In der Provinz Cauca hat die FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco und dem Westblock Kommandant Jacobo Arenas zum Todestag des ehemaligen Oberkommandieren und großen Guerillaführers Manuel Marulanda Vélez eine Offensive begonnen. Dieser Teil der Guerilla steht im Krieg mit der kolumbianischen Regierung. Zeitgleich griffen diverse Fronten der FARC-EP die staatlichen Sicherheitskräfte an mehreren Orten an. So wurden Angriffe auf Polizeistationen und Militärs aus Gemeineden und Städten wie Caldono, Toribío, Miranda, Corinto, Santander de Quilichao, Suárez, Morales und Cajibío gemeldet. Teilweise wurde stundenlang gekämpft, wodurch die Zivilbevölkerung nicht ihre Häuser verlassen konnte und die Mobilität eingeschränkt wurde.
Ein Soldat wurde getötet und zwei weitere verletzt, nachdem eine Motorradbombe in der Gemeinde Patía im Süden des Cauca explodiert war. Laut ersten Informationen handelte es sich um einen Sprengsatz, der in einem Motorrad platziert und in der Nähe der Soldaten zur Explosion gebracht wurde. Auch in Piendamó in Cauca wurde ein Sprengsatz an einem Motorrad platziert. Hier gab es mehr als zwanzig Verletzte, darunter Zivilisten und Polizisten. In Cajibío nutzte die Guerilla Drohnen bei ihren Angriffen. Auchhier gab es verletzte Polizisten. Vor allem die beiden Fronten Jaime Martínez und Dagoberto Ramos sind für die kontrollierten Angriffe verantwortlich.
Die Offensive ereignete sich im Rahmen des 17. Jahrestages des Todes von Pedro Antonio Marín Marín, alias Manuel Marulanda Vélez oder Tirofijo. Er war bis zu seinem Tod im Jahr 2008 aufgrund eines Herzinfarktes in den Bergen von Meta der Oberkommandierende der FARC-EP. Damals hieß es in einem Kommuniqué des Sekretariats des Zentralen Generalstabs der FARC-EP im Mai 2008: „Mit großem Bedauern informieren wir, dass unser Kommandant Manuel Marulanda Vélez am 26. März infolge eines Herzinfarkts nach einer kurzen Krankheit verstorben ist, in den Armen seiner Lebensgefährtin und umgeben von seiner persönlichen Leibgarde sowie allen Einheiten, die für seine Sicherheit verantwortlich waren.“
Und weiter: „Wir haben ihm die Ehren erwiesen, die ein Führer seiner Größe verdient, und ihm eine ehrenvolle Beerdigung gegeben. Wir haben uns von ihm im Namen der tausenden von FARC-Guerillakämpfern, bolivarischen Milizionären und der Millionen Kolumbianer und Bürger der Welt verabschiedet, die ihn schätzen, bewundern und lieben, über die abscheuliche Medienkampagne gegen die FARC hinweg.“ Das Jahr 2008 war ein schweres Jahr für die Guerilla, neben einer großen Medienkampagne und Demonstrationen gegen die FARC-EP starben auch Raúl Reyes und Iván Ríos als Kommandanten und Führungspersönlichkeiten. Zu Ehren des Todes von Manuel Marulanda rief die FARC-EP den 26. März als den Tag auf das „Recht der Völker zum bewaffneten Aufstand“ aus.