Ein Jahr Krieg in Catatumbo

Vor einem Jahr geriet die Region Catatumbo in der Provinz Norte de Santander in eine Spirale der Gewalt, die bis heute nicht zur Ruhe gekommen ist. Die militärische Offensive der ELN gegen die 33. Front der FARC-EP, unter dem Oberkommando Calarcá stehend und damit zum Generalstab der Blöcke und Fronten gehörend, löste die schwerste humanitäre Krise aus, die das Land in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Doch auch weiterhin schwelt der Konflikt und bricht der Krieg immer wieder aus. Frühzeitig tauchten Anzeichen auf, dass die Gewalt nicht nachlassen würde und auch wir wiesen darauf hin, dass die strategisch wichtige Region für beide bewaffneten Organisationen eine große Rolle spielt.

Obwohl die 33. Front anfangs einen schweren Rückschlag erlitten hatte und fast 90 % ihres Gebiets an die ELN hergeben musste, befand sie sich in einem Prozess der Reorganisation und Verstärkung. So kamen Kämpfer von anderen Fronten und auch innerhalb des Netzwerkes der 33. Front wurden Milizionäre reaktiviert. Unter anderem war die Politik der ELN dafür ausschlaggebend, dass sich Personen, die seit jeher der FARC-EP nahestanden, nun aus Angst und Repression selbst zu den Waffen griffen. Ende Dezember und Anfang Januar löste die Wiederaufnahme der Kämpfe die Zwangsvertreibung von fast 1.500 Menschen aus, ein weiteres Zeichen dafür, dass der Konflikt noch lange nicht beendet ist.

Seit dem Ausbrechen des Konflikts im Januar 2025 und bis zum Anfang Januar 2026 wurden mindestens 166 Menschen getötet. Darunter sind auch sechs Friedensunterzeichner der ehemaligen FARC-EP, die im Rahmen des Friedensvertrages von 2016 den Weg der Wiedereingliederung gegangen sind. Auch dieses Beispiel zeigt, wie unsicher sich Personen unter der Herrschaft und dem Krieg der ELN führten, denen einen Nähe zur FARC-EP vorgeworfen wurde. Die Gewalt hat fast 92.000 Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, um Sicherheit zu suchen. Die Konfrontation zwischen der ELN und der 33. Front konzentriert sich heute auf die Gemeinden Tibú und El Tarra, Bastionen der FARC-EP.

Unterdessen gab der Kommandant der 33. Front ein Interview vor einem großen kolumbianischen Nachrichtenportal. Aufhänger waren zwei von der FARC-EP festgenommene venezolanische Kämpfer der ELN, mit denen die ELN regelmäßig ihre Reihen auffüllt. Andrey Avendaño sprach vor den beiden ELN-Kämpfern. „Sie werden der Ombudsstelle, den Vereinten Nationen und der katholischen Kirche übergeben. Sie sollen medizinische Hilfe erhalten, das Wichtigste ist die Gesundheit“, sagte er. Dann schaute er einen der venezolanischen Kämpfer an und sagte: „Ab jetzt sind sie frei, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie müssen wissen, dass der Krieg nicht gerecht ist. Er ist niemandem gegenüber gut. Der Krieg, der in Catatumbo geführt wird, ist unnötig, es ist ein Krieg der Armen gegen die Armen. Wir haben ihn nicht begonnen, das war das ELN in der Region. Männer und Frauen, die es satt hatten, vom ELN unterdrückt zu werden, haben die Entscheidung getroffen, sich zu erheben und zu kämpfen, bis das Leben es zulässt.“

Avendaño drang zudem auf die Fortführung der Friedensverhandlungen, die derzeit mit der Regierung von Präsident Gustavo Petro ins Stocken geraten sind. Die derzeitige Situation lässt kaum an Frieden denken. Denn die 33. Front ist zwar geschwächt, doch mit ihren rund 500 Kämpfern verfügt sie immer noch über eine ausreichende Kampfkraft. Warum immer noch gekämpft wird und sich neue Kämpfer rekrutieren lassen ist auch auf die langsame Reaktion der staatlichen Behörden zur Kontrolle des Territoriums zurückzuführen. Die Gemeinden und ihre Bevölkerung wurden mitten im Konflikt ohne wirksamen Schutz zurückgelassen, so setzte eine neue Dynamik ein mit der Rekrutierung von Personen.

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Kämpfe zwischen FARC-EP in Guaviare

Verschiedenen Berichten der lokalen Bevölkerungen, der Medien und der staatlichen Sicherheitskräfte zufolge, sollen sich schwere Kämpf zwischen den beiden verfeindeten Strukturen der FARC-EP ereignet haben. Dies betrifft den Zentralen Generalstab (EMC) unter dem Oberkommando von Iván Mordisco und Fronten des Generalstabs der Blöcke und Fronten (EMBF) unter dem Befehl von Calarcá Cordoba. Die Kämpfe zwischen der Guerilla fanden in der ländlichen Zone der Gemeinde El Retorno in der Provinz Guaviare statt. An den Kämpfen sollen auf Seiten des EMC die 1. Front Armando Ríos und der die Struktur Martín Villa und auf Seiten des EMBF die Strukturen Jhon Linares und Isaías Carvajal des Blocks Jorge Suárez Briceño beteiligt gewesen sein.

