FARC-EP legt andere Version der Kämpfe in Cauca dar

Der Westblock Kommandant Jacobo Arenas der FARC-EP, unter dem Oberkommando von Iván Mordisco stehend, legten eine Version der Kämpfe in Cajibío vor, die sich radikal von der Version der Armee unterscheidet, die an die Medien transferiert wurde. Dies ist nichts Neues, dass sich die staatlichen Sicherheitskräfte Lügen bedienen, um ihre eigene Version der Geschehnisse zu verbreiten, auch um die Guerilla in ein schlechtes Licht zu rücken und ihr den politisch-militärischen Charakter abzusprechen.

Im Kern geht es in dem Kommuniqué, welches unter anderem per Video und mit Aufnahmen der Ereignisse an Medien und Bevölkerung gesendet wurde, um die schweren Kämpfe, die zwischen dem 8. und 13. August im Ort Ortega der Gemeinde Cajibío in der Provinz Cauca stattfanden. Laut der Erklärung der Front Jaime Martínez des Westblocks waren an den Zusammenstößen Guerillakämpfer und abtrünnige Milizen, eine als „Autodefensas Campesinas de Ortega“ bezeichnete paramilitärische Gruppe, Truppen der Nationalarmee sowie eine Gruppe beteiligt, die ihrer Aussage nach Abzeichen der ELN trug.

Die Darstellung der FARC-EP steht in deutlichem Kontrast zu den ersten Berichten der Sicherheitskräfte, die von verletzten und aus dem ländlichen Gebiet evakuierten Zivilisten berichtet hatten. Dem Bericht der Guerilla zufolge handelte es sich bei den Verletzten und Evakuierten jedoch um Mitglieder illegaler bewaffneter Gruppen und nicht um unbewaffnete Zivilisten, wie ursprünglich berichtet worden war.

Laut der Erklärung der Front Jaime Martínez deute die Operation „Palermo 3“ auf eine mutmaßliche operative Zusammenarbeit zwischen der Nationalarmee und den „Autodefensas Campesinas de Ortega“ hin – einer Gruppe, die laut öffentlich zugänglichen Unterlagen seit Jahren mit dem „Bloque Calima“ der „Autodefensas Unidas de Colombia“ (AUC) in Verbindung stehen soll und derzeit Verbindungen zu pensionierten und aktiven Militärangehörigen unterhält, die als „la Novena“ bekannt sind. Dies sind klare Verbindungen von Paramilitärs und Militärs.

Während der sechs Tage andauernden Auseinandersetzungen wurden laut dem abweichenden Bericht großkalibrige Waffen eingesetzt, darunter Bombardierungsdrohnen, 60- und 88-Millimeter-Mörser sowie Flugabwehrraketen, zusätzlich zur Luftunterstützung durch Arpía- und Black-Hawk-Hubschrauber, Super-Tucano-Flugzeuge und ein Überwachungsflugzeug. Die Front Jaime Martínez meldete als Ergebnis der Kämpfe zehn verwundete Soldaten, einen getöteten Soldaten, vier verwundete Paramilitärs, einen getöteten Paramilitär sowie vier gefangene Paramilitärs, zusammen mit der Beschlagnahmung von vier Motorrädern und der Zerstörung von zwei Fahrzeugen.

Nach den Zusammenstößen gelang es der Armee, die operative Kontrolle über die Gemeinde zu erlangen. Diese Situation löste Proteste von Familien und Anwohnern aus, die sich zur Zufahrtsstraße zum Hauptquartier der Dritten Division in Popayán begaben und Antworten auf die Geschehnisse forderten. Die FARC-EP stellt öffentlich die Frage an die ELN, ob die Einheit, die deren Abzeichen trug, tatsächlich zu ihrer Organisation gehöre oder ob es sich um eine Identitätsfälschung handele, und warfen humanitären Organisationen vor, den Transport von Munition in Fahrzeugen zuzulassen, die ausschließlich für medizinische Zwecke bestimmt seien.

In den von der FARC-EP gesammelten Zeugenaussagen beschrieben Anwohner der Region ein Muster paramilitärischer Kontrolle, das die Einschüchterung von Zivilisten, verdeckte Erpressung durch Drohungen gegen ihre Familien sowie Einschränkungen der Bewegungsfreiheit umfasst. In den Zeugenaussagen wird erwähnt, dass lokal bekannte paramilitärische Anführer und mutmaßliche Mitglieder der ELN sowie Soldaten der Armee in der Gemeinde zusammenleben und gemeinsam operieren – ein Umstand, der von den zuständigen Behörden und Kontrollorganen überprüft werden muss.

Schließlich luden die Guerilleros Medien und Menschenrechtsorganisationen ein, vor Ort die aktive Präsenz der paramilitärischen Gruppe und ihre mutmaßlichen Verbindungen zu militärischen Institutionen zu überprüfen. Schon in der Vergangenheit wiesen Kommuniqués mit Beweisen der FARC-EP auf diese Zusammenarbeit hin. Auch in diesem Fall scheint der Fall ähnlich zu sein. Im Übrigen gab es ein Waffenstillstandsangebot der FARC-EP im Zuge des Erdbebens, um in den Erdbebengebieten humanitäre Hilfe anbieten zu können. Dies jedoch scheint für die Sicherheitskräfte keine Rolle zu spielen.

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