erlitt, gerade nach dem Herauslösen verschiedener starker Strukturen im Süden des Landes wie den Bolivarischen Grenzkommandos. Das Zweite Marquetalia konnte vor allem auf ein Netzwerk der alten Mobilen Kolonne Teófilo Forero Castro zurückgreifen. Zuletzt blieb es jedoch ruhiger und eher andere Organisationen konnten an Boden gewinnen.
Auf den Bannern des Zweiten Marquetalia standen Botschaften wie „Der Kampf geht weiter!“ und zeigten Bilder von alias El Paisa, dem ehemaligen Kommandanten der Mobilen Kolone Teófilo Forero Castro. Diese war über das Land bekannt, weil sie als Spezialeinheit der Guerilla diente. Ihren operativen Mittelpunkt hatte sie in der östlichen Kordillere zwischen Huila und Caquetá. Nun will das Zweite Marquetalia wieder an Boden gut machen und versucht über kleine Gruppen von Süden über Palestina in den Süden von Huila vorzudringen, da sie in Caquetá, Putumayo oder in Cauca zuletzt zurückgedrängt worden sind. Ziel ist wieder in der Gemeinde Algeciras Fuß zu fassen, ehemals eine Hochburg, wo jedoch die Strukturen um Calarcá sehr präsent sind. Auch in der Gemeinde Acevedo gibt es eine Präsenz. Dass jedoch die Banner in Campoalegre aufgetaucht sind, kann auch von zwei Personen auf einem Motorrad verübt worden sein. Das bedeutet noch nicht, dass sie sich in dieser Gemeinde niedergelassen hätten. Es kann lediglich ein Hinweis auf eine mögliche Ankunft sein.
Eine andere Möglichkeit sollte in den Betrachtungen jedoch auch eine Rolle spielen. Zwar ist die Provinz Huila eine Provinz, die eine lange Geschichte mit der Guerilla hat, doch das Anbringen von Bannern der Guerilla und das Anfertigen von Propaganda unter dem Namen der Guerilla haben häufig auch die extreme Rechte als Strategie verfolgt, um Angst in der Bevölkerung zu schüren und anschließend eine Politik der demokratischen Sicherheit zu verkaufen. Diese Politik wurde maßgeblich unter dem rechten Präsidenten Uribe geprägt, die mit Aufstandsbekämpfung, Militarisierung und zahlreichen Menschenrechtsverbrechen einher ging. Getötete Zivilisten wurden als Guerillakämpfer verkauft und die linke Bewegung sowie Zivilbevölkerung eingeschüchtert. Es könnte sich also um einen Beitrag zur Verunsicherung im Rahmen dessen handeln, was als mediale Kampagne eines politischen Sektors kursiert, der die Linke mit Blick auf das Wahljahr 2026 ausmerzen wolle.
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Zweites Marquetalia auf dem Vormarsch oder nicht?
Die Medien zerreißen sich gerade um einen vermeintlichen Skandal, in dem es unterschiedliche Verbindungen der FARC-EP zu Personen in hohen Ämtern gibt. Dabei soll es um Personen des Geheimdienstes, des Militärs, aber auch zu Vertretern der jetzigen Regierung Petro gehen. Unter anderem soll die Guerilla dabei den Wahlkampf von Petro unterstützt haben. Selbst wenn sich dies bewahrheiten sollte, es ist nicht ungewöhnlich, dass eine aufständische Bewegung auch Kontakte in hohe Positionen besitzt und im Zuge von Wahlkämpfen oder Friedensprozessen verschiedene Personen trifft oder in ihrem territorialen Einflussgebiet einen Kandidaten unterstützt, der sich für den Frieden einsetzt. Man könnte nun denken, dass es gerade jetzt ein gefundenes Fressen für die Medien ist, da Petro eh in der Schusslinie der USA ist. Zudem nähern sich die Wahlen, Grund also, um ordentlich Feuer im Blätterwald anzuzünden.
Auch im Fokus steht die kolumbianische Vizepräsidentin Francia Márquez, der ebenso angebliche Verbindungen zur FARC-EP vorgeworfen werden. Dabei muss man rekapitulieren, dass sie aus der Provinz Cauca kommt, wo die FARC-EP besonders stark ist. Die kolumbianische Vizepräsidentin rief die Presse dazu auf, verantwortungsvoll zu handeln, forderte, keine Lügen zu verbreiten und Informationen zu überprüfen, bevor Gerüchte zu Schlagzeilen werden. Die Vorwürfe gegen sie tauchten auf, nachdem angebliche Chats beschlagnahmt wurden, die alias Calarcá, Oberkommandierender des Generalstabs der Blöcke und Fronten der FARC-EP (EMBF), zugeschrieben werden. Diese Chats sollen auf eine mutmaßliche Unterstützung dieser Gruppen für den Präsidentschaftswahlkampf von Gustavo Petro hindeuten.
Die angeblichen Gespräche zwischen alias Iván Mordisco, aktuell Oberkommandierender des Zentralen Generalstabs (EMC), und anderen Guerillakommandierenden enthalten Nachrichten wie: „Alles lief über Francia Márquez“, bezogen auf die erwähnte Unterstützung. Die Vizepräsidentin versicherte, dass diese Darstellungen böswillig seien und keinen einzigen stichhaltigen Beweis enthielten. Márquez erklärte, dass der einzige vorgelegte Beleg eine angebliche WhatsApp-Nachricht sei, die von der Guerilla stamme und der ihren Namen benutzen würde. Das in Laptops sichergestellte Material stammt aus dem Juli des vergangenen Jahres, als ein Konvoi der FARC-EP mit Friedensdelegierten vom Militär in Anorí, Provinz Antioquia, gestoppt wurde. Unter anderem sollen darin auch Beweise für einen Austausch von Militärs mit Guerillakommandanten zu Operationen in verschiedenen Regionen stattgefunden haben. Damals befand sich der Teil der FARC-EP unter alias Calarcá schon im Friedensprozess.
Veröffentlicht unterGeneral|Kommentare deaktiviert für Skandal um Verbindungen der FARC-EP in hohe Ämter