Den Berichten zufolge sollen die Kämpfe am Freitagmorgen, den 16. Januar, begonnen haben als Guerilleros des EMBF unter dem Oberkommando von Calarcá in mehrere Ortschaften der Region eindrangen. Laut den Aussagen der lokalen Bevölkerung haben die Strukturen von Mordisco derzeit großen Einfluss auf zahlreiche Punkte in dieser Region der Provinz, weshalb der EMBF nun vorzudringen versucht, um die territoriale Kontrolle zu gewinnen. Obwohl bislang keine offizielle Zahl der getöteten Kämpfer gibt, wird in der Gemeinschaft von mindestens 24 Personen gesprochen, die im Konflikt gefallen sind.

Die lokalen Führungspersonen stimmen darin überein, dass die Guerilleros selbst die Körper der gegnerischen Seite beerdigen, um zu verhindern, dass die tatsächlichen Zahlen über das Geschehene bekannt werden. In einer Mitteilung bestätigte die Nationalarmee, dass Mitglieder der 22. Brigade gegen Mittag mit der Überprüfung der Situation in der Ortschaft Kuwait, einem ländlichen Gebiet der Gemeinde El Retorno, beauftragt wurden. Vorläufige Informationen deuten darauf hin, dass die getöteten Kämpfer der Struktur Martín Villa aus dem Amazonasblock von Iván Mordisco zugeordnet werden können. Darauf deuten auch Videos hin, die es über das Geschehen gibt. Die Provinz Guaviare gehört zu den umkämpften Regionen in Kolumbien.

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Iván Mordisco ruft zur Einheit der Guerilla wegen Venezuela auf

In einem am 7. Januar vermutlich in der Region des Amazonas, seinem vermutete Aufenthaltsgebiet, aufgenommenen Video lädt Iván Mordisco, Kommandant des Zentralen Generalstabs der FARC-EP, verschiedene Guerillaorganisationen ein, Maßnahmen zu koordinieren, um dem entgegenzutreten, was er als eine Bedrohung durch eine ausländische Intervention in der Region betrachtet. Dabei beruft er sich auf den Angriff der USA auf das Nachbarland Venezuela. „An die Kameraden der Nationalen Befreiungsarmee (ELN), des Zweiten Marquetalia, der Volksbefreiungsarmee (EPL) und der Nationalen Koordination der Bolivarischen Armee. Die Vereinigten Staaten scheinen von der Vorsehung dazu bestimmt zu sein, Amerika im Namen der Freiheit mit Elend zu übersäen“, erklärt Iván Mordisco im Video und zitiert dabei einen Satz, der Simón Bolívar zugeschrieben wird.

Der Oberkommandierende verurteilte die Ereignisse, die Anfang Januar in Venezuela stattfanden, und warnte, dass eine ähnliche Situation auch in Kolumbien eintreten könnte. „Dieser Angriff ist nicht nur ein Angriff auf ein brüderliches Volk, es ist eine direkte Beleidigung gegenüber der großen Heimat, von der Bolívar träumte. Es ist der Stiefel, der darauf abzielt, unsere Souveränität, unsere Würde und unser Recht auf Selbstbestimmung zu zertreten“, sagte er. In seiner Videobotschaft fordert Mordisco dazu auf, die Differenzen zwischen den verschiedenen aufständischen Organisationen beiseite zu legen und gemeinsam zu handeln. „Der Schatten des interventionistischen Adlers lastet gleichermaßen auf allen. Wir rufen euch auf, diese Unterschiede beiseitezulegen; es wird noch Zeit geben, sich in Kameradschaft hinzusetzen, um diese Unstimmigkeiten zu diskutieren“, drückt er aus.

Er betont auch, dass die regionale Situation ein hochrangiges Treffen zwischen den Guerilla-Kommandanten erfordert. „Das Schicksal schreit uns zu, dass es Zeit ist, uns zu vereinen, nicht in der Umarmung, sondern im gemeinsamen Graben. Wir rufen euch dringend zu einem Gipfeltreffen der Kommandeure der kolumbianischen Aufständischen und aller unserer Amerikas auf“, fügt er hinzu. Abschließend wiederholt er, dass trotz interner Differenzen diese Organisationen dasselbe Ziel teilen, weshalb er die Bildung „eines großen Guerillablocks“ vorschlägt, der die Feinde der großen Heimat zurückdrängen wird. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass seine Aufforderung auf Nachhall trifft. Auffallend ist, dass der Generalstab der Blöcke und Fronten unter dem Oberkommando von Calarcá Cordoba nicht erwähnt wird. Beide Strukturen dividierten sich im Zuge unterschiedlicher Ansichten zum Friedensprozess und stehen nun im erbitterten Kampf gegeneinander.

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Die Front Rodrigo Cadete in Caquetá

Zuletzt standen die FARC-EP in der Provinz Caquetá wieder im Fokus der Berichterstattung. Denn nach Angaben des Geheimdienstes von Armee und Polizei ist der Ostblock Jorge Suárez Briceño mit der Front Rodrigo Cadete für den Mord an zwei Polizisten in Cartagena del Chairá verantwortlich. Mehrmals haben wir bereits über die Provinz Caquetá geschrieben, die eine Bastion der Guerilla ist. Auch nach der Neuformierung der FARC-EP im Zuge des gescheiterten Friedensprozesses 2016 bildeten sich hier sofort neue Strukturen, teilweise in Fortführung der alten Strukturen. Im Jahr 2024 kam es zu einer Spaltung, in deren Folge sich alias Calarcá und der von ihm geführte Ostblock Jorge Suárez Briceño unabhängig machten, was zur Entstehung dessen führte, was heute als EMBF, der Generalstab der Blöcke und Fronten, bekannt ist. Sie wolle den neuen Friedensprozess mit der Regierung unter Petro fortführen, während der andere Part unter dem Oberkommando von Iván Mordisco bisher die militärische Lösung befürwortet. Unter Calarcá ist der territoriale Einfluss in der Provinz weiterhin ungebrochen.

Die Guerilla hat mit ihrem politisch-militärischen Einfluss neue Handbücher des Zusammenlebens erstellt, in denen Regeln festgelegt sind, die die Gemeinschaften einhalten. Als Teil ihrer militärischen territorialen Kontrolle hat sie die lokale Bevölkerung beauftragt, Ausweise zu benutzen sowie sich der Junta de Acción Comunal (Kommunalrat) anzuschließen. Zudem hat sie die Menschen angewiesen, auf ihrem Land Nahrungsmittel anzubauen, was für die Guerilla und den Wirtschaftssektor notwendig ist. Damit wird eine Abhängigkeit von anderen Regionen vermieden und dem Drogenanbau der Riegel vorgeschoben. Auch Naturschutzvorgaben gibt es, so dürfen nicht wahllos Wälder gerodet werden. Der EMBF setzt eine aus seiner Sicht verstandene „Agrarreform“ um, indem er Land parzelliert und an bäuerliche Familien vergibt, die aus Regionen nahe Caquetá hergebracht werden. Parallel dazu hat er ein eigenes Kataster eingeführt. Infolge all dessen erhebt der EMBF Steuern auf zahlreiche Aspekte der Landnutzung, des Umweltschutzes und der Entwaldung in Caquetá.

In den Medien werden die Strukturen der Guerilla immer als Terrorzellen und Drogenterroristen beschrieben. Die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Funktionen der Guerilla, die hier staatliche Aufgaben übernimmt weil der Staat dem nicht nachkommt, werden jedoch unter den Tisch gekehrt. Zu den aktiven und größten Strukturen gehört die Front Rodrigo Cadete, die unter der Führung von Juan Agudelo Salazar, alias Cotiz oder Urias, steht. Zwei Unterstrukturen hat diese Front, die auch als Kommissionen genannt werden. Diese zwei Kommissionen heißen Miller Perdomo und Diómedes Galvis, die direkte Befehle vom Kommandierenden der Front erhalten. In der erstgenannten Kommission ist Wilber Andrés Lugo Olaya, alias Darwin Núñez, der Anführer, während die zweite von Dairo Parra Morales, alias Sebastián oder Champollo, geleitet wird. Benannt ist die Front nach dem im Jahr 2019 getöteten Kommandanten, der in der alten FARC-EP vor 2016 die 27. Front in Caquetá und Meta befehligte und später ein wesentlicher Verbindungsmann der sogenannten dissidentischen FARC-EP nach 2016 wurde. Hier ein alter Artikel zu seinem Tod und seiner Biographie.

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Politische Erklärung des Plenums vom Dezember 2025

Im Dezember gab es ein großes Plenum von Kommandierenden und Delegierten des Zentralen Generalstabs der FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco. Dieser größere Teil der FARC-EP, der andere Teil hatte sich unter dem Oberkommando von Calarcá Córdoba zur Weiterführung der Friedensgespräche erklärt weshalb es zur Spaltung kam, steht im bewaffneten Konflikt mit diversen Akteuren, darunter der Staat mit seinen Sicherheitskräften. Für die aufständische Bewegung ist ein Plenum das wohl höchste demokratische Mittel zur politischen Partizipation und Festlegung der politisch-militärischen Ziele für die Zukunft. Wir dokumentieren den ersten Passus des Kommuniqués der FARC-EP und setzen den Fokus auf den Passus zur Bekämpfung des Alkoholismus auf der dritten der insgesamt vierseitigen Erklärung, weil dies tatsächlich ein großes gesellschaftliches Problem darstellt und wir es bemerkenswert finden, dass dies in einer politischen Erklärung Erwähnung findet. Darüber hinaus widmet sich die politische Erklärung der nationalen und internationalen politischen Lage und verkündete einen befristeten Waffenstillstand über die Feiertage.

Anfangspassus und Teil zur Kampagne gegen Alkoholkonsum:

Wir befinden uns in einer Zeit des globalen Wandels, die, wie Antonio Gramsci in seinen Gefängnisheften schrieb, folgendermaßen beschrieben werden kann: „Die Krise besteht genau darin, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann; und in diesem Interregnum treten die unterschiedlichsten morbiden Phänomene zutage.“ Diese Zeile, die einige als „eine Zeit, in der das Alte nicht zu Ende stirbt und das Neue nicht zur Welt kommt“ paraphrasiert haben, beschreibt sehr gut den historischen Moment, den wir als Menschheit durchleben. Ein Moment, in dem die Monster, sich ihrer bevorstehenden Vernichtung bewusst, ihr wahres Gesicht zeigen. Klare und unmaskierte Worte von Trump und Netanyahu treten hervor, die die Welt bedrohen, die Ermordung von Kindern, Frauen und Männern befehlen, die sie als Hindernisse auf ihrem Weg in die Vergessenheit betrachten. Denn das Vergessen ist das Schicksal jedes einzelnen dieser kapitalistischen Verbrecher, die im Namen der „Demokratie“, der „Sicherheit“ und des „Friedens“ die Welt mit Hunger, Tod und Zerstörung füllen.

Die FARC-EP, als Fortsetzer des historischen Erbes ihrer Märtyrer und unsterblichen Führer wie Marulanda und andere, die ihr Leben für eine bessere Welt geopfert haben, gehen stolz durch den Terror, den das Imperium der Welt anbietet. Wir gehen mit erhobenem Haupt, mit der Würde des Wissens, dass nicht einmal der Tod den unaufhaltsamen Schritt zum Aufbau einer neuen Welt aufhalten kann. Wenn ein Guerillero oder eine Guerillera stirbt, wird er oder sie zu einem Samen, der von den neuen Generationen in der sozialistischen Zukunft geerntet wird. Mit dieser Gewissheit wird jede Bedrohung, jede Einladung, den Kampf zu stoppen, zu einem Ziel, das überwunden werden muss. Die Lebenszeit eines Revolutionärs geht über seine temporale Existenz hinaus, solange sein Herz schlägt, und auch wenn es irgendwann stoppt, umfasst sie den Traum der neuen Generationen, die die Ernte dessen empfangen werden, was wir heute säen.

Kampagne gegen Alkoholismus

Für unseren Teil und als Ergebnis der kulturellen Modelle, die Kolumbien zu einer trinkfreudigen Gesellschaft machen, haben wir beschlossen, eine große Kampagne gegen den Alkoholismus zu starten. Wir kündigen eine Kampagne an, um die Verrottung ans Licht zu bringen, die hinter der Droge steckt, die das kolumbianische Volk am meisten betrifft und den größten Wohlstandsverlust in den beliebten Sektoren, bei den Arbeitern und Bauern verursacht – den Alkoholkonsum. Dieser ist zudem der Hauptvorläufer von Drogenkonsum, was zu misshandelten Frauen, Todesfällen bei Verkehrsunfällen, Vergewaltigungen und so weiter führt. Der Unterschied besteht darin, dass alle Drogen verboten sind, mit Ausnahme der alkoholischen Getränke, die die Taschen der Industriellen füllen, politische Kampagnen finanzieren und die Verbraucher verdummen, die es vorziehen, das Geld aus ihrer Arbeit in einem Trinklokal zu verschwenden, anstatt ihre Rechte auf der Straße einzufordern. Es ist einfacher, den betrunkenen Konsumenten zu beschuldigen und zu verurteilen als die Unternehmen, die sich an ihm bereichern. Daher ist es notwendig, eine neue Antidrogenpolitik zu definieren, die Alkohol als den Hauptvorläufer des Konsums psychoaktiver Substanzen und der Verarmung der populären Sektoren einschließt.

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Gruß zu Weihnachten und zum Jahresende an das kolumbianische Volk und die Völker der Erde

Wir dokumentieren das nachstehende Kommuniqué des Zentralen Generalstabs der FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco zum Jahresende:

Gruß zu Weihnachten und zum Jahresende an das kolumbianische Volk und die Völker der Erde

24.12.2025

Kameraden, Brüder und Schwestern der Heimat und der Welt:

In dieser Zeit, in der die Mächtigen versuchen, eine falsche Freude in Lichtern und Konsumismus zu verhüllen, erheben die FARC-EP ihre Stimme, um euch ein Weihnachten der wahren Reflexion und ein Neues Jahr voller Kampf und Hoffnung zu wünschen.

Mögen uns diese Feiertage mehr als je zuvor vereinen, angesichts von:

Dem Imperialismus, der mit seinen ausgestreckten Klauen die Souveränität unserer kolumbianischen Nation und ganz Amerikas bedroht. Wir lehnen die Einmischung und die Plünderung durch das große Kapital ab, insbesondere die der USA, ihrer kriminellen NATO-Partner und des mörderischen Gebildes Israel gegenüber den Völkern der Welt. Länder, die nach einem Überleben inmitten der Krise suchen, die sie angesichts einer Welt erleben, die sich von ihrer Unterdrückung befreit und ein multipolares Szenario aufbaut, in dem sie nicht mehr die Kontrolle haben und zum Verschwinden neigen.

Dem Völkermord und der Besatzung gegen das palästinensische Volk und andere Nationen, die der Schande unterworfen sind. Unsere Solidarität ist unerschütterlich. Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit, es gibt kein würdiges Weihnachten, während Völker mit dem schweigenden Komplizenverhalten der Regierungen und Institutionen der Welt abgeschlachtet werden. Wir werden der Stein im imperialistischen Stiefel sein, wenn sie es wagen, unseren Kontinent anzugreifen.

Dem wilden Kapitalismus, der in seiner Logik der Ausbeutung und unendlichen Profitgier unsere Flüsse vergiftet, unsere Wälder verwüstet und uns an den Rand globaler Konflikte drängt. Ein System, das das Leben auf unserem Territorium prekär macht, das durch große Medien die Masse der armen Arbeiter entmenschlicht und sie dazu bringt, Ungleichheit, die „Demokratie“ des großen Kapitals, die Kultur des Mülls, die sie entmenschlicht und entfremdet, zu verteidigen, wodurch ein Vakuum entsteht, das den Bürger einkesselt, ihn mit Entbehrungen füllt, die er nur für einen Moment mit Alkohol und Drogen vergessen kann – Werkzeuge der Kontrolle, die diese gleichen wirtschaftlichen Imperien handeln, während sie sie als Ausrede benutzen, um Länder zu überfallen, die sie für außerhalb ihrer Kontrolle oder mit großen natürlichen Reichtümern halten, die es zu plündern gilt.

Angesichts dieses Szenarios weichen wir nicht. Denn in unseren Vierteln, Dörfern und Gemeinden schlägt der Widerstand. Ein Widerstand, der das Gesicht der arbeitenden Frau trägt, des Landwirts und der Stadtbewohner, die das Leben mit ihren Händen erhalten. Der das Lächeln und die Zukunft in den Kindern trägt, die wir schützen. Der in der Weisheit und dem historischen Kampf der ländlichen, indigenen und afro-kolumbianischen Gemeinschaften verwurzelt ist, die, wie wir, dieses Land bewohnen und verteidigen.

Die Hoffnung ist kein passives Geschenk, sie ist ein Feuer, das wir jeden Tag entfachen, indem wir uns organisieren, um zu widerstehen und den Traum von Kolumbien Neu zu verwirklichen.

Deshalb bekräftigen wir im kommenden Jahr unser unerschütterliches Engagement für euch: für die Frauen, die Kinder, die Bauern, die indigenen und afro-kolumbianischen Völker. Für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Heimat. Wir werden weiterhin von unten und von links an dieser dringenden neuen Welt weben. Eine Welt mit wahrem Frieden, die nur auf den Grundlagen der sozialen Gerechtigkeit, der Würde, der Souveränität der Völker und dem Schutz der Mutter Erde errichtet werden kann.

Möge uns das Jahr 2025 auf den Straßen finden, in den Debatten, im konkreten Aufbau von Volksmacht. Die Geschichte wird von den Völkern geschrieben und wir bleiben im Kampf.

„Mit Marulanda und dem ermächtigten Volk, gegen den Imperialismus und für den wahren Volkskampf auf dem Weg zum Sozialismus.“

Aus den Bergen und Städten Kolumbiens.

Sekretariat des Zentralen Generalstabs
Revolutionäre Streitkräfte von Kolumbien Volksarmee
FARC-EP

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Schwere Kämpfe in Catatumbo

Die heftigen Auseinandersetzungen in der Region Catatumbo in der Provinz Norte de Santander zwischen der 33. Front der FARC-EP, die zum Generalstab der Blöcke und Fronten unter dem Oberkommando von Calarcá stehen und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) dauern an. Dabei scheint es, als könne die FARC-EP an Boden gewinnen und die ELN aus ihren angestammten Territorien verdrängen.

Die neuen Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, zeigen aber auch den Ernst der Lage, in der die FARC-EP ihre Ankunft im Ort Filo el Gringo in der Gemeinde El Tarra ankündigen, mit der Absicht, die territoriale Kontrolle zu übernehmen, die derzeit noch der ELN gehören würde. Diese Ankündigungen und Kämpfe sind aber auch mit Einschränkungen und Vertreibungen für die lokale Bevölkerung verbunden.

„Hier sind wir in Filo El Gringo, mein Alter, schau dir die Gegend an, wir sind bereits im Dorf, alle sind zufrieden, alle voller Moral, alles läuft super, mein Alter“, sagt ein Mann zusammen mit anderen Personen, bewaffnet mit Gewehren und in Kleidung, die auf die Guerilla FARC-EP hinweist. Er soll damit an den unter dem alias Richard Suárez bekannten Kommandanten der 33. Front der FARC-EP berichten.

Ein weiteres Video zeigt ein Mitglied der FARC-EP im Gespräch mit der Bevölkerung von Puerto Palmas, in der Gemeinde Tibú, mit der Absicht, „sie zu grüßen und ihnen zu sagen, dass die FARC-EP präsent sind. Wir verstecken uns nicht in Tibú, wie uns die Paraelener [Wortkreation von Paramilitärs und ELN] nachsagen, nein, mein Herr. Dies ist ein klarer und eindeutiger Beweis dafür, dass wir keine Verbündeten irgendeiner staatlichen Sicherheitskraft sind.“

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Waffenstillstand zum Jahreswechsel

Die FARC-EP, Zentraler Generalstabs (EMC), unter dem Oberkommando von Iván Mordisco haben in einem Kommuniqué die Entscheidung bekannt gegeben, einen einseitigen Waffenstillstand umzusetzen. Diese Maßnahme gilt nach Angaben der Guerilla vom 23. Dezember 2025 bis zum 7. Januar 2026. Es wurden bereits allen Einheiten auf nationaler Ebene die Anweisung erteilt, offensive militärische Operationen auszusetzen. Wir dokumentieren das Kommuniqué unten.

Andererseits kündigte die FARC-EP unter dem Oberkommando von Calarcá am selben Sonntag einen unbefristeten Waffenstillstand in ihren bewaffneten Aktionen gegen die Staatsgewalt an. Die Ankündigung erfolgte per Video durch den Sprecher Jhon Mendoza, bekannt als alias Jhon Mechas. Darin wird erläutert, dass die Maßnahme keine vollständige Einstellung ihrer Aktivitäten bedeutet, da sie keine Auseinandersetzungen mit anderen bewaffneten Gruppen einschließt.

Mendoza stellte klar, dass diese Entscheidung auf einer eigenen Bewertung des nationalen und internationalen Kontexts beruht und dass sich die Organisation das Recht auf Selbstverteidigung vorbehält. Die Einstellung der Feindseligkeiten beschränkt sich auf offensive Angriffe gegen die Streitkräfte, die Polizei und andere Sicherheitsorgane des Staates. Er selbst ist Kommandant der 33. Front der FARC-EP.

Der Sprecher warnte zudem, dass diese Aussetzung weder eine Annäherung an rivalisierende Akteure noch den Verzicht auf Konflikte mit anderen kriminellen Organisationen in den Gebieten bedeutet, in denen sie präsent sind. Mendoza gehört wie der Oberkommandierende Calarcá zum sogenannten Generalstab der Blöcke und Fronten, die sich in Friedensgesprächen mit der Regierung befinden.

Kommuniqué an die Presse

Das Sekretariat des Zentralen Generalstabs der FARC-EP teilt mit:

Dass wir in der Zeit vom 18. bis 21. Dezember 2025 ein Plenum des Zentralen Generalstabs der FARC-EP abgehalten haben, des höchsten Leitungsorgans unserer Organisation in den Zeiträumen zwischen den Konferenzen. Dieses Plenum tagte unter der Losung:
„Mit Marulanda und einem ermächtigten Volk, gegen den Imperialismus und für den wahrhaftigen Volkskampf auf dem Weg zum Sozialismus.“

Dass wichtige Dokumente und Beschlüsse für die Entwicklung des revolutionären Kampfes verabschiedet wurden, die ab diesem Zeitpunkt umgesetzt werden, ebenso wie eine Neustrukturierung der Generalstäbe einiger Blöcke sowie des Zentralen Generalstabs, EMC, der FARC-EP vorgenommen wurde.

In einer umfassenden Übung der Kameradschaft und des demokratischen Zentralismus, unter Analyse der aktuellen Lage, wird unser Engagement bekräftigt und bestätigt, weiterhin Schulter an Schulter mit dem kolumbianischen Volk für die Verwirklichung seiner tiefsten Sehnsüchte zu kämpfen. Für den Aufbau einer Welt frei von Faschismus, Imperialismus und dem Terrorismus des großen transnationalen Kapitals gegen die Völker der Welt. Wir bekräftigen unser Kampfversprechen für den Aufbau einer Welt der Gerechtigkeit und Selbstbestimmung gegen den Imperialismus sowie für kontinentale und weltweite Solidarität gegen Unterdrückung und Völkermord.

Abschließend teilen wir mit, dass wir unseren Einheiten im gesamten nationalen Territorium den Befehl erteilt haben, die offensiven militärischen Operationen gegen die öffentlichen Sicherheitskräfte vom 23. Dezember 2025 bis zum 7. Januar 2026 auszusetzen, mit dem Ziel, dass kolumbianische Familien diese Zeit ohne die mit einer bewaffneten Konfrontation verbundenen Ängste miteinander verbringen können. Wir behalten uns das Recht auf Selbstverteidigung vor.

Sekretariat des Zentralen Generalstabs
Berge und Städte Kolumbiens, 21. Dezember 2025

Volk und Würde: Manuel Marulanda lebt, der Kampf geht weiter!

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Bewaffneter Streik auch durch FARC-EP

Nachdem die ELN bereits landesweit in ihren territorial beherrschten Gebieten einen bewaffneten Streik ausgerufen hat und medial Beachtung fand, sorgte nun auch die Front Carolina Ramírez des Zentralen Generalstabs der FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco für einen bewaffneten Streik. Durch eine über WhatsApp verbreitete Audionachricht jener Front, die im Disput mit dem Generalstab der Blöcke und Fronten unter dem Oberkommando von Calarcá Córdoba steht, wurde nun offenbar das Ende des bis Jahresende geltenden bewaffneten Streiks bekannt gegeben, der seit dem 9. Dezember angeordnet worden war. Ein bewaffneter Streik wird genutzt, um das öffentliche Leben zum Erliegen zu bringen. Es werden Geschäfte geschlossen, der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt und somit das öffentliche Leben wie in einer Ausgangssperre stillgelegt. Damit wird nicht nur Macht in einer Region demonstriert, sondern ein bewaffneter Streik wird auch vollzogen, um militärisch Profit zu schlagen. So können Truppenbewegungen des Feindes besser kontrolliert oder unterbunden werden bzw. eigene Bewegungen durchgeführt werden.

Durch die Beendigung des Streiks wird erwartet, dass in den Provinzen Caquetá und Putumayo, die im Süden Kolumbiens liegen und stark von Dschungel und Flüssen geprägt sind, wieder Normalität einkehrt. Insbesondere auf den Flüssen der Provinzen hofft man nun, dass der Verkehr wieder aufgenommen wird. Das aktuelle Problem wird jedoch der niedrige Wasserstand der Nebenflüsse sein, die aufgrund der starken Trockenperiode sehr wenig Wasser führen, sodass Boote kaum navigieren können. Größere Schiffe müssen weiterhin im Hafen bleiben und auf das Einsetzen der Regenfälle warten. Seit dem 9. Dezember war die Navigation auf strategisch wichtigen Flüssen wie dem Orteguaza, dem Caguán und dem Caquetá sowie auf mehreren Nebenflüssen des Putumayo ausgesetzt worden. Laut der verbreiteten Nachricht wurde die Entscheidung zur Aufhebung der Maßnahme mit dem Argument getroffen, die Gemeinden nicht weiter negativ zu belasten, insbesondere in dieser wichtigen Zeit für Handel und Versorgung.

Mit dem Auseinanderbrechen der FARC-EP in den Block Jorge Suárez Briceño, die sich unter Calarcá in einem Friedensprozess mit der Regierung Petro befinden, und dem Amazonas-Block Manuel Marulanda Vélez, wozu die Front Carolina Ramírez gehört, ist ein offener Konflikt in Caquetá und Putumayo um die territoriale Herrschaft ausgebrochen. Hinzu kommen Akteure wie das Zweite Marquetalia unter dem Oberkommando von Iván Márquez und auch die Guerillakoordination mit den Bolivarischen Grenzkommandos. Die Grenzkommandos befinden sich mit weiteren aufständischen Gruppen ebenso in einem Friedensprozess mit der Regierung. Auch hier erfolgte ein Auseinanderbrechen vom ursprünglich alliierten Zweiten Marquetalia aufgrund der Friedensgespräche. Caquetá und Putumayo sind geografisch schwer durch den Staat zu kontrollieren, zudem sind es große Anbaugebiete von Koka. Die geostrategisch wichtige Lage im Süden zu Brasilien, Ecuador und zum Pazifik macht sie für die Akteure bedeutsam.

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Offensive im Westen geht weiter

Die Offensive des Westblocks des Zentralen Generalstabs der FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco gegen die staatlichen Sicherheitskräfte geht weiter. Nun wurde im Ort Buenos Aires im Norden der Provinz Cauca unter anderem die Polizeistation, das Gericht und die Agrarbank massiv angegriffen. Dabei kam es zu längeren Schusswechseln und auch Sprengstoffangriffe der Front Jaime Martínez. Berichte der lokalen Bevölkerung berichten von stundenlangen Kämpfen. Derzeit geht man von mindestens zwei getöteten Polizisten aus. Dies zeigt, dass die Offensive der Guerilla weiterhin Bestand hat und zu den größten ihrer Art gehört. Es gibt kaum noch sicherere Orte für die staatlichen Sicherheitskräfte, die auch in den zu Festungen ausgebauten Basen und Polizeistationen angegriffen werden. Leidtragend ist die lokale Bevölkerung.

Die Kämpfe waren so stark, dass dutzende Familien sich gezwungen sahen, das Stadtgebiet zu verlassen. Die Ombudsstelle (Defensoría del Pueblo) prangerte Drohungen der Guerilla an, mit denen die Bevölkerung zur Flucht aus dem Stadtkern gezwungen werden sollte. Sie warnte zudem davor, dass sowohl improvisierte als auch hochexplosive Sprengsätze auf den Zufahrtsstraßen nach Buenos Aires installiert worden seien, die inzwischen blockiert sind. Pablo Peña, der Bürgermeister von Buenos Aires, erklärte, seine Gemeinde sei „praktisch besetzt“. Armee und Polizei trafen später ein und lieferten sich Gefechte mit der Guerilla. Weiteres Militär wurde in die Region entsendet, die als Hochburg der Guerilla gilt. Die Angriffe reihen sich in eine Vielzahl von Aktivitäten ein, über die wir ebenso berichteten.

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Der Guerillakampf untereinander im Osten Kolumbiens

Der Konflikt zwischen den beiden revolutionären Flügeln der FARC-EP, also zwischen dem Zentralen Generalstab unter dem Kommando von Iván Mordiso und dem Generalstab der Blöcke und Fronten unter dem Kommando von Calarcá Córdoba, ist allseits bekannt. Im Osten Kolumbiens bekämpfen sich hier der Amazonasblock von Mordisco mit dem Ostblock Jorge Briceño Suárez von Calarcá Córdoba um die territoriale Herrschaft, vor allem in der Provinz Guaviare. Im Jargon des untenstehenden Kommuniqués wird hierbei der Struktur um Calarcá als paramilitärische Gruppe bezeichnet und ihr die politische Intention als revolutionäre Bewegung abgesprochen. Beide jedoch versuchen auf ihre Art und Weise ihren Anspruch auszubauen. Der Generalstab der Blöcke und Fronten ist seit geraumer Zeit in einem Friedensprozess mit der Regierung unter Petro. Beide Seiten bedienen sich dabei aber Angriffen auf den vermeintlichen politischen Gegner, also Milizionäre oder Sympathisanten. Auch der mediale Kampf findet statt, wie dieses Kommuniqué vom 12. Dezember dokumentiert. Wir dokumentieren es ebenfalls in deutscher Übersetzung:

Solidarität ist ein revolutionäres Prinzip

Nicht einmal die kriminellsten Regierungen in der Geschichte Kolumbiens wagten es, unsere indigenen Schwesterngemeinschaften der Nukak Maku anzugreifen – Völker, die sich im Übergang zur Zivilisation befinden. Die FARC-EP hatte es vorausgesagt: Der Hass von Gustavo Petro auf den kolumbianischen Aufstand würde ihn dazu bringen, Verbrechen gegen die enteignete Klasse und soziale Führungspersönlichkeiten zu begehen. Die Aktionen der öffentlichen Sicherheitskräfte gegen die Indigenen in der Provinz Guaviare machen dies deutlich: Wenn die Völker protestieren, werden sie von der Guerilla instrumentalisiert; wenn die Guerilla sie verteidigt, sind wir Terroristen.

Die Lakaien der Oligarchie, wie Frau Viviana Vargas Ávila und Gabriel Rondón, kriminalisieren den sozialen Protest und unterstützen die Aggression gegen die Gemeinschaften – angeblich in Erfüllung der Vorgaben der „Regierung des Wandels“, in der sich nur die Epoche geändert hat, nicht aber die Kriminellen.

Wenn die Armen eine Stimme hätten und die internationale Justiz wirksam wäre, würden wir Gustavo Petro und seine Handlanger vor den Internationalen Strafgerichtshof begleiten, damit sie sich zusammen mit Netanyahu und Donald Trump für die Massaker an Kindern in der Welt und den Völkermord an der proletarischen Klasse verantworten.

Wir brauchen nicht, dass Lakaien der Oligarchie uns den Status von Revolutionären verleihen, denn sie sind die Feinde der proletarischen Klasse, der wir uns entgegenstellen. So, Frau Viviana, unsere Anerkennung erhalten wir von den Millionen Kolumbianern, die erst nach dem Mittagessen frühstücken, von den Landlosen, den Obdachlosen und von jenen indigenen Völkern, die Sie – so glauben wir – aus dem Fernsehen kennen, als die öffentlichen Sicherheitskräfte sie angriffen.

Wir wissen, dass Sie gezielt daran arbeiten, mittels Ablenkungsmanöver sich der Verantwortung der Regierung und ihrer Handlanger für die Schaffung paramilitärischer Gruppen zu entziehen, die sich als Aufständische ausgeben. Und wir fragen Sie, Frau Viviana: Wenn Sie in Guaviare waren, haben Sie von dem Massaker an den fünf Bauern aus Puerto Cumare, San José del Guaviare, am 2. Dezember 2024 erfahren? Von den Morden an sozialen Führungspersönlichkeiten, der Vertreibung und dem Verschwindenlassen, begangen von der paramilitärischen Gruppe Calarcá Córdoba, die Sie fördern? Haben Sie erfahren, dass während Ihres Treffens in Campo Hermoso, San Vicente del Caguán, vom 17. bis 20. November Bauern in der Ortschaft Yermales von San José del Guaviare ermordet wurden? Sind Sie über die mehr als zweimonatige Wirtschaftsblockade gegen die indigenen und bäuerlichen Gemeinschaften des Bajo Caguán und des Bajo Caquetá informiert? Haben Sie erfahren, dass beim Treffen der Delegationen der paramilitärischen Gruppe und der Regierung von Gustavo Petro am 23. und 24. August 2025 in El Diamante fünf Bauern innerhalb derselben Veranstaltung ermordet wurden? Oder ist das ein Geheimnis unter Kumpels?

Die FARC-EP haben sich seit ihrer Siebten Konferenz im Jahr 1982 als proletarische Armee zur Verteidigung der Volksinteressen konstituiert. Als Armee des Volkes werden wir nicht zögern, die Würde der arbeitenden und enteigneten Klasse unseres Vaterlandes zu verteidigen.

Den indigenen Gemeinschaften, den Bauern und insgesamt der proletarischen Klasse bekräftigen wir unser Engagement und unsere Bereitschaft: Unsere Waffen, Kämpfer und Ressourcen werden stets zur Verteidigung ihrer Interessen bereitstehen.

Volk und Würde! Manuel Marulanda lebt, der Kampf geht weiter!

Amazonasblock Manuel Marulanda Vélez
Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee (FARC-EP)

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Verabschiedung eines Guerilleros in der Öffentlichkeit

Viral und medial aufmerksam ging ein Video und Nachrichten über die öffentliche Verabschiedung eines getöteten Guerillakämpfers in der Provinz Huila. So starb bei dem koordinierten Angriff auf die Polizeistation in Tesalia ein Guerillero des Zentralblocks Isaías Pardo am vergangenen 5. Dezember ein Kämpfer der FARC-EP. Am Freitag hatten mehr als 30 Kämpfer die Polizeistation angegriffen und lieferten sich ein Feuergefecht. Nun wurde mit einer Karawane, Feuerwerkskörpern und verbotenen Corridos, Lieder der aus der lokalen Musik, der Leichnam des Sprengstoffexperten und Guerilleros verabschiedet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Guerilla in der Region verankerte Kämpfer in der Öffentlichkeit ehrt.

Die Karawane der Guerilla bewegte sich dabei zwischen den Gemeinden Tesalia und Iquira im Westen der Provinz Huila, an der Grenze zur Provinz Cauca. Hier sind vor allem die Front Ismael Ruiz und etwas südlicher die Front Hernando González Acosta vom Zentralblock, während auch die Front Dagoberto Ramos aus dem Westblock hier in der Region präsent ist. Alle gehöre zum Zentralen Generalstab der FARC-EP unter dem Oberkommando von Iván Mordisco. Der getötete Guerillakämpfer war unter dem alias El Flaco bekannt und stammte mit seinen 21 Jahren aus der Nachbarregion Páez, Provinz Cauca, Generell ist die Guerilla hier stark präsent und die öffentliche Ehrung zeigt, dass eine starke Verankerung in der Bevölkerung vorhanden ist.

Der Verstorbene soll mehrere Schusswunden erlitten haben und wurde, nachdem er verletzt worden war, von seinen Kämpfern aus der Zone fortgebracht, um ihn medizinisch zu versorgen. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen starb er einige Stunden später. Über soziale Netzwerke wurde ein Video bekannt, das zeigt, wie die FARC-EP sich von El Flaco verabschiedeten. Mehrere Guerilleros fuhren auf einem Lastwagen, der mit der kolumbianischen Flagge und weißen Luftballons geschmückt war. Auf der Ladefläche waren die Guerillakämpfer und genau dort befand sich auch der Sarg. Dahinter waren mehrere vorbeifahrende Motorräder zu sehen. Am Straßenrand standen unzählige Bewohner.

